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Die Nacht

Kunstspaziergänge in der Region Die bunten Ganter von Ganderkesee

Ganter-Skulptur in Ganderkesee
Die Ganter-Skulpturen in Ganderkesee sollen die Gemeinde verschönern – und Geld für soziale Projekte einnehmen. Bild: Radio Bremen | Lisa-Maria Röhling

Im niedersächsischen Ganderkesee ist der Ganter los! Das Wappentier verschönert als Skulptur die Gemeinde – und tut damit auch noch Gutes.

Die Künstler Jürgen Knapp und Norbert Marten haben die Vorlage für die "Ganter" in Ganderkesee geschaffen. Knapp 50 der Skulpturen sind in der gesamten Gemeinde verteilt. Jeder Ganter ist knapp 1,70 Meter groß und wurde von einem anderen Künstler oder einer anderen Künstlerin bunt bemalt – sie stehen auf Hausdächern, vor Geschäften, in Vorgärten und vor dem Rathaus.

Wir hatten die Absicht, ihn in den öffentlichen Raum zu stellen, weil es schön ist, Kunstwerke angucken zu können und darüber zu diskutieren.

Eckhard Eichhorn vom Verein "Ganter Art"

Erfunden hat die Tiere der Verein "Ganter Art", den Eckhard Eichhorn mitbegründet hat. Vor knapp zwölf Jahren beschlossen er und ein paar Mitstreiter: Was die Berliner mit ihren Bären können, die an jeder Straßenecke der Hauptstadt stehen, können sie in Ganderkesee auch. "Wir hatten die Absicht, ihn in den öffentlichen Raum zu stellen, weil es schön ist, Kunstwerke angucken zu können und darüber zu diskutieren", erklärt Eichhorn. Der Künstler Jürgen Knapp entwarf daraufhin eine Figur, die heute der Urganter genannt wird. Eine männliche Gans mit gerecktem Hals und angelegten Flügeln. Einige Jahre später kam eine weitere Figur von Norbert Marten hinzu. Dessen Ganter hatte im Gegensatz zu seinem Vorgänger ausgebreitete Flügel.

Das war uns wichtig, dass jeder Ganter anders aussieht, dass jeder Ganter ein Unikat ist.

Eckhard Eichhorn vom Verein "Ganter Art"

Die Ganter sind an die Geschichte von Ganderkesee angelehnt. Der Ortsname leitet sich laut Eckhard Eichhorn vom Altdeutschen "Gander" oder "Gender" ab, was "Ganter" heißt. Laut des Gründungsmythos der Gemeinde stritten sich einst die Bauern der Region darum, wo ihre Gaukirche gebaut werden sollte. Um den Disput zu lösen, ließen sie einen geblendeten Ganter fliegen; wo er landete, da sollte die Kirche hinkommen. "Das war dann der Ganderkesee, also der See, an dem der Ganter gelandet ist", sagt Eckhard Eichhorn. Deswegen gibt es auch einen stehenden und einen landenden Ganter, erklärt Eckhard Eichhorn, um die gesamte Geschichte abzubilden.

Die Skulpturen werden nach einem festen Prinzip an ihre Standorte gebracht: Der Verein findet Käufer und bringt diese mit Künstlern zusammen, die dann den Ganter gestalten. "Das war uns wichtig, dass jeder Ganter anders aussieht, dass jeder Ganter ein Unikat ist", erklärt Eichhorn. Der Erlös für den Kauf der Tiere geht an gemeinnützige Zwecke.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 19. März 2021, 13:50 Uhr