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Die Nacht

Im Porträt "Jedes Tier zählt" – diese Bremerin rettet wildlebende Katzen

Autor/Autorin

  • Julia Bamberg
Eine Frau kniet und hat eine Katze auf dem Arm.
Schon als Kind hat Nina Blome hungernde Katzen gefüttert. Bild: Radio Bremen | Julia Bamberg

Es gibt Menschen, die brennen für etwas. Sie investieren viel Zeit in ehrenamtliche Arbeit – so wie Nina Blome. Ihr Herz schlägt für Katzen. Hauptberuflich ist sie Sozialpädagogin, aber in ihrer Freizeit engagiert sie sich für den Verein Katzenhilfe Bremen e.V.

Eine Frau steht vor einer Mauer und lächelt.

Lieblingsmensch Nina Blome engagiert sich für Katzen in der Region

Es gibt Menschen, die brennen für etwas – so wie Nina Blome. Ihr Herz schlägt für Katzen. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich für den Verein Katzenhilfe Bremen.

Bild: Radio Bremen | Julia Bamberg

Seit 1991 ist der Verein für wildlebende Katzen aktiv. Ihre Aufgaben sind vielfältig und ihr Hauptziel ist ein anderes, als man erst denkt: "Wir kastrieren hauptsächlich Streuner, um Nachwuchs zu verhindern", erzählt die 42-Jährige, die mittlerweile im Vorstand ist. Das bedeutet: die erste Aufgabe ist, die Streuner erst mal einzufangen. Und dann müssen sie nach der OP auch versorgt werden. Die etwa 15 Ehrenamtlichen der Katzenhilfe Bremen richten außerdem Futter- und Schlafstellen ein. Sie kümmern sich um ausgesetzte Katzen und sie sozialisieren und vermitteln wild geborene Jungtiere. Ein Engagement, das viel Zeit, Geduld und Geld verlangt. Ohne Spenden geht es nicht.

Eine Frau füttert Katzen.
Zuzeit pflegt Nina Blome zwölf Katzen bei sich zu Hause. Bild: Radio Bremen | Julia Bamberg

Auf Nina Blomes weitläufigen Grundstück gibt es aktuell zwei Katzenhäuser. In einem erholen sich die frisch kastrierten Katzen. Nach ein paar Tagen Erholung dürfen sie wieder zurück in die Freiheit. Für eine Katze ist es heute soweit. Nina Blome bringt sie zurück an ihre Futterstelle in einem Nachbarort.

Dort angekommen, warten bereits 20 andere Katzen auf Futter, das Nina Blome dosenweise im Kofferraum hat. Diese Katzen leben mitten in einem ländlichen Wohngebiet. Mittlerweile sind es so viele, dass sich die Menschen dort gestört fühlen. Also müssen alle eingefangen und kastriert werden. Die meisten Katzen beobachten das Ganze erst mal aus sicherer Distanz. Nina Blome strahlt bei der Fütterung Ruhe raus, um die wilden Katzen nicht zu stressen. Penibel achtet sie darauf, dass wirklich alle etwas bekommen. Auch die ganz scheuen.

Das kann einfach nicht sein, dass so was vor unserer Haustür passiert und es keinen interessiert.

Eine Frau steht vor einer Mauer und lächelt.
Nina Blome über ihr Engagement

Schon als Kind hat Nina Blome ihre tierliebe Ader entdeckt: "Mit sechs, sieben Jahren fing das an, dass ich mit meinen drei Mark Taschengeld Katzenfutter gekauft habe. Ich bin dann zu den Bauernhöfen gefahren und habe dort die Katzen gefüttert. Mir ist als Kind schon aufgefallen, dass die alle da so verhungert aussehen. So hat sich das fortgesetzt – bis jetzt. Ich habe gedacht: 'Das kann einfach nicht sein, dass so was vor unserer Haustür passiert und es keinen interessiert.'"

Sie ist total engagiert und kümmert sich seit Jahren um diese Katzen. Die haben ja keine Lobby.

Veterinärin Nicola Ohlmann über Nina Blome

Ohne tierärztliche Betreuung könnte die Katzenhilfe Bremen nicht arbeiten. In Tarmstedt unterstützt die Veterinärin Nicola Ohlmann die Arbeit von Nina Blome. Eine unglaublich wichtige Arbeit, wie die Tierärztin findet: "Sie ist total engagiert und kümmert sich seit Jahren um diese Katzen. Die haben ja keine Lobby. Die verrecken buchstäblich, wenn sich keiner kümmert. Sie vermehren sich wie Kaninchen in der Wildnis, sind nicht geimpft, nicht geschützt. Wenn es Menschen wie Nina nicht gäbe, wäre das noch alles viel schlechter."

Nina Blome macht immer weiter

Eine Frau kniet vor einem zaun und streichelt eine Katze.
"Letztendlich zählt jedes einzelne Tier", sagt Nina Blome. Bild: Radio Bremen | Julia Bamberg

In Deutschland gibt es keine generelle Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Die Länder dürfen selbst darüber entscheiden. Und oft überlassen sie es auch den Kommunen. Allerdings gibt es dann keine Kontrollinstanz. Verstöße müssen dem jeweiligen Ordnungsamt mitgeteilt werden, aber nicht immer gibt es Kapazitäten diesen auch nachgehen zu können. Auch wenn sich die Arbeit der Katzenhilfe Bremen manchmal anfühlt wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, Nina Blome macht weiter: "Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Aber wenn wir das nicht machen würden, wäre es noch viel schlimmer. Letztendlich zählt jedes einzelne Tier."

Noch mehr Lieblingsmenschen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 7. Januar 2023, 13:40 Uhr