In der Ausstellung Junge Fotokünstler zeigen ihren Blick auf die Welt in Worpswede

Perspektiven auf unsere Welt im Wandel

Autorin

Torsten Schumann, aus der Serie "Vermilion Confusion", 2020–2022
Torsten Schumann, aus der Serie "Vermilion Confusion", 2020–2022 Bild: Torsten Schumann

Unsere Gegenwart ist geprägt von Veränderungen, Krisen und Umbrüchen. Wir befinden uns an einem Wendepunkt, der wiederum unsere Wahrnehmung verändert. Das thematisiert die vierte Ausgabe der "RAW Fototriennale Worpswede" unter dem Titel: "Turning point. Turning world". Ein internationales Team an Fotografinnen und Fotografen zeigt auf Fotos und in Videos, wie sich aus ihrer Sicht diese Veränderungen darstellen lassen.

Zu sehen gibt es beeindruckende Bilder, mit einer politischen Aussage. Großformatige, verpixelte Bilder von kämpfenden Iranerinnen, Videoinstallationen, die den Kampf der Flüchtenden auf dem Mittelmeer erahnen lassen, oder Demos von indischen Frauen gegen Ausgrenzung im eigenen Land. Alle großen Ausstellungshäuser in Worpswede zeigen jeweils einen Teil der Ausstellung, was das Standing der Fototriennale im Künstlerdorf deutlich macht.

Jünger, internationaler und weiblicher

Lori Nix & Kathleen Gerber, Library, aus der Serie "The City", 2007–2012
Werk von Lori Nix & Kathleen Gerber, Library, aus der Serie "The City", 2007–2012. Bild: Lori Nix & Kathleen Gerbe

In den letzten Jahren haben die Kuratoren die Pandemie-Probleme mit Kreativität gemeistert und viel Aufmerksamkeit erhalten. Digitale Formate sorgten 2020 für Furore. Das Team um den Initiator Jürgen Strasser hat sich verjüngt, ist internationaler und weiblicher geworden. Jürgen Strasser glaubt an den Erfolg auch in diesem Jahr, "weil wir doch sehr hochkarätige Ausstellungen zu bieten haben."

Sehenswerte Fotoarbeiten, die zum Nachdenken anregen

Max Pinckers, aus der Serie "Margins of Excess", 2018
Max Pinckers, aus der Serie "Margins of Excess", 2018. Bild: Max Pinckers

Die 4. Fototriennale Worpswede ist den großen Veränderungen und Umbrüchen in der Welt gewidmet. Es gibt zu den Ausstellungen ein umfangreiches Festivalprogramm, Workshops, Treffen mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie Open-Air-Ausstellungen. Die einzelnen Ausstellungen haben vier Themenbereiche: "Risk", "Ego", "Fake" und "Next". Es geht um Risiken, die jeder einzelne auf unterschiedliche Weise trägt, in "Ego" um Sinnsuche und der Suche nach sich selbst, bei "Fake" um Wahrhaftigkeit und Täuschung und bei "Next" um große Herausforderungen der Gegenwart. Diese Themen wurden auf die vier Ausstellungshäuser, Große Kunstschau, Haus im Schluh, Worpsweder Kunsthalle und Barkenhoff, verteilt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 17. März 2023, 14:49 Uhr

Bremen Zwei Livestream & aktuelle Sendung.

Der Nachmittag mit Kristin Hunfeld

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