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Der Sonntagmorgen mit Katrin Krämer

Moderatorin Kristin Hunfeld

Kristin Hunfeld
Bild: Radio Bremen | Andreas Weiss

"Ich weiß nicht, was ich machen soll, Frau Hunfeld, Kristin redet nicht" – klagte der Klassenlehrer beim Elternsprechtag, das war Mitte der 70er Jahre. Und jetzt? Hören Sie selbst.

Diese Macke wird sie einfach nicht los:

Auch völlig fremde Redaktionen anzurufen, wenn mal wieder was falsch ausgesprochen wurde. Ob Emstek (bitte mit SCH), Blexen (bitte mit kurzem E), das Flüsschen Oste (bitte mit langem O), oder Varel (bitte mit langem A und einem R im Gegensatz zu Varrel mit kurzem A und Doppel-R). Und zwar nicht, weil sie schlau tun will, sondern weil die Hörer*innen regionale Kompetenz – zu Recht – erwarten. Sie nervt gerne rum, wenn wieder jemand Sinéad O’Connor wie "schinid" ausspricht oder Colin Farrell auf der letzten Silbe betont, weil das doch alle so machen. Sie belehrt auch gerne alle Umstehenden über die Ausspracheregeln des Italienischen oder Spanischen oder doziert über die komplizierten Diphthonge im Niederländischen und Portugiesischen, oder darüber, welche Silbe ihrer Meinung nach bei bestimmten tschechischen Namen zu betonen sei. Beim Französischen stößt sie allerdings mitunter an ihre Grenzen, wegen großer Faulheit in der Mittelstufe Gymnasium.

Darauf kann sie so richtig stolz sein:

"Woher haben Sie das denn?", "Was Sie alles wissen", "Nein, aber dass Sie ausgerechnet das ansprechen" ...schöne Reaktionen von (auch durchaus berühmten) Gesprächspartnern, die sich immer wieder wundern und freuen, wenn die Fragestellerin gut vorbereitet ist, weil das heutzutage offenbar keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Da entstehen oft schöne Momente, an denen hoffentlich auch die Hörer*innen Freude haben.

Ihre Superkraft bei der Arbeit:

Freude an der Arbeit und am Leben überhaupt. Und in früher Kindheit erworbene sprachliche und grammatikalische Kenntnisse, die sie befähigen, selbst den Genitiv zumeist korrekt anzuwenden.