Die Morgenandacht Die Seligpreisungen Jesu

Morgenandacht

Die Morgenandacht Die Seligpreisungen Jesu

Wenn Menschen den Bezug zu Gott verlieren, fokussieren sie sich auf ihren eigenen Verstand. Dabei verarmen sie im geistigen Sinn, meint Pastor Timm Lohse.

Bild: Radio Bremen

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Selig sind….

So beginnt nach dem Matthäusevangelium die Bergpredigt Jesu. Jesus spricht damit Menschen an, die geistlich verarmt sind. Menschen, die eine Dimension ihres Lebens fast oder ganz verloren haben, die Dimension: Gott. Die Weite ihres menschlichen Geistes hat sich eingeschränkt auf das, worauf sie sich mit dem Maß ihres Verstandes verlassen können. Darauf vertrauen, dass es sinnvoll ist, ein Leben mit Gott zu bereichern, ist ihnen irgendwie abhandengekommen. Oder es hat sich ihnen nie wirklich erschlossen, obwohl sie sich darum mühten.

Das Bisschen Gottvertrauen, das sie als Kind vielleicht noch hatten, ist ihnen durch die harten Fakten ihres Lebens genommen und zerstört worden. Menschen weisen dann auf Krankheit, Krieg und Katastrophen, denen Gott nichts entgegenzusetzen hatte. Sie erzählen, wie sie enttäuscht wurden von Christenmenschen oder wann sie sich allein gelassen und auch verlassen fühlten von Gott, als sie ihn gebraucht hätten. Wenn ein Mensch meint, nichts mehr von Gott zu erwarten zu haben, und auch nicht mehr damit rechnet, dann hat das eine persönliche Geschichte und seine guten Gründe. Jesus kennt diese geistlich armen Menschen. Jesus weiß, wie sie verarmt sind. Jesus fühlt, was sie verloren haben.

Darum spricht Jesus die an, die so resigniert haben: Die Tür zu dem Bereich, wo menschliches Leben von Gottes Geist beseelt ist, steht gerade ihnen offen. Denn geistliche Armut steht dem nicht entgegen. Es kommt einzig darauf an, sich inspirieren zu lassen von dem, was Gott will. Kein Mensch muss nachweisen, dass er an Gott glaubt oder fromm ist oder eine gute Christin. Im praktischen Alltag, wo es um Menschen geht, sich an Gottes Regeln halten. Gleichsam den Himmel auf Erden erwirken für Menschen, die durch die Hölle gehen: das geschlagene Kind oder der vereinsamte Nachbar oder die unbeliebte Kollegin.

Geistlich verarmt zu sein, schließt niemanden vom Himmelreich aus, sagt Jesus. Menschen werden fröhlich, zuversichtlich, glücklich, ja: selig, wenn sie sich von Jesus bewegen lassen, Gottes Ideen für ein menschenfreundliches Miteinander umzusetzen. Menschen, die arm dran sind, wertzuschätzen – das ist eine Idee Gottes. Wer da mitmacht, erfährt, wie sich sein Leben um die Dimension des Himmels erweitert. Die eigene geistliche Armut tritt dabei gänzlich zurück. Den Himmel auf die Erde zu bringen, da kann jeder mitmachen. Selig sind, die da geistlich arm sind, denn ihrer ist das Himmelreich.

Autor/Autorin

  • Timm Lohse

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