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Sendetermin:

6. Mai 2023 um 19:00 Uhr

Sendereihe:

Sounds

Sängerin Izo Fitzroy vor einem grünen Hintergrund
Izo Fitzroy Bild: Kenny McKracken

Izo Fitzroy

Die Pianistin und Songschreiberin Izo Fitzroy aus London ist eine feinfühlige Sängerin, die etwas zu sagen hat. Sie thematisiert die Rolle der Frau auf ihrem Album "A Good Woman". Was macht eine gute Frau aus, fragt sie sich im Titelsong und kommt zu dem Schluss: Die Gesellschaft ist noch nicht bereit und drängt die Frau in traditionelle Rollen. Wir Frauen sind weit davon entfernt, selbstbestimmt und emanzipiert zu sein. "A Good Woman" erzählt die Geschichte von Izo Fitzroy. Mit dem ersten Song beginnt eine Reise voller Selbstzweifel. Doch langsam verarbeitet sie ihre Enttäuschungen und erlebt auch schöne Moment wie etwa im Song "Small Mercies" – ein emotionaler Höhenflug! Geboren und aufgewachsen ist Fitzroy in einem musikalischen Haus. In der ganzen Familie spielt Musik eine große Rolle. Sie fängt früh mit dem Klavierspiel an und singt in einem Gospelchor. Anfang 20 startet sie eine Karriere als professionelle Sängerin. Seit ihrem Debütalbum "Skyline" beschäftigt Fitzroy sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen wie etwa den Auswirkungen der Erderwärmung oder wendet sich gegen die zunehmende Polarisierung und den sich ausbreitenden Hass. Wir stellen Fitzroy und ihr neues Album vor.

Der Deutsche Jazzpreis

Michael Mayo
Michael Mayo Bild: Shervin Lainez

Am 27. April wurde im Bremer Metropol Theater der Deutsche Jazzpreis 2023 vergeben – inklusive Konzertabend. Auf der Bühne waren der letztjährige Gewinner in der Kategorie Künstler International Michael Mayo, der 2022 nicht zur Preisverleihung kommen konnte. Er hat von seinem Sieg hoch in den Lüften erfahren.

Ich war gerade im Flugzeug, als ich jede Menge Glückwunschnachrichten bekommen habe. Ich konnte es gar nicht glauben.

Michael Mayo

Nun konnte er eine Auswahl an Songs seines Albums "Bones" in Bremen vorstellen, für die er dank seiner akrobatischen Vokalkunst ausgezeichnet wurde.

Nominiert, aber leer ausgegangen ist die Schlagzeugerin Anika Nilles aus Mannheim, die dafür aber mit ihrer Band Nevell ihr Talent auf der Bühne zeigen konnte. Nilles liebt Fusion-Jazz, in ihren Songs dominieren schnelle Keyboardläufe und von Quintolen geprägte Schlagzeugbeats. Sie hat den Konzertabend am 27. April eröffnet. Zu guter Letzt spielte Natalie Greffel, die in der Kategorie "Vokal National" den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Jazzpreis gewinnen konnte. Auf der Bühne thematisierte sie den Rassismus im Jazz sowie die Entwurzelung vieler afrikanisch-stämmiger Menschen, die in Europa leben. Ihre Mutter stammt aus Mosambik, Greffel ist aber in Dänemark groß geworden. Ein Stück war ihrer Mutter gewidmet, die auch im Saal war.

Bevor der Konzertabend im Anschluss von 22-24 Uhr in Sounds in Concert ausgestrahlt wird, stellen wir hier in Sounds die drei Künstlerinnen und Künstler, die den Abend gestaltet haben noch einmal vor.

Altin Gün

Bandfoto von "Altin Gün", einer türkischen Psychedelic-Rock-Band aus Amsterdam
Die Band Altin Gün Bild: Bongo Joe

Altin Gün ist eine Band aus den Niederlanden und der Türkei, die anatolische Folksongs und Popmusik der 70er Jahre auf eigene Art neu vertont. Und eigentlich ist es eine Castingband. Der Bassist Jasper Verhulst ist ein leidenschaftlicher Sammler alter Schallplatten von türkischen Künstlern wie Erkin Koray, Selda Bağcan oder Barış Manço – und deren Musik wollte er neu interpretieren. Per Kontaktanzeige fand er zum einen den Saz-Spieler, Keyboarder und Sänger Erdinç Ecevit Yıldızund Sängerin und Keyboarderin Merve Daşdemir. Ergänzt durch Daniel Smienk, Chris Bruining und Thijs Elzinga wurden sie zu Altin Gün, was übersetzt Goldener Tag bedeutet. Ihre Musik ist voller tanzbarer und psychedelischer Grooves, sie nennen es: Psychedelic Anatolian Folk Rock. Ihr neues Album heißt Aşk, was Liebe bedeutet und wartet mit einer breiten Klangpalette auf. Wir tauchen ein in Altin Güns Anadolu-Rock.

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Der Morgen mit Tom Grote

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