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Der Sonntagnachmittag mit Julian Beyer

Auf der Bühne Theater Bremen: So haben Sie "King Arthur" noch nie gesehen

Autorinnen und Autoren

Szene aus King Arthur
Szene aus "King Arthur" mit Marysol Schalit, Nadine Lehner, Christoph Heinrich, Annemaaike Bakker und anderen. Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

"King Arthur" von Henry Purcell und John Dryden aus dem Jahr 1691 ist eine britische Semi-Opera, eine Mischung aus Schauspiel und Musiktheater. Der Hamburger Punk-Avantgardist und Theater-Experimentator Schorsch Kamerun inszeniert das Stück für das Theater Bremen – und mixt dabei Fragmente des Original-Werks mit eigenen Texten und Melodien.

Im Original kämpfen die Briten unter König Arthur und die Sachsen unter König Oswald um die Vorherrschaft. Die Einen auf der Seite des christlichen Glaubens, die anderen eher auf der Seite der heidnischen Kulturen. Schorsch Kamerun hat in Bremen daraus, laut Programmheft, ein "Musiktheater-Happening über alte und neue Katastrophen" gemacht.

Viel Gewusel auf der Bühne

In der Mitte der Bühne steht die Struktur eines zweistöckigen Hauses. Und auch auf den Seitenbühnen und Hinterbühnen wird gespielt. Die Handlung konzentrierte sich nicht auf einen Punkt, sondern alles passierte parallel, miteinander, gegeneinander. Dazu gibt es dann auch noch mehrere Video-Ebenen. Denn Teile des Geschehens finden draußen auf dem Goetheplatz statt und werden per Live-Stream auf die Bühnenwände projiziert.

Szene aus King Arthur
Theaterszene mit Christian Freund (unten), Matthieu Svetchine, Annemaaike Bakker und Guido Gallmann. Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

Neben den neun Hauptdarstellerinnen und Hauptdarstellern sind auch junge Akteurinnen und Akteure, Studierende, Mitglieder des Theaters der Versammlung, der Chor des Theaters Bremen und nicht zuletzt die Bremer Philharmoniker dabei.

Unterhaltsam und einfallsreich

Szene aus King Arthur
Szene mit Guido Gallmann (mittig), Michael Dreyer, Annemaaike Bakker und Christian Freund. Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

Mit "King Arthur" zeigt das Theater Bremen sich offen und wagt Neues jenseits bekannter Theaterformen. Wie bei einem aufwendigen Rezept, kommt es auch hier auf die Feinheiten an – so sind die Texte von Schorsch Kamerun simpel und für alle verständlich, doch auch gelungene Basis zum Nachdenken und zum Schmunzeln. Zwischen seiner Musik und der von Henry Purcell gibt es streng betrachtet keine Schnittmenge – trotzdem passen beide perfekt in diesen Raum.

Ein knapp zwei Stunden langer Musiktheater-Abend, der schnell verfliegt. Auch danach hätte man noch länger sitzen bleiben können, um gespannt auf das zu sein, was sich Schorsch Kamerun alles hat einfallen lassen. Ob das klassische Musiktheaterpublikum mit dieser Inszenierung auf seine Kosten kommt, sei dahingestellt, aber der Saal war voll und dem Publikum hat es gefallen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 30. Oktober 2022, 08:20 Uhr