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Der Tag mit Kristin Hunfeld

Kunstspaziergänge in der Region Die Geschichte des Auswanderer-Denkmals in Bremerhaven

Die Skulptur einer Familie in Bremerhaven
Auf zu neuen Ufern! Das Denkmal "Die Auswanderer" in Bremerhaven will die emotionale Situation des Auswanderns zeigen. Bild: Radio Bremen | Lisa-Maria Röhling

Corona-konform Kunstwerke entdecken, beim Spazierengehen an der frischen Luft: Das geht an vielen Orten in der Region. Begleiten Sie uns auf unserem Kunstspaziergang – wer uns ein Beweisfoto schickt, gewinnt mit ein bisschen Glück eins unserer begehrten Bremen-Zwei-Notizbücher.

Wo geht es hin?

Wir nehmen Sie mit zum Willy-Brandt-Platz in Bremerhaven, dort steht das Bronzedenkmal "Die Auswanderer".

Von wem stammt das Kunstwerk?

Der US-amerikanische Bildhauer Frank Varga hat das Denkmal auf der Seebäderkaje im Jahr 1986 fertiggestellt.

Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Kunstwerk?

Auswanderung hat Bremerhaven über Jahrhunderte geprägt. Nachdem der Hafen in der 1830er-Jahren ausgebaut war, wurde er für Familien aus ganz Europa zur letzten Station auf dem Kontinent, bevor sie ihren Weg in die USA antraten.

Die Auswanderung hat für Bremerhaven eine enorme Bedeutung. Die Stadt ist als Hafenstadt gewachsen mit der Auswanderung in die USA.

Kai Kähler, Leiter des Historischen Museums in Bremerhaven

Weil die Auswandererfamilien für ihre damals legale Ausreise bezahlen mussten, trieb dieses Geschäft auch die Wirtschaft in Bremerhaven an. 200.000 Menschen pro Jahr sind in den Hochzeiten über diesen Hafen ausgewandert. Daran erinnert die Skulptur Frank Vargas, die erst an der Kaiserschleuse aufgebaut war und dann 2008 ihren heutigen Standort am Willy-Brandt-Platz fand.

Die Skulptur einer Familie in Bremerhaven
Das Denkmal steht auf dem Willy-Brandt-Platz in Bremerhaven. Bild: Radio Bremen | Lisa-Maria Röhling

Das Motiv zeigt deutlich, was Auswandererfamilien noch heute bewegt: Der Vater weist mit ausgestrecktem Arm auf das Meer hinaus, an der Hand hält er seinen kleinen Sohn. Direkt dahinter tröstet die Mutter in gebeugter Haltung ein Mädchen, dass sein Gesicht im Rock der Mutter vergraben hat. Auswanderung war für die Familien ein Risiko, nicht nur finanziell. Diesen Schritt ins Ungewisse hat der Künstler eingefangen. "Das macht es aus, diese Emotionalität einzufangen", erklärt Kähler. Auswanderung sei schon immer ein hochemotionaler Vorgang gewesen, sagt der Museumsleiter. "Wenn die Familien dann in Bremerhaven waren, folgt dieser letzte Schritt, dann kommt das Schiff, dann kommt das Wasser." Ein Moment zwischen Vorfreude und Hoffnung, der direkt am Meer in der Bronzeskulptur festgehalten ist.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Tag, 25. Dezember 2020, 14:40 Uhr.