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Der Sonntagnachmittag mit Wolfgang Rumpf

Die Morgenandacht Gottesdienst

Uwe Cassens
Uwe Cassens

Die Morgenandacht Gottesdienst

Ein Promi sagt in einem Interview, er sei zwar religiös, renne aber nicht jeden Sonntag in die Kirche. Pastor Uwe Cassens hat mehr als eine Idee, warum der Gottesdienst eine gute Sache ist.

Bild: Bremische Evangelische Kirche

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"Sind sie eigentlich religiös?" fragte die Journalistin den Prominenten. "Ja, ich glaube an Gott", war die Antwort. Ich dachte noch: "Wie sympathisch" – da schob der Prominente noch den Nachsatz hinterher: "Aber ich renne nicht jeden Sonntag in die Kirche!"
Ach ja – "in die Kirche rennen". Kennen Sie den Ausdruck auch? Eine furchtbare Redensart ist das. Ich finde, sie drückt so eine Geringschätzung aus.Man könnte ja auch sagen: "Ich gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche". Oder: "Ich besuche nicht regelmäßig den Gottesdienst". Aber wer sagt "ich renne diesem oder jenem nicht hinterher", will damit wohl zum Ausdruck bringen: "Ich bin kritisch genug und erkenne genau, wer mich über den Tisch ziehen will."

Da hab' ich was in der Bibel gelesen: Der Apostel Paulus hat mal ein erstaunliches Geständnis zu Papier gebracht. Er schreibt: "Es ist ja nicht so, dass ich in Sachen Glauben schon alles begriffen hätte. Ich jage ihm aber nach." In die Kirche gerannt ist Paulus auch nicht. Aber bei dem Versuch, die Sache mit Jesus Christus immer besser zu verstehen – da hat er Tempo gemacht. Das heißt: er hat sich Mühe gegeben und ein bisschen Arbeit investiert.

Darum geht’s: sich informieren - das Gespräch suchen - mal ausprobieren, wie das so ist, wenn man Gottesdienst feiert. Tempo aufnehmen. Dann kann man auch urteilen. Und manchmal liefert der Gottesdienst sogar den Impuls, der das Leben umkrempelt: Ein Mann, der seit einem Jahr zu meiner Gemeinde gehört, und vorher nie eine Kirche von innen gesehen hat, hat mir erzählt, wie das bei ihm mit dem Glauben anfing. Freunde hatten ihn zum Gottesdienst eingeladen. Aus Gefälligkeit ist er mitgekommen. Zuerst fand er das alles nicht besonders fesselnd. Aber dann – so erzählte er mir – hat ihn ein Satz getroffen wie ein Blitz. Ein Bibeltext war das. Und er hatte den Eindruck: dieser eine Satz deutet mein Leben, sagt mir, wie ich bin, und zeigt mir einen Weg.

Welcher Satz das war, wollen sie wissen? Ach, das ist nicht so wichtig. Für sie kann es ja ein ganz anderer sein. Aber so ist das mit Sätzen aus der Bibel: Sie treffen immer wieder mal mitten ins Leben hinein, werden so zum Wort Gottes. Nächsten Sonntag ist wieder Gottesdienst. Gehen Sie mal! Und wenn sie früh genug losgehen, müssen sie nicht mal rennen.

Autor/Autorin

  • Uwe Cassens