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Zeiglers wunderbare Welt des Pop mit Arnd Zeigler

Den Wald entdecken So schmeckt der Wald

Autorin

Eine Frau hält lächelnd einen Korb mit Pilzen und Beeren in die Kamera
Försterin Natalie Leichnitz zeigt, was es an Essbarem im Wald gibt. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Der Wald bietet Nahrung, nicht nur für die Tiere, sondern auch für uns Menschen. Im September gibt es hier Pilze, Früchte und Blätter. Försterin Natalie Leichnitz weiß, was essbar ist und wie man es im Wald findet. Bremen Zwei-Reporterin Tinia Würfel ist mit ihr durch den Wald in Eilvese bei Neustadt am Rübenberge spaziert.

Wie schmeckt der Wald?

Erntezeit im Wald. Försterin Natalie Leichnitz zeigt, was an Essbarem im Wald wächst.

Korb mit Pilzen und Beeren steht in einem Wald
Bild: Radio Bremen | Jana Wagner
Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Die Försterin Natalie Leichnitz will zeigen, wie der Wald schmeckt. Der kulinarische Waldspaziergang startet direkt am Waldrand. Dort fällt das meiste Licht auf den Boden – und bietet so gute Bedingungen für die krautigen Pflanzen. Die Försterin kniet in dem grünen Teppich aus Kräutern, Büschen und Blättern: "Ich sehe hier zum Beispiel Giersch. Eine im Garten sehr unbeliebte Pflanze, man will sie gerne komplett rausreißen. Aber man kann sie wunderbar im Salat verwenden, sie schmeckt nach Karotte."

Kaffee aus Löwenzahn-Wurzeln

Neben dem Giersch wächst Löwenzahn. Auch den nimmt Natalie Leichnitz mit, allerdings nicht das Grün. Sie buddelt die Wurzeln aus – denn daraus kann man Kaffee-Ersatz herstellen. Man muss die Löwenzahn-Wurzeln gründlich waschen und in kleine Stückchen hacken. "Dann röstet man die in der Pfanne oder im Ofen, aber ohne Öl. In einer Kaffeemühle mahlen und normal aufbrühen." Fertig ist der Löwenzahn-Kaffee!

Eine Frau schneidet Beeren von einem Baum
Aus den roten Beeren der Eberesche kann man Marmelade kochen. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Süße und saure Beeren

Mit Giersch und Löwenzahn im Korb geht es in den Wald. Es dauert nicht lange, bis die Försterin die nächste essbare Pflanze findet: Ein Holunderstrauch ragt auf den Weg – an ihm hängen tief violette, fast schwarze kleine perlenartige Beeren. Auch die sollen ins Körbchen, denn aus ihnen will Natalie Leichnitz Saft zubereiten, der schmeckt leicht sauer und steckt voller Vitamine.

Außerdem wachsen hier Brombeeren, die letzten, die der Spätsommer zu bieten hat. Sie wachsen nicht in allen Wäldern – meist in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Feldern, wo mit Nitrat gearbeitet wird, das auch im Waldboden ankommt. Auch die süßen Brombeeren landen im Körbchen.

Pilze tun dem Wald gut

Marone im Wald
Der Maronen-Röhrling wird auch "Braunkappe" oder "Blaupilz" genannt. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Die Försterin verlässt den Weg und geht weiter hinein in den Wald. Äste knacken, das Moos unter den Füßen federt leicht nach. Es geht auf Pilzsuche – mit Erfolg: Natalie Leichnitz schneidet eine Marone ab. Maronen erkennt man daran, dass sich die Unterseite des Hutes bläulich verfärbt, wenn man sie leicht eindrückt. Aber nicht nur wir freuen uns über die Pilze – auch dem Wald tun sie gut, denn sie gehen Symbiosen ein. Sie verbinden sich als Mykorrhiza, als Pilzgeflecht, mit den Wurzeln der Bäume. Davon profitieren beide: Die Pilze können den Boden noch besser aufspalten, als die Baumwurzeln es können. Im Gegenzug bekommen die Pilze Zuckerlösung, weil sie selber keine Photosynthese betreiben können.

Ein paar hundert Meter im Wald – und der Korb ist voll mit Essbarem: erdige Pilze, herber Holunder, süße Brombeeren und frische Kräuter. Der Wald bietet alle Geschmacksrichtungen, man muss nur genau hinschauen, um die essbaren Pflanzen auf dem Boden oder im Dickicht zu entdecken.

Korb mit Pilzen und Beeren steht in einem Wald
Blätter, Beeren, Pilze: Der Wald bietet viel Essbares. Bild: Radio Bremen | Jana Wagner

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 18. September 2021, 13:40 Uhr