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Die Nacht

In der Ausstellung Radeln im Museum – in der Städtischen Galerie ist das Fahrrad Kunst

Autorin

Installation von Aram Bartholl "Unlock Life" (altes Fahrrad)
Eine Installation von Aram Bartholl in der Städtischen Galerie Bremen – "Unlock Life". Bild: Courtesy of the artist | Bernadette Haffke

Etwa ein Viertel aller Wege legen Bremerinnen und Bremer mit dem Fahrrad zurück. In keiner anderen deutschen Stadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern nutzen so viele Menschen das Rad. Jetzt ist das Fahrrad in der Kunst angekommen. "Bike in Head" heißt die neue Ausstellung in der Städtischen Galerie Bremen.

Der österreichische Künstler Hannes Langeder mit seinen roten Ferrari. Doch wer genauer hinschaut, sieht: Der Sportwagen hat satt einem dicken Motor Fahrrad-Pedale
"Der Fahrradi", das langsamste Rennauto der Welt. Und sein Erbauer, der Künstler Hannes Langeder. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Der österreichische Künstler Hannes Langeder präsentiert seinen roten Ferrari. Der Sportwagen hat allerdings keinen dicken Motor unter der Kühlerhaube, sondern Pedale. Die Idee zum "Fahrradi" – wie er sein rotes Geschoss nennt – entstand beim Basteln mit Fahrrädern, Plastiksäcken und Klebebändern.

Ein Holzgerüst als Unterbau, Kabelkanäle, Klebeband – alles, was Langeder für seinen "Fahrradi" braucht, kauft er im Baumarkt. Ein Jahr lang hat er an der roten Hülle gebastelt. Der Künstler spielt bewusst mit den Erwartungen – der Fahrradi sieht schneller aus, als er tatsächlich ist. "Die Langsamkeit ist meiner Meinung nach mehr Luxus als das Schnellsein."

Lebenskonzept Fahrrad

Tobias Hübel, Anne Krönker, Recap, 2022, Fotografie
Ein Bild aus der Fotoreihe "Recap". Bild: Tobias Hübel, Anne Krönker

Welchen Stellenwert das Fahrrad für unsere Gesellschaft heute hat, das zeigt die Ausstellung mit künstlerischen Positionen aus Bremen, aber auch internationale Künstler sind dabei. "Das, was wir in der Städtischen Galerie Bremen machen ist, dass wir den Fokus bei 'Bike in Head' auf das Lebenskonzept Fahrrad, bzw. das Fahrrad als das Mittel einer zukünftigen Verkehrsgesellschaft legen", sagt Ingmar Lähnemann, Leiter der Städtische Galerie Bremen und Kurator der Ausstellung. Zwar leben wir noch in einer Gesellschaft, in der das Auto dominiert, aber auch das Rad wird immer mehr zum Statussymbol. Das zeigt die Fotoreihe "Recap" von Tobias Hübel und Anne Krönker: Blaue Knie, offene Schürfwunden und gepolsterte Pos in atmungsaktiven Radlerhosen – glänzend, verschwitzt und in Hochglanz fotografiert.

Mit dem Rad ins Museum

Der Bremer Künstler Aram Bartoll, der heute in Berlin lebt, hat dagegen Fahrräder und E-Scooter aus der Spree gefischt und stellt sie in den Museumsraum – als eine zeitgenössische Form von Archäologie, überzogen mit einer Schicht Schlamm und Moos. In einer zweiten Videoinstallation lässt Aram Bartholl Luft von einem Autoreifen in einen Fahrradreifen und leistet so künstlerische Starthilfe für die Verkehrswende.

Blick in die Ausstellung "Bike In Head"
Die Installation von Wolfgang Zach darf ausprobiert werden. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Die zeigt sich auch sprichwörtlich im Museum – hier darf man nämlich mit dem Fahrrad hinein. Über eine Rampe am Hinterausgang beim Radweg Werdersee können Besucher direkt ins Museum radeln. Wer kein eigenes Fahrrad dabei hat, kann sich auch eine der Installationen des Künstlers Wolfgang Zach schnappen – seine Versionen vom Rad laden zum Draufsetzen und Ausprobieren ein.

Fahrradschau mit ungewohnten Perspektiven

Eine Ausstellung, die weg will vom klassischen, kontemplativen Gucken im Stillen: Verspielt und an manchen Stellen auch ironisch, kann man vom Fahrradsattel aus ein völlig neues Museumsgefühl erleben.

Die Ausstellung "Bike in Head" in der Städtischen Galerie Bremen ist noch bis zum 18. September 2022 zu sehen.

Installation Wolfgang Zach, Zweirad, Fahrradkonstruktion schwarz lackiert
"Zweirad", eine Installation von Wolfgang Zach. Bild: Bernadette Haffke

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Nachmittag, 28. Juli 2022, 15:10 Uhr