Die Morgenandacht Die Letzten werden die Ersten sein!

Frank Mühring

Die Morgenandacht Die Letzten werden die Ersten sein!

Den Letzten beißen die Hunde. Eine Lebensweisheit, die in unserer Gesellschaft gang und gäbe ist. Die Verlierer haben das Nachsehen. Biblisch gesehen könnte sich das alles umdrehen. Eine interessante Vision!

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Den Letzten beißen die Hunde. Eine Lebensweisheit, die in unserer Gesellschaft gang und gäbe ist. Die Verlierer haben das Nachsehen. Biblisch gesehen könnte sich das alles umdrehen. Eine interessante Vision, meint Pastor Frank Mühring.

"Die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten Letzte." Ein Freund von mir, der in der Politik tätig ist, sagt: "Das ist für mich der schönste Satz des Neuen Testaments." Weil diese Botschaft so anders klingt als üblich. Sonst heißt es doch: "Den Letzten beißen die Hunde." Die biblische Vision, dass die Letzten zu Ersten werden können und umgekehrt, inspiriert meinen Freund. Er sagt: "Wenn das so ist, dann wird es immer Hoffnung geben.2 Dann ist nichts in Stein gemeißelt. Die Großen und Einflussreichen, die das Glück für sich gepachtet haben, sind vielleicht schon morgen nicht mehr die Sieger. Und für die, die immer zu kurz kommen und oft die Verlierer sind, ist das Spiel noch nicht zu Ende. Sie können zum Schluss doch noch Gewinner sein.

"Die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten Letzte." Der Satz stammt aus einem Gleichnis, das Jesus erzählt. Darin geht es um die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Ein Arbeitgeber sucht Arbeiter für seinen Weinberg. Der Tageslohn wird mit einem Silbergroschen festgelegt. Der Tarif ist in Ordnung und die Ersten machen sich früh um 6 Uhr ans Werk. Da aber die Ernte reichlich ist, braucht der Weinbergbesitzer mehr Kräfte. Er geht immer wieder auf den Markt, um neue Leute anzuheuern. Um 9 Uhr noch einmal , um 12 Uhr und um 15 Uhr. Selbst als der Arbeitstag fast zu Ende ist, um 17 Uhr Stunde, stellt er noch ein paar Letzte ein.  

Schlag 18 Uhr ist Lohnauszahlung. Die Letzten bekommen den verabredeten Silbergroschen, einen prima Stundenlohn. Die Ersten, die seit dem frühen Morgen rackern, denken sich: Dann werden wir wohl einen ordentlichen Zuschlag bekommen. Pustekuchen. Alle bekommen das, was ihnen versprochen wurde. Einen Silbergroschen. Die übliche Moral: "Wer viel arbeitet, verdient auch viel" wird durchbrochen. Nicht wann man gekommen ist, zählt, sondern dass man dabei gewesen ist. Wie dieser Weinbergsbesitzer, so ist Gott: Großzügig, gnädig, mit einem weiten Herzen für alle. Gerade für die am Ende der Schlange.         

Das Erste manchmal zu Letzten werden, und die Letzten zu Ersten, ist keine Feststellung. Sondern ein Satz des Glaubens. Unser Glaube kann die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Wer wie Jesus denkt, hat Hoffnung. Jeden Tag kann sich etwas tun. Es geht mal rauf und mal runter. Das Leben liegt offen vor dir.

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