Im Porträt Caroline Peters zeigt ihre Theaterleidenschaft nun auf der Leinwand

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Porträt von Caroline Peters
Die Schauspielerin Caroline Peters Bild: dpa | Patrick Pleul

Mit der Serie "Mord mit Aussicht" hat sich Caroline Peters in die Herzen von Millionen Fernsehzuschauern gespielt. Nun ist der Publikumsliebling in einem neuen Kinofilm zu sehen: In "Die Unschärferelation der Liebe" spielt sie eine impulsive, notorisch lügende Schulsekretärin, die auf einen überkorrekten und wahrheitsliebenden Metzgermeister trifft.

Porträt von Caroline Peters

Gesprächszeit Das war für mich schon eine starke Regie – Caroline Peters

Caroline Peters wurde mit "Mord mit Aussicht" zum Publikumsliebling, nun spielt sie eine Hauptrolle im Kinofilm "Die Unschärferelation der Liebe".

Bild: dpa | Patrick Pleul

2008, als die Krimiserie zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, war Caroline Peters längst ein gefeierter Bühnenstar an der Berliner Schaubühne und am Wiener Burgtheater. Seit vielen Jahren schon pendelt die Schauspielerin zwischen beiden Städten: "Ich fahre jetzt immer mit dem Zug, was tatsächlich Spaß macht, weil es eine so wahnsinnig schöne Strecke ist und das immer wie so ein Urlaubstag zwischen intensiven Arbeitstagen ist."

Jetzt wird jeder Physiker verrückt werden, wenn er das hört, aber das ist eben Heisenberg für Leute wie mich.

Sagt Caroline Peters über das Kernthema des Stücks "Heisenberg" von Simon Stephens.

Wenn sie in Berlin ist, dann vermisst sie allerdings das gute Wiener Essen und den guten Wein. Darauf verzichten musste sie auch während der Dreharbeiten zum neuen Kinofilm, in dem Caroline Peters nun zu sehen ist, denn "Die Unschärferelation der Liebe" spielt überwiegend in Berlin. Hier begegnen sich Greta und Alexander an einer Bushaltestelle. Greta, eine exaltierte Vielrednerin mit Hang zum Lügen, gibt dem zurückgezogen lebenden vierzig Jahre älteren Alexander unvermittelt einen Kuss in den Nacken. Ein Impuls, der in der "Unschärferelationstheorie" des Physikers Werner Heisenberg eine Rolle spielt, wenn sich zwei Teilchen begegnen und der Grund dafür, weshalb Messungen in der Regel unscharf bleiben. "Jetzt wird jeder Physiker verrückt werden, wenn er das hört, aber das ist eben Heisenberg für Leute wie mich.", sagt Caroline Peters über die Verfilmung des Stücks "Heisenberg" von Simon Stephens. Man kann es auch so sagen: Das Leben ist unberechenbar.

Von der Bühne auf die Leinwand

Regisseur Lars Kraume hat das Theaterstück "Heisenberg" des britischen Autors Simon Stephens verfilmt, mit dem die Hauptdarsteller Caroline Peters und Burghardt Claußner auch schon zusammen am Schauspielhaus Düsseldorf auf der Bühne standen: "Wir haben das in einem sehr großen Saal gespielt in Düsseldorf und wirklich oft, ich glaube 50 oder 60 Mal und es war immer ausverkauft. Aber irgendwie hatten wir das Gefühl, man könnte das noch weitertragen als diesen Rahmen."

Wir verstehen uns inzwischen als eine Galerie für Fotografie im Postkartenformat.

Caroline Peters zweite Leidenschaft ist ihr Wiener Ladengeschäft.

Das Theater hat Caroline Peters schon sehr früh begleitet: Als Achtjährige war sie fasziniert von einer russischen Aufführung der Dreigroschenoper, gespielt von einer Moskauer Theatergruppe auf Gastspielreise. Nach Abschluss der Schauspielschule in Saarbrücken folgte 1995 das erste Engagement an der Berliner Schaubühne. Berlin ist die Schauspielerin seitdem sehr verbunden. Aber was sie – außer dem Burgtheater – immer wieder nach Wien zieht: ihr Lebensgefährte Frank Dehner und ihr gemeinsamer Laden für künstlerisch gestaltete Postkarten und Fotoserien. "Wir verstehen uns mittlerweile als Galerie für Fotografie im Postkartenformat." Die Motive stammen von Fotografinnen und Fotografen aus der Modebranche, der Filmindustrie oder bildenden Kunst. "Da suchen wir gemeinsam Motive aus, die sich auf dem sehr beengten Format – Die Postkarte – trotzdem zeigen und ausdrücken und was hinterlassen."

Hinter dieser Idee steht aber auch: Menschen dazu zu animieren, sich wieder Postkarten zu schreiben: "Wir verlängern den Augenblick, den es bei Instagram hat.", sagt Peters, denn für sie ist klar: "Eine Postkarte, das ist eine kulturelle Leistung."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 29. Juni 2023 18:05 Uhr

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