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Die Nacht

Kunstspaziergänge in der Region Die "Blockdieker Gespräche" in Bremen-Osterholz

Autorin

Das Kunstwerk „Blockdieker Gespräche“ in Bremen Osterholz.
"Blockdieker Gespräche": So heißen diese beiden sehr unterschiedlichen Skulpturen in Bremen-Osterholz. Bild: Radio Bremen | Lisa-Maria Röhling

Corona-konform Kunstwerke entdecken, draußen beim Spazierengehen: Begleiten Sie uns in den Bremer Stadtteil Osterholz, wo sich an der Mülheimerstraße zwei Kunstwerke gegenüberstehen, die den gleichen Namen tragen: Die "Blockdieker Gespräche" aus dem Jahr 1982.

Von wem stammen die Kunstwerke?

Die Bronzeskulptur stammt von Jan Irps, die Sandsteinskulptur hat Bernd Altenstein geschaffen.

Welche Geschichte steckt dahinter?

Bronzeskulptur von Jan Irps in Bremen Osterholz.
Die Skulptur "Blockdieker Gespräche" von Jan Irps steht auf der einen Seite des Weges ... Bild: Radio Bremen | Lisa-Maria Röhling

Die Fußgängerbrücke unweit der Straßenbahnhaltestelle "Mülheimer Straße" in Bremen-Osterholz ist ein Ort, an dem sich die Menschen flüchtig begegnen und wohl selten miteinander reden. Sie passieren auf ihrem Weg zwei Skulpturen, die mit ihrem Namen zum Gegenteil auffordern: "Blockdieker Gespräche" heißen sie beide. Sie stehen sich am Wegesrand gegenüber.

Für den Stadtteil sind Skulpturen wie diese wertvoll, sagt der Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter: "Gerade in den Stadtteilen wie Osterholz, wo es weniger Kultureinrichtungen gibt, sind diese Kunstwerke ganz wichtig, um die Menschen mit Kultur hautnah zusammen zu bringen." Der Standort sei sehr passend, denn Smalltalk, wie Schlüter ihn aus seiner Jugend kennt, gebe es an der naheliegenden Straßenbahnhaltestelle kaum noch.

Ein Thema, unterschiedliche Gestaltung

Sandsteinskulptur von Bernd Altenstein in Bremen Osterholz.
.. und die "Blockdieker Gespräche" von Bernd Altenstein auf der anderen. Bild: Radio Bremen | Lisa-Maria Röhling

Dass die beiden Skulpturen einen gemeinsamen Namen haben, wird auf den ersten Blick nicht klar: Die Bronzeskulptur von Jan Irps zeigt drei dünne Figuren, die auf einer Stele sitzen. Zwei von ihnen scheinen wild zu gestikulieren und zu brüllen. Ein Dritter hat sich nach hinten gelehnt und hebt den Zeigefinger. Ganz anders die Sandsteinskulptur von Bernd Altenstein: Drei Gesichter sind zu sehen. Sie scheinen in dem Sandsteinquader miteinander verschmolzen zu sein. Der Mittlere hat Augen und Mund geöffnet, die anderen sind nur schemenhaft im Profil zu erkennen.

Das ist doch gerade das Faszinierende: Kunst und Kultur ist nicht definierbar.

Ulrich Schlüter über die beiden unterschiedlichen Kunstwerke "Blockdieker Gespräche"

Zwei Kunstwerke, gleicher Name, völlig unterschiedliches Aussehen – was soll das? Ulrich Schlüter versucht sich an einer Deutung: "Ein Dialog ist nur möglich, wenn mindestens zwei miteinander kommunizieren. Das ist doch gerade das Faszinierende: Kunst und Kultur ist nicht definierbar." Das heißt für ihn auch, dass das Thema "Gespräche" ganz unterschiedlich dargestellt werden könne – so, wie es an dieser Fußgängerbrücke in Bremen-Osterholz geschehen ist.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 12. Februar 2021, 12:10 Uhr.