Sounds in concert: Jazzahead 2024: O.N.E., Guy Salamon Group, Alune Wade

Mitschnitte von der Jazzahead 2024 vom 11., 12. und 13. April 2024

Sendedaten

Sendetermin:

15. Juni 2024 um 22:00 Uhr

Sendereihe:

Sounds in concert

Alune Wade jazzahead
Alune Wade mit Bild: Bremen Zwei | Axel Wemheuer

Vom 11. bis 13. April fand die Jazzahead im Bremer Kulturzentrum Schlachthof und der Messehalle 7 auf der Bürgerweide statt und in ingesamt 40 showcase-Konzerten haben sich nationale wie internationale Bands einem Fachpublikum und interessierten Fans präsentiert. Es war so weiblich wie noch nie, außerdem gab es mit der auf drei Jahre angelegten Reihe "Jazz from Africa" einen verstärkten Fokus auf afrikanische Jazzgruppen. Partnerland war 2024 die Niederlande. Dieses Mal mit dem senegalesischen Bassisten Alune Wade, der den Schlachthof zum Tanzen brachte, der ersten rein weiblich besetzten Jazzbands Polens O.N.E. sowie dem israelischen Schlagzeuger Guy Salamon, der in Amsterdam wohnt und das Publikum auf unnachahmliche Art zum Mitsingen animieren konnte.

Alune Wade

Alune Wade jazzahead
Alune Wade Bild: Bremen Zwei | Axel Wemheuer

Alune Wade ist ein Phänomen. Viele Jahre lang hat er eher ein Hintergrunddasein gefristet, bis er sich getraut hat, neben seinem gekonnten Bassspiel auch zum Mikrofon zu greifen. Und so wurde er zum Geschichtenerzähler mit groovigem Sound, der vom westafrikanischen Senegal-Sound und auch Afrobeat und Funk beeinflusst ist. Der 45-Jährige war einer der drei Repräsentanten der von der Jazzahead neu gegründeten Reihe "Jazz from Africa". Dem Publikum rief er zu, dass Zuhören bei Musik natürlich enorm wichtig sei, aber es werde noch besser, wenn man auch dazu tanzt. Es dauerte nur wenige Sekunden bis der Großteil des Publikums seiner Aufforderung gefolgt ist.

Guy Salamon

Guy Salamon Group Jazzahead
Guy Salamon am Schlagzeug Bild: Bremen Zwei | Axel Wemheuer

Guy Salamon ist ein versierter Musiker, talentierter Komponist und unzweifelhaft ein Showman und für die Bühne geboren. Seine Ansagen und Körpersprache hinterm Schlagzeug sind ebenso unterhaltsam, wie die von Polka und Punk bis hin zu Balkan Beats, Chanson und Jazz inspirierte Musik. Schon die Titel seiner Songs geben Auskunft, dass bei Salamon der Schalk im Nacken sitzt: "Do the shmoska poska dance" oder "Shoulder Folger Twist Rag Shabang" heißen Songs in seinem Set. Letzterer für alle, die schon einmal eine Schulterverletzung hatten. Das letzte Stück "Sailor Song" erinnerte an Kurt Weill und die Dreigroschenoper und wird in die Jazzahead-Geschichte eingehen, als der Song, bei dem er das gesamte Publikum zum Mitsingen und Lachen gebracht hat. Noch nach dem Konzert hatten viele die kleine, feine Melodie auf den Lippen.

O.N.E.

O.N.E. bei der Jazzahead
Monika Muc von O.N.E. bei der Jazzahead Bild: Bremen Zwei | Axel Wemheuer

O.N.E. heißt die erste rein weibliche Jazzband Polens und sie repräsentieren die junge und wilde Jazzszene ihres Landes. O.N.E. meint dabei aber nicht das Englische "eins", sondern das polnische "Sie", um ihren feministischen Ansatz zu unterstreichen. Ihre Musik reicht von punkigen Momenten, in denen besonders Monika Muc am Saxofon die Hunde von der Kette lässt, hin zu schwelgerisch schönen Momenten, die in kollektiver Improvisation aufgehen. Eine gewisse Nervosität war der jungen Band anzumerken – eine, die sich positiv auf die Wahrnehmung auswirkte. Von ihnen werden wir noch hören.

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