Max Bronski erhält den Radio Bremen Krimipreis 2023

Unter dem Pseudonym Max Bronski veröffentlicht der Autor seit 2006 Kriminalromane, so auch die Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec.

Ein Mann steht auf dem Dach eines Hochhauses und lehnt an einem Schornstein.
Franz-Maria Sonner aka Max Bronski erhält den Radio Bremen Krimipreis 2023 Bild: Peter Frese

"Max Bronski gelingt es einerseits alltägliche, aber andererseits sehr außergewöhnliche Figuren zu schaffen", urteilt die Jury: "Dabei stellt der Autor sich kompromisslos auf die Seite der schwächeren, ausgegrenzten und zutiefst menschlichen Grenzgänger." Die Jury lobt zudem Bronskis klare und schnörkellose Sprache, die dennoch voller Humor ist und von einer zärtlichen Zuneigung zu seinen Figuren zeugt.

In Bronskis neuestem Roman "Urs der Berserker" muss Hotelier Urs Zobel, der trotz widriger Umstände sein glückliches kleines Biotop in der Münchner Schillerstraße pflegt, gleich mehrere Grenzerfahrungen durchleben, um am Ende zu sich zu finden.

Das sagt die Jury

"Ob der Antiquitätenhändler Gossec, der scheintote Oskar, der in einem Leichenwagen durch München fährt, oder der Hotelier Urs, der das kleine Hotel Swiss betreibt – Bronski lässt seine (Anti-)Helden oft unwirkliche Situationen erleben, seine Figuren an Grenzen stoßen und letztendlich über sich hinauswachsen. Mit seinem Thriller 'Halder' um den fiktiven Verfassungsschutzpräsidenten Kurt Halder überschreitet Bronski thematisch und räumlich Grenzen. In nur wenigen Stunden, auf einer Dienstfahrt zwischen Köln und München, nimmt Bronski das Innenleben des rechten Ideologen auseinander und zwingt ihn letztendlich, Farbe zu bekennen", so die Jury.

Max Bronski

Der Krimiautor Max Bronski vor einem Bücherregal
Franz-Maria Sonner alias Max Bronski Bild: Monika Stein

Unter dem Pseudonym Max Bronski veröffentlicht der Autor seit 2006 Kriminalromane, u.a. die Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec. Für sein Buch "Oskar" erhielt er 2019 den Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres.

Geboren wurde er 1953 in Tutzing als Franz-Maria Sonner, studierte Soziologie und Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München, produziert elektronische Medien und Hörbücher, ist mit der Max Bronski Band auch musikalisch unterwegs und schreibt Hörspiele und Romane. Zuletzt erschien unter seinem eigentlichen Namen Franz-Maria Sonner 2005 "Das gute Leben“. Er lebt in Hannover und München.

Preisverleihung am 5. Oktober

Radio Bremen verleiht den Radio Bremen Krimipreis an Max Bronski am 5. Oktober 2023 erstmalig im Kleinen Haus des Theater Bremens. Tickets sind ab 1. September beim Theater Bremen zum Preis von 10 Euro erhältlich. Den Mitschnitt der Veranstaltung sendet Bremen Zwei am Dienstag, 10. Oktober, von 21:05 bis 22 Uhr.

Radio Bremen Krimipreis

Mit dem Radio Bremen Krimipreis zeichnet Radio Bremen seit 2001 herausragende Kriminalliteratur-Autorinnen und Autoren aus. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und zählt zu den renommiertesten Krimipreisen in Deutschland. Die Jury des Preises besteht aus den Radio-Bremen-Krimiexpertinnen Jutta Günter, Martina Bittermann und Ziphora Robina.

Der Radio Bremen Krimipreis

Verliehen wird der Preis im Rahmen der Radio-Bremen-Kriminacht. Diese Gala steht seit 2015 jedes Jahr unter einem gesellschaftlich relevanten Oberthema. Neben dem Preisträger beziehungsweise der Preisträgerin werden zwei oder drei weitere Krimi-Schriftsteller eingeladen, die Kriminalliteratur zu vergleichbaren Themen geschrieben haben. Neben gemeinsamen Diskussionsrunden lesen die Autorinnen und Autoren aus ihren Werken. Abgerundet wird die Gala durch Live-Musik. Die Radio-Bremen-Kriminacht ist ist in der Regel der Höhepunkt des mehrtägigen Bremer Krimifestivals "Prime Time – Crime Time".  Es wird seit 1997 einmal jährlich in Bremen veranstaltet.

Chronologie der Preisträger des Radio-Bremen-Krimipreises

2001: Friedrich Ani
2002: Frances Fyfield
2003: Anne Chaplet (Cora Stephan
2004: Åke Edwardson
2005: Veit Heinichen
2006: Polina Daschkowa
2007: Oliver Bottini
2008: Gianrico Carofiglio
2009: Stefan Slupetzky
2010: Arne Dahl
2011: Elisabeth Herrmann
2012: Kate Atkinson
2013: Jörg Maurer
2014: Zoë Beck
2015: Merle Kröger      
2016: Liza Marklund
2017: Simone Buchholz
2018: Tom Hillenbrand
2019: Lizy Cody
2020: Jan Costin Wagner
2021: Anne Holt
2022: Åsa Larsson
2023: Max Bronski

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