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Der Sonntagnachmittag mit Wolfgang Rumpf

In der Ausstellung So schön kann Gips sein – Hans Arp im Bremer Gerhard-Marcks-Haus

Autorin

Blick in die Ausstellung "Die Firma Arp" im Gerhard-Marcks-Haus
Gipsfiguren in nie gesehener Fülle präsentiert die Schau "Die Firma Arp" im Gerhard-Marcks-Haus. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Die Ausstellung "Die Firma Arp" zeigt 300 Gipsplastiken des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp im Gerhard-Marcks-Haus. Arp hat die Stilrichtung des Dadaismus mitbegründet und ist Wegbegleiter des Surrealismus. Die Leihgaben aus dem Besitz der Stiftung Arp werden zum ersten und letzten Mal in dieser Zusammenstellung in Bremen gezeigt.

Hans Arp hat ganz unterschiedliche Formen erschaffen, manche sind nur faustgroß – andere sind bis zu 1,50 Meter hoch. Bei seinen Arbeiten ließ sich Hans Arp von der Natur inspirieren, von Blättern und Blumen. Manche Skulpturen haben menschliche Züge – Kurven, angedeutete Gesichter und Gliedmaßen. Durch andere kann man durchgucken, wie durch ein Skelett. Aus jeder Perspektive wirken die Plastiken anders, es lohnt sich also, einmal um die Figuren herumzuwandern.

Blick in die Ausstellung "Die Firma Arp" im Gerhard-Marcks-Haus
Naturnahe und gerundete Formen kennzeichnen die Skulpturen des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Arp hatte eine Vorliebe für das Material Gips, daran entwickelte er seine Formen. Manche Gipsfiguren wurden auch in mehreren Ausführungen gegossen, als Art Sicherungskopie, falls eine Form zerbricht. Aus den Gipsvorlagen sind dann erst im zweiten Schritt Bronze- oder Steinskulpturen entstanden. Und diese Gipsfiguren sind in nie gesehener Fülle in der Ausstellung versammelt. Sie stehen dicht an dicht in den Räumen des Museums. So wird quasi das Werkzeug zum Kunstobjekt erhoben, indem es vom Atelier ins Museum geholt wurde.

"Die Firma Arp"

Der Titel zeigt, dass hinter den Kunstwerken Hans Arps nicht nur der Künstler allein steht, sondern auch Assistenten oder Gipsgießer in seinem Atelier. Arp hat die Formen erfunden, aber er hatte Hilfe bei der Umsetzung bis zum fertigen Kunstwerk. Die Ausstellungsmacher um Kuratorin Veronika Wiegartz wollen dies verdeutlichen und gehen mit der Ausstellung auf Spurensuche, um herauszufinden, wie viel Arp in den einzelnen Objekten steckt.

Blick in die Ausstellung "Die Firma Arp" im Gerhard-Marcks-Haus
Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Zeitlose Kunst entdecken

In manchen Räumen fühlt man sich fast wie in einem Atelier von Hans Arp. Schaut man genauer hin, wirkt die Ausstellung wie ein Puzzle-Spiel: Man findet verwandte Formen. Formen, die ineinanderpassen, entdeckt kleine Spuren, wie Punkte und Markierungen auf dem Gips, die dazu dienten, die Skulptur auf den Stein zu übertragen.

Um 1930 hat Hans Arp begonnen mit Gips zu arbeiten – seine Formen wirken bis heute modern und zeigen, wie richtungsweisend seine Arbeiten waren. Eine sehenswerte Ausstellung, die auch einen spannenden Blick in den Schaffensprozess von Hans Arp ermöglicht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 4. Novemer 2022, 09:40 Uhr