Ausstellung Bernhard Hoetger: "Zwischen den Welten"

Bernhard Hoetger, Lee Hoetger, 1913, Bronze, Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen
Bernhard Hoetger, Lee Hoetger, 1913, Bronze, Museen Böttcherstraße, Bremen Bild: Museen Böttcherstraße | Mel Schütt

In diesem Jahr feiert Worpswede den 150. Geburtstag von Bernhard Hoetger (1874-1949) mit der umfassenden Ausstellung "Bernhard Hoetger. Zwischen den Welten".  Schon zu Lebzeiten war der Bildhauer, Kunsthandwerker und Architekt ein gefeierter wie stark umstrittener Künstler. Dies zeigen die Worpsweder Museen an drei Standorten in der Zeit vom 17. März bis 3. November 2024.

Der Ausgangspunkt der Ausstellung ist im Barkenhoff. Hier werden die frühen Jahre Hoetgers als Bildhauer in Paris (1900 bis 1907) gezeigt. Dazu findet eine Gegenüberstellung mit dem Werk Heinrich Vogelers (1872 bis 1942) statt, in der Parallelen und Unterschiede zwischen diesen beiden Künstlerpersönlichkeiten beleuchtet werden.

Ein weißes T-Shirt mit der schwarz unterlegten Aufschrift "Wasted Hitler Youth" hängt vor auf einem knallroten Rollo.
Mit "Wasted Hitler Youth" (textiles Wandobjekt, 2023) setzt die Künstlerin Julia Kiehlmann Hoetgers Werk und Wirken in einen aktuellen Kontext. Bild: Julia Kiehlmann | Julia Kiehlmann

Die Große Kunstschau, von Bernhard Hoetger selbst erbaut, ist der Hauptschauplatz der Ausstellung. Sie zeigt seine weitere künstlerische Entwicklung, die ihn 1914 nach Worpswede führte. Hier entwickelte er seine Vision eines lebendigen Künstlerdorfs, die den Ort bis heute prägt und Hoetger selbst zur bestimmenden Worpsweder Künstlergestalt der zwanziger Jahre machen sollte.
Doch er war auch stark umstritten: Da er sich den Nationalsozialisten andiente, steht seine Kunst bis heute "Zwischen den Welten". Derartige Widersprüchlichkeiten prägen auch unsere Zeit. Daher greift die Große Kunstschau sie auf und stellt Hoetgers Werke in einen zeitgenössischen Dialog. Die junge Künstlerin Julia Kiehlmann präsentiert Arbeiten, die Fragen unserer heutigen Zeit aufgreifen und Hoetgers Vermächtnis in einen aktuellen Kontext setzen.

Trotz aller Gegensätze war Hoetger ein maßgeblicher Impulsgeber für den Künstlerort. Daher widmet sich die Worpsweder Kunsthalle der bislang wenig beachteten Malerei in seinem Werk und untersucht deren Einfluss auf die expressionistische Malerei der 1920 Jahre.

Die Ausstellung wird präsentiert von Bremen Zwei.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 14. März 2024, 06:55 Uhr

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