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Der Sonntagnachmittag mit Julian Beyer

In der Ausstellung Bremer Kunsthalle widmet sich der Faszination der sinkenden Sonne

Autorin

Caspar David Friedrich, Frau vor der untergehenden Sonne, um 1818, Öl auf Leinwand, 22 x 30 cm
Caspar David Friedrich, Frau vor der untergehenden Sonne, um 1818 Öl auf Leinwand, 22 x 30 cm Bild: Museum Folkwang Essen | ARTOTHEK

Er ist so alltäglich wie faszinierend: ein Sonnenuntergang. Wer hat da nicht sofort Bilder vor Augen von orange-farbenen Sonnen, die im Meer versinken...? Auch Künstlerinnen und Künstler waren und sind fasziniert von Sonnenuntergängen. Die Kunsthalle Bremen hat das zum Anlass für eine neue Ausstellung genommen: "Sunset. Ein Hoch auf die sinkende Sonne".

Einige Bilder sind durchaus kitschig, aber trotzdem auch berührend schön. Andere sind traurig, bewegend, rütteln uns auf, sind agitativ, abstrakt, poetisch, verstörend, lustig, ironisch. Es gibt ein breites Spektrum an Werken zu sehen. Insgesamt sind in der Kunsthalle 120 Arbeiten ausgestellt, von Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Videos bis hin zu Installationen – von der Romantik bis heute. Zum Beispiel von William Turner, Claude Monet, Wolfgang Tillmans, Otto Dix, Emil Nolde. Oder auch von Caspar David Friedrich, dem berühmten Romantik-Maler. Die Romantik ist das Zeitalter, in dem sich die Malerei der Natur zugewandt hat, in der der Sonnenuntergang zum ersten Mal sehr präsent in der Kunst zu finden war.

Von Caspar David Friedrich ist das Gemälde "Frau vor der untergehenden Sonne" zu sehen. Es zeigt eine melancholisch in die Ferne schauende Frau, mit dem Rücken zu uns, der Himmel in zauberhaftes pastellrosa getaucht. Und dieses melancholische "in die untergehende Sonne schauen", das finden wir auch auf vielen anderen Arbeiten in der Ausstellung. Aber auch die Popart-Künstler gestalteten den Sonnenuntergang. Andy Warhol hat 1972 eine eindrucksvolle Sunset-Serie gestaltet, vier Siebdrucke von pastellfarbenen Sonnenuntergängen sind in der Kunsthalle zu sehen. Obwohl Sonnenuntergänge uns täglich begleiten, war der Kunsthallen-Direktor Christoph Grunenberg erstaunt, dass das Thema kunstgeschichtlich bisher noch gar nicht aufgearbeitet wurde. "Da war ich wirklich überrascht. Zeit also, dass das mal jemand macht!"

Faszination Sonnenuntergang

Der Sonnenuntergang zeigt das Ende eines Tages und der Übergang zur Nacht an. Er ist eine Metapher für die Endlichkeit des Lebens. Das Naturschauspiel bewegt und berührt, ist oft wahnsinnig schön, manchmal auch kitschig-schön. Es gibt also viele Gründe, warum der Sonnenuntergang uns so fasziniert. Um das zu verdeutlichen hat jeder Raum in der Ausstellung eine eigene Farbe und ein eigenes Thema. Zum Beispiel "Meeresglitzern und Alpenglühen", in dem Raum, ganz in blau, geht es um Orte, die für Sonnenuntergänge besonders beliebt sind. Wir sehen rosa beleuchtete Alpen von Johann Wilhelm Köhnholz – ein Bremer Maler.

Außerdem gibt es noch die Räume "Trübe Aussichten", wo es um Luftverschmutzung und Klimawandel geht. Auch ein Fotokalender mit Fotos vom Publikum zeigt die Ausstellung. Sie sind das Ergebnis einer Aktion der Kunsthalle, die dazu aufgerufen hatte, Fotos von Sonnenuntergängen einzureichen. Eingereicht wurden mehr als 5000 Fotos. Eine Auswahl davon ist jetzt in der Ausstellung zu sehen.

Sehenswert

Für alle, die dem grauen Winterwetter entfliehen möchten, passt die Ausstellung wunderbar, mit ihren leuchtende Farben und der sinkenden Sonne, wenigstens auf Bildern. Und die zeigt die Ausstellung sehr facettenreich.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Nachmittag, 24. November 2022, 17:38 Uhr