Die Morgenandacht Herzlichen Dank, Mutter Maria!

Birgit Hosselmann

Die Morgenandacht Herzlichen Dank, Mutter Maria!

Zum heutigen Muttertag sagt Pastoralreferentin Birgit Hosselmann der Gottesmutter Maria herzlich Danke – für ihr Leben an Jesu Seite.

Bild: Katholischer Gemeindeverband Bremen

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Zum heutigen Muttertag sagt Pastoralreferentin Birgit Hosselmann der Gottesmutter Maria herzlich Danke – für ihr Leben an Jesu Seite.

Heute ist ein besonderer Tag: der Muttertag. Er stammt vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Vor gut hundert Jahren hängten sie Plakate mit dem Slogan auf: "Ehret die Mutter". Und womit geht dies für die Inhaber von Blumengeschäften am besten? Natürlich mit Blumen. In Schieflage geriet der Muttertag in der Zeit der Nationalsozialisten. Sie verknüpften ihn mit der Idee der germanischen Herrenrasse. Eine Mutter mit besonders vielen Kindern bekam seit 1939 das "Ehrenkreuz der Deutschen Mutter".

Gott sei Dank ist diese Art der Ehrung lange passé! Heute steht der Kommerz im Vordergrund. An die Mutter wird in allen möglichen Variationen gedacht – alles, was sie so an Deko und Verwöhn-Elementen gebrauchen kann. Meiner Mutter war es immer wichtig, dass wir an sie denken, ihr gratulieren – mehr wollte sie nicht. Keine großartigen Blumensträuße, keine Deko-Artikel oder anderes Gekauftes. Eigentlich wollte sie nur in ihrer Arbeit, in ihrem Tun, in ihrer Liebe für uns gesehen werden. Ein Danke, ein Ich-hab-Dich-lieb hören. Eigentlich nicht schwer, oder? So einen Dank hat jeder verdient, der sich für andere einsetzt.

Wenn ich nun auf die Gottesmutter Maria schaue, wird es noch einmal spannend. Maria wird mir persönlich immer sympathischer. Mein Fokus liegt dabei nicht auf "Maria, die voll der Gnade ist", die "süßlich gen Himmel schaut" und "alles im Herzen bewahrend" wortlos ihr Dasein fristet. Für mich ist Maria eine Schwester im Glauben, die viel durchgemacht hat: Als junge Frau wird sie gefragt – nein, es wird ihr mitgeteilt, dass sie die Mutter Jesu werden soll. Der Mann, der ihr Ehemann werden sollte, wird ebenso vor vollendete Tatsachen gestellt. Doch im Traum wird er zum Bleiben bewegt. Sonst wäre er weggewesen, und Maria eine alleinerziehende Frau. Schon vor der Geburt ihres Sohnes hätte sie tief im Schlamassel gesteckt…

Und dieser Weg geht weiter: Die Geburt im Stall, dann die Flucht. Und als der Junge gerade sieben Jahre alt ist, geht er schon seine eigenen Wege. Als Jesus erstmals öffentlich bei der Hochzeit zu Kanaan auftritt, steht er auch nicht offen zu ihr: „Was willst Du von mir, Frau?“ ist seine barsche Frage – der eigenen Mutter gegenüber. So geht der Weg weiter, bis unter das Kreuz. Egal, was ist: Maria ist an Jesus Seite. Sie macht alles mit, sie hält alles aus. Sie liebt ihren Sohn einfach.

Für all das, was sie ausgehalten hat, für all das, was sie gemacht hat, möchte ich ihr heute Danke sagen! Danke, Maria, dass Du so taff warst, dass Du so mutig an Jesus Seite warst. Ich hoffe, dass Du selbst bei starken Frauen und Männern Gehör gefunden hast. Und das wünsche ich allen, die als Mütter und Väter viel machen, viel aushalten, viel lieben: dass Sie auch starke Menschen an Ihrer Seite haben, dass mal jemand Danke sagt – und damit zeigt: Wie schön, dass es Dich in meinem Leben gibt. Danke!

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