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Der Vormittag mit Julia Meichsner

Den Wald entdecken So wächst ein Wald

Autoren

Ein Fichtenwald im Frühling im Nationalpark Harz in Niedersachsen.
Wir spazieren so selbstverständlich durch die Wälder, um durchzuatmen. Aber wie entsteht ein Wald? Bild: Imago | Andreas Vitting

Das Spazierengehen durch Wälder haben wir spätestens in der Pandemie für uns entdeckt, denn der Wald beruhigt und entschleunigt – er lässt uns durchatmen. Aber wie wächst eigentlich ein Wald?

Wie ein Wald wächst

Försterin Natalie Leichnitz ist mit uns durch einen Mischwald in Niedersachsen gezogen. Sie erklärt, wie ein Wald wächst.

Audio vom 5. März 2021
eine Frau steht im Wald und lacht in die Kamera
Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Die Förstern Natalie Leichnitz betreut 34 Wälder rund um das niedersächsische Nienburg. Sie nimmt uns mit in einen Mischwald in ihrem Revier. Hier wachsen Buchen, Fichten und Eichen hoch in den Himmel. Und auf dem mit Blättern bedecktem Boden kann man schon den Baum-Nachwuchs erspähen. Eine kleine Buche streckt sich Richtung Sonnenlicht, ihr Stamm ist noch so dünn wie ein Strohhalm.

Das ist das, was wir anstreben: Dass man keine Kultur anlegen muss, sondern dass der Wald von alleine wächst und man kaum etwas dazu tun muss.

Natalie Leichnitz über die Naturverjüngung des Waldes

Die Buche hat sich selbst ausgesät, etwa durch den heruntergefallenen Samen eines der umstehenden Bäume – in der Forstwirtschaft heißt das "Naturverjüngung". "Das ist das, was wir anstreben: Dass man keine Kultur anlegen muss, sondern dass der Wald von alleine wächst und man kaum etwas dazu tun muss", erklärt Natalie Leichnitz. An einer anderen Stelle im Wald hat die Naturverjüngung gut geklappt. Hier stehen zehn mannshohe, junge Buchen – der Wald wächst von allein weiter. Aber die Bäume können nur wachsen, wenn sie ausreichend Licht bekommen. Dabei muss die Försterin manchmal ein bisschen nachhelfen. "Wenn man die Bäume erhalten und vergrößern möchte, dann müsste man immer mal vom Rand Bäume wegnehmen."

Wie entstehen Jahresringe bei Bäumen?

Ein abgesägter Baumstamm, auf dem man Alter
Die hellen und dunklen Jahresringe haben unterschiedliche Bedeutungen. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Die Stämme der Bäume werden erst dick, wenn sie ihre maximale Höhe erreicht haben. Natalie Leichnitz erläutert die Bedeutung der Jahresringe an einem abgeholzten Baumstamm. Es gibt helle und dunkle Ringe. Die hellen Ringe heißen Frühholz, die dunklen Spätholz. "Im Frühjahr werden große Zellen gebildet, um die Nährstoffe zu transportieren. Richtung Herbst wird das Wachstum immer langsamer, die Zellen verdichten sich und werden kleiner." Dadurch entstehen die dunklen Ringe – jedes Jahr kommt ein neuer hinzu.

Die Stockwerke des Waldes

So wie die Jahresringe der Bäume besteht der Wald selbst auch aus unterschiedlichen Schichten. Je nachdem, wohin man im Wald schaut, erkennt man auf jeder Etage einen anderen Lebensraum. Richtung Himmel endet der Wald mit der Kronenschicht. Dort leben größere Vögel wie Spechte oder Tauben, aber auch Baummarder und Eichhörnchen, erzählt die Försterin. Die Strauchschicht des Waldes befindet sich auf Augenhöhe, hier haben die kleineren Singvögel ihr Zuhause.

Der Blick auf den Waldboden.
Die Krautschicht am Waldboden ist im Frühjahr schon grün. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Am Boden wächst die Krautschicht – jetzt im Frühjahr wird es auf dem Boden schon ein bisschen grün, Buschwindröschen oder Schneeglöckchen blühen. Alle Wald-Schichten sind miteinander verbunden und funktionieren nur gemeinsam. Natalie Leichnitz erklärt den Kreislauf des Waldes so: "Das Wachstum der Bäume nimmt mit dem Alter ab. Das heißt, der Wald wächst nicht unendlich zu, sondern hat irgendwann seine Hochphase erreicht. Die CO2-Bilanz bleibt dann auf einer Linie."

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Samstagvormittag, 6. März 2021, 13:40 Uhr.