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Niederdeutsches Hörspiel

Im Porträt Diese Oldenburgerin setzt sich für selbstbestimmtes Sterben ein

Autorin

Käthe Nebel
Aktivistin für ein selbstbestimmtes Sterben: Käthe Nebel. Bild: Radio Bremen | Julia Meichsner

Käthe Nebel findet: Jeder solle gehen können, wenn er oder sie das möchte. Damit auch Schwerstkranke die Möglichkeit dazu haben, engagiert sie sich für den assistierten Suizid.

Käthe Nebel
Käthe Nebel

Gesprächszeit "Ich will sterben, wenn ich das Leben satt habe" – Käthe Nebel

Käthe Nebel kämpft dafür, dass alle Menschen selbstbestimmt und schmerzfrei ihr Leben beenden können, auch mit der Unterstützung professioneller Sterbehelfer.

Bild: Radio Bremen | Julia Meichsner

Eine gute Freundin starb in Käthe Nebels Armen. Unheilbar krank, hatte sie Gift geschluckt und Käthe Nebel blieb bei ihr, bis sie nicht mehr atmete. "Sie ist so friedlich eingeschlafen, wie ein müdes Kind am Abend in seinem Bettchen."

Ich will dem Leiden aus dem Wege gehen – durch den Suizid.

Käthe Nebel über selbstbestimmtes Sterben

Käthe Nebel kennt das Sterben auch anders: Sie hat ihre Mutter gepflegt und dann jahrelang ehrenamtlich beim Ambulanten Hospizdienst in der Sterbebegleitung in Oldenburg gearbeitet. Sie erlebte, wie langwierig und schmerzvoll der Übergang vom Leben in den Tod sein kann und dass Sterbende diesem Schicksal oft hilflos ausgeliefert sind. Mindestens einmal hatte Käthe Nebel die diensthabende Ärztin gebeten, die Morphiumdosis zu erhöhen, um dem Leiden ein Ende zu setzen. Die Antwort: "Das darf ich nicht, sonst stirbt die Patientin."

So möchte sie nicht sterben, sagt Käthe Nebel, und so sollte auch niemand sterben müssen. Deshalb setzt sich die ehemalige Lehrerin für Hilfe beim selbstbestimmten Sterben ein.

Ich bin enorm frei als Mädchen und als Frau aufgewachsen.

Käthe Nebel darüber, wo sie ihre Kraft hernimmt

Käthe Nebel hat viel erlebt: Als 14-Jährige floh sie mit ihrer Mutter vor der Roten Armee nach Westen und landete in Oldenburg. Sie wurde Volkschullehrerin in Ahlhorn, war nie verheiratet. "Ich bin enorm frei als Mädchen und als Frau aufgewachsen", sagt sie; das sei die Wurzel ihrer Antriebkraft. Seit Jahrzehnten setzt sie sich ein für mehr Tierwohl, mehr Gleichberechtigung, gegen die Atomkraft und für ein selbstbestimmtes Sterben. Denn ihrer Meinung nach sollte man gehen können, wenn man möchte. Und es sollte möglich sein, sich bei diesem letzten Schritt professionellen Sterbehelfern unterstützen zu lassen. "Ich will sterben, wenn ich das Leben satt habe", erklärt sie.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 24. Juni 2022, 18:05 Uhr