Die Morgenandacht Der Himmel und die Popmusik

Heinrich Deboi
Heinrich Deboi

Die Morgenandacht Der Himmel und die Popmusik

Gottes Wirken ist bereits heute in der Welt zu spüren, ist Heinrich Deboi überzeugt. Jedenfalls dann, wenn wir offen für seine Botschaft sind.

Bild: Katholischer Gemeindeverband Bremen

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Gottes Wirken ist bereits heute in der Welt zu spüren, ist Heinrich Deboi überzeugt. Jedenfalls dann, wenn wir offen für seine Botschaft sind.

Als perfekten Moment bezeichnen viele Menschen einen Augenblick, in dem sie den Himmel auf Erden verspüren. Der Kölner Pfarrer Gerhard Dane rät dazu, an solche Momente zu denken, wenn wir einen Eindruck vom Himmel gewinnen wollen: die erste Liebe, den ersten Platz beim Wettbewerb, die Hochzeit, die Geburt des eigenen Kindes. Solche Momente vollkommener Glückseligkeit machen den Himmel auf Erden schon jetzt greifbar.

Die Disco-Queen Belinda Carlisle singt in ihrem Lied "Heaven is a Place on Earth" davon, dass jeder sich sein eigenes Stückchen Himmel abstecken kann. Es ist ein Lied über inneren Frieden und teilweise auch ein Liebeslied. Keine philosophische Abhandlung, sondern eher etwas aus dem Poesiealbum. Erstaunlich aber ist die Nähe des Songtextes zur Bibel, wo es im 1. Johannesbrief heißt: "Gott ist die Liebe, wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht". Aber welche Rolle spielt dabei der Himmel?

Der Himmel ist ein häufig genutztes Bild in der Popmusik. Es ist die Sehnsucht nach dem Vollkommenen, die in vielen Liedern ihren Ausdruck findet. Im Himmel wird all das erfüllt werden, was wir auf Erden nicht haben. Die Rede ist vom Himmel auf Erden, dem perfekten Moment eben. Anders verhält es sich mit dem Paradies auf Erden; das gibt es nicht, sondern wird uns am Ende mit der Perspektive des ewigen Lebens von Gott geschenkt. Belinda Carlisle geht heute immer noch auf Tour mit ihrem größten Hit "Heaven is a Place on Earth" und singt: "Früher hatte ich Furcht, nun fürchte ich mich nicht mehr. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Himmel ist die Liebe vollkommen."

Ihre Worte "Wenn du mich nah an dich ranziehst, wir tanzen und die Sterne über uns funkeln" klingen eindeutig nach einem Liebeslied. Aber es geht in ihrem Lied um mehr als nur um Liebe und Seelenfrieden. "Wenn ich mich verlassen fühle, verlangt es mir nach dir, und du zeigst mir den Weg. Auf stürmischer See höre ich deine Stimme, und sie trägt mich. Das Wunder des Lebens fangen wir erst an zu verstehen. Zuvor hatte ich Furcht, nun fürchte ich mich nicht mehr". Solche Worte sind nicht allzu häufig in typischen Liebesliedern zu hören. Was auf den ersten Eindruck ziemlich schmalzig daherkommt, entspricht doch beim genaueren Hinhören durchaus der Botschaft der Kirche, auch wenn es Belinda Carlisle zunächst nicht vollends bewusst ist.
Es ist zutiefst christlich zu glauben, dass Gottes Wirken bereits heute in der Welt zu spüren ist, wenn wir offen sind für seine Botschaft und uns von der Liebe zu uns selbst und den Mitmenschen leiten lassen. Dann kann er uns erreichen: der perfekte Moment.

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