Die Morgenandacht Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit

Morgenandacht

Die Morgenandacht Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist ein hehres Ziel, meint Pastor Timm Lohse. Aber schwer zu erreichen vor dem Hintergrund von Partei- und Regierungsbefindlichkeiten er Menschen.

Bild: Radio Bremen

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Leiblicher Hunger und Durst quälen den Körper, den Geist, die Seele. Vor Hunger nicht einschlafen können, macht wahnsinnig. Und wenn unter Durst die Kehle vertrocknet, dann schwinden die Lebensgeister. Jesus nimmt in der – nach dem Matthäusevangelium – vierten Seligpreisung diese starken Bildworte auf und verknüpft sie mit dem Verlangen nach Gerechtigkeit. Dass es gerechter zugeht unter den Menschen, ist ein frommer Wunsch, der sich in vielen Partei- und Regierungsprogrammen wiederfinden lässt. Wenn sich jedoch Gerechtigkeit ausrichtet an dem, was nach dem Maß Gottes recht und damit wirklich gerecht ist, dann ist das nicht mit frommen Wünschen, programmatischen Reden und ausgewogenen Kompromissen zu haben. Nur der radikale, elementare Einsatz, der an die Substanz geht, wird es richten, dass Gottes gerechte Maßstäbe Wirklichkeit werden.

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit. An diesem Hunger und Durst sind Menschen elendig zu Tode gekommen: in braunen, roten, schwarzen und weißen Herrschaftssystemen. Wer unbeirrt festhält an dem, was Gott recht ist, ist unversehens dem Frontalangriff der allgemein üblichen und herrschenden Meinung ausgesetzt. Bisweilen steht er auch im direkten Widerspruch zum gerade geltenden Gesetz. Jesus kennt den Gegensatz zwischen dem, was Gott recht ist, und dem, was Menschen für richtig halten. Jesus weiß, dass es den ganzen Einsatz von Menschen fordert, für das Recht auf Leben einzutreten. Jesus fühlt, wie der Hunger und Durst nach dieser Gerechtigkeit quält und fast wahnsinnig machen kann. Menschen, die sich gleich ihm in unstillbaren Verlangen dem Hunger und Durst nach einem gerechten Leben hingeben, werden erfahren, dass sie satt werden, sagt Jesus. Leiblicher Hunger wird durch Brot gesättigt, und Durst durch Wasser. Wer nach Gerechtigkeit hungert und durstig ist, wird anders gesättigt und gestillt. Diese Menschen erfahren: ich bin auf der richtigen Spur. Mehr als Brot und Wasser sättigt Sinn den Lebenshunger: zu erleben, wie sinnvoll es ist, sich dafür einzusetzen, dass es recht zugeht unter Menschen: geliebt zu werden und geachtet zu sein, steht jedem Menschen zu; auch täglich satt zu werden und beheimatet zu sein; oder sich entfalten zu können und gebraucht zu werden.

Dafür zu kämpfen, macht Sinn. Nach diesem Recht auf Leben zu verlangen und zu streben, schafft einen tiefen inneren Frieden und macht satt. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden.

Autor/Autorin

  • Timm Lohse

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