Wir trauern um Renate Wolter-Seevers

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Renate Wolter-Seevers sitzt auf einem Zuschauerplatz im Sendesaal Bremen
Tonmeisterin Renate Wolter-Seevers. Bild: Sigrun Strangmann

Unsere Kollegin Renate Wolter-Seevers war eine der erfolgreichsten Tonmeisterinnen Deutschlands. Sechs Mal war sie für den Grammy nominiert, 2015 hat sie ihn bekommen. Nun ist Renate Wolter-Seevers überraschend im Alter von 63 Jahren verstorben.

Renate Wolter-Seevers sitzt auf einem Zuschauerplatz im Sendesaal Bremen

Wir trauern um Renate Wolter-Seevers

Renate Wolter-Seevers' langjähriger Kollege und Wegbegleiter Wolfgang Stapelfeldt erinnert an sie.

Bild: Sigrun Strangmann

Unsere Kollegin Renate Wolter-Seevers ist gestorben. Für uns alle in der Musikredaktion und der gesamten Redaktion von Bremen Zwei ist das ein großer Schock, mit dem nicht leicht umzugehen ist. Wir sind fassungslos und traurig. Renate war seit bald vierzig Jahren als Tonmeisterin für Radio Bremen tätig und hat unzählige Mitschnitte und Produktionen auf höchstem Niveau geleitet. Auch außerhalb des Hauses wurde sie für ihre Arbeit hochgeachtet. Musiker und Musikerinnen aus den verschiedensten Bereichen und Ländern haben Renate so sehr geschätzt.

Das Bremer Musikleben verdankt ihr unzählige Mitschnitte von Konzerten der beiden großen Bremer Orchester, des Musikfests Bremen und anderer Künstlerinnen und Künstler. Für uns in der Redaktion war ihre Expertise eine enorme Bereicherung. Mit großem Ernst, hoher Sensibilität, auch streitbar, aber immer voller Begeisterung hat sie sich für die Musik in ihren Facetten eingesetzt. Gab es mal Schwierigkeiten, gab es Lösungen. Das wird unglaublich fehlen!

Renates besondere Liebe galt der Alten Musik. Ihre Festivals "Musicadia" und "Harmonien der Welt" waren spannende und interessant konzipierte Konzertreihen jenseits des Mainstreams, die einen neuen Blick auf Altes ermöglicht und regelmäßig großartige Musikerinnen und Musiker präsentiert haben.

Auch als Produzentin hat Renate Maßstäbe gesetzt als überaus erfolgreiche Rundfunk-Tonmeisterin. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem renommierten Boston Early Music Festival führte zu insgesamt sechs Grammy-Nominierungen. Einmal konnte sie die begehrte Trophäe sogar mit nach Bremen nehmen und wir haben sie stolz betrachtet. Gerade hat sie noch eine Aufnahme mit dem amerikanischen Ensemble umgesetzt. Neben der hohen technischen Qualifikation zeichnete Renate vor allem auch der kluge Umgang mit den sehr unterschiedlichen Künstlerinnenpersönlichkeiten aus: ihre hohe Wertschätzung für deren Arbeit und das gemeinsame Ringen um die bestmögliche Qualität führten zu zahlreichen weiteren Auszeichnungen wie dem französischen Diapason d'or, dem Midem Classical Award oder dem Deutschen Schallplattenpreis.

Wir haben mit Renate immer in die Zukunft und auf weitere Projekte geblickt. Das ist jetzt auf einmal vorbei. Wir sind Renate Wolter-Seevers zutiefst dankbar für all das, was wir gemeinsam an musikalischen Abenteuern erlebt haben und für das, was sie der Musikwelt und Radio Bremen geschenkt hat. Und wir denken an ihre Familie voller Mitgefühl.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 30. August 2022, 07:35 Uhr

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