Die Morgenandacht Entdeckungen beim Aufräumen

Birgit Hosselmann

Die Morgenandacht Entdeckungen beim Aufräumen

Der Frühling ist für Birgit Hosselmann die Zeit fürs Aufräumen. Dabei hat sie einiges entdeckt: alte Briefe, Bücher mit Widmung – und einen Engel.

Bild: Katholischer Gemeindeverband Bremen

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Der Frühling ist für Birgit Hosselmann die Zeit fürs Aufräumen. Dabei hat sie einiges entdeckt: alte Briefe, Bücher mit Widmung – und einen Engel.

Für mich ist der Frühling die Zeit des Aufräumens und Hausputzes – mal in alle Ecken schauen, mal alles saubermachen – und das eine oder andere aussortieren. Wer aufräumt, der findet auch das eine oder andere, was überrascht. Da tauchen Erinnerungen, alte Gegenstände, alte Bilder – in ausgedruckter Form – noch einmal auf, da erinnert man sich noch einmal an die eigene Kindheit, an die Jugend, die Hochzeit – an ein besonderes Fest oder Erlebnis. Vielleicht findet man auch noch eine Notiz über das, was man schon lange erledigt haben wollte – und immer noch nicht geschafft hat …

So ein Sichten von Erinnerungen kann ganz unterschiedliche Gefühle hervorrufen: Freude, Trauer, Sehnsucht, Enttäuschung, Wut, Liebe – oft auch ein Gefühl von Dankbarkeit. Vor kurzem habe ich noch ein paar alte Briefe meines Vaters in der Hand gehabt. Nun geht es ihm nicht gut – und ich bin dankbar für das, was er mir geschrieben hat, für dieses Zeugnis seiner Liebe – unserer Beziehung, bei dem auch meine Mutter nicht fehlt. Über alte Fotos, auf denen ich als 16jährige eine Dauerwelle in langen Haaren trage, muss ich lachen. Zwar war das damals top-modern, aber das war ich nicht. Die Löwenmähne passte einfach nicht zu mir.

Und beim Bücheraussortieren fallen mir die verschiedenen Widmungen auf, die mir freundliche Menschen geschrieben haben. So freue ich mich nicht nur über ihre lieben Worte, sondern denke auch an sie. Dabei ertappe ich mich auch, dass es zu einigen gar kein Kontakt mehr gibt. Schade. Da gibt es auch noch mein "erstes Paar Schuhe", die mir wieder in die Hände gefallen sind. Auch wenn ich es nicht mehr weiß, denke ich an meine Mutter, die sich immer darum gekümmert hat, dass ich gute Schuhe trage und somit gut durchs Leben laufe… Und da gibt es noch einen kleinen roten Glasengel, der einen gelben Strahlenkranz hat. Dieser Engel erinnert mich an einen guten Freund – gerade in diesen Tagen. Wenn die Morgensonne durch das Fenster scheint, strahlt mir dieser Engel entgegen. Und ich weiß, dieser Freund meint es gut mit mir. Er schickt mir durch den Engel Gottes Segen.

Wenn ich so die verschiedenen Erinnerungsstücke anschaue und in den Händen halte, fällt mir auf, dass mich viele Menschen in meinem Leben bisher begleitet haben. Die meisten meinten es gut mit mir. Da gibt es Freundschaftsbekundungen, da gibt es handfeste Zeichen von Wertschätzung, von Freundschaft und Liebe. Dafür bin ich dankbar, ich weiß mich begleitet – geborgen. Danke!
Vielleicht öffnen Sie heute ja auch eine Schublade, einen Schrank oder eine Kiste, die hinten im Kleiderschrank verborgen steht, und erinnern sich auch… Viel Freude dabei!

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  • Birgit Hosselmann

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