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Die Nacht

In der Ausstellung Bremer Kunsthalle zeigt große Picasso-Werkschau

Autorin

Ausstellung "Die Picasso-Connection" in der Kunsthalle Bremen
Ausstellung "Die Picasso-Connection" in der Kunsthalle Bremen Bild: Kunsthalle Bremen

Die Ausstellung "Die Picasso-Connection. Der Künstler und sein Bremer Galerist" zeigt Picasso-Graphiken – und erzählt, wie diese nach Bremen kamen. Die Ausstellung in der Kunsthalle läuft noch bis Ende August 2021.

Fast 300 Werke, vor allem Graphiken, präsentiert die Ausstellung: störrische Stiere, flatternde Friedenstauben, wilde Widder – und, klar bei Picasso: in geometrische Formen zerlegte Frauengesichter und Frauenkörper.

Graphiken aus hauseigener Sammlung

Zum großen Teil kann die Kunsthalle die Ausstellung aus der eigenen Sammlung bestücken. Diesen Schatz verdankt sie dem Bremer Galeristen Michael Hertz. Als Picasso-Originale nach dem Zweiten Weltkrieg noch erschwinglich waren, verfügte Hertz über entsprechende Verbindungen auf dem internationalen Kunstmarkt. 

Michael Hertz am Schreibtisch 1955
Michael Hertz am Schreibtisch, 1955 Bild: ZADIK | Rudolph Stickelmann/Staatsarchiv Bremen

"Die Picasso-Connection – der Künstler und sein Galerist" heißt dann auch die Ausstellung. Sie erzählt im ersten Raum zunächst die Geschichte des Bremer Galeristen, mit Fotos und Briefen und Picasso-Originalen, die Michael Hertz der Kunsthalle verkaufte. 

Manuela Husemann, Kuratorin der Ausstellung, sagt über den Kunsthändler: "Michael Hertz war ein richtiger Self-Made-Handelsexperte. Er hatte kein großes Verkaufsbudget am Anfang, sondern nur sein Verkaufstalent und seine Liebe zur Kunst." Für Picassos Graphiken erhielt Hertz von einem Pariser Kunsthändler das Verkaufsmonopol in Deutschland.

Picasso und Hertz lernten sich 1951 sogar persönlich in Paris kennen. Von ihrem intensiven Austausch erzählt die Ausstellung ebenfalls. Ihr gemeinsames Thema: die Friedensbewegung.

Ein graphisches Genie

In der Ausstellung wird deutlich: Pablo Picasso war auch ein graphisches Genie – egal, ob Radierung, Linolschnitt oder Lithografie. Anhand seiner Graphiken erzählt die Ausstellung Picassos gesamtes Künstlerleben samt seiner stilistischen Vielfalt. Von 1904 stammt die erste Radierung. Doch auch in seinen letzten zehn Lebensjahren setzte er sich wieder intensiv mit grafischen Techniken auseinander.

Eine richtige Überraschung für mich waren die vielen illustrierten Bücher. Und da sind wirklich sehr, sehr schöne Stücke dabei.

Manuela Husemann, Kuratorin der Ausstellung

Viele Werke zeigen einen ganz überraschenden Picasso. Einen, der naturalistisch arbeitet und sogar die Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung Manuela Husemann verblüfft: "Eine richtige Überraschung für mich waren die vielen illustrierten Bücher. Denn das sind Werke, die häufig so ein bisschen übersehen werden. Aber Picasso hat sehr sehr viele Bücher illustriert. Und da sind wirklich sehr sehr schöne Stücke dabei."

Ausstellung "Die Picasso-Connection" in der Kunsthalle Bremen
Die Ausstellung präsentiert sich farbenfroh und leuchtend. Bild: Kunsthalle Bremen

Bunte Wandfarben bringen die meist schwarz-weißen Graphiken selbst zum Leuchten. Während die wenigen Ölgemälde ihren großen Auftritt vor blassem Hintergrund haben. Auch Picasso selbst wird zugänglich gemacht mit Themenräumen wie "Picasso privat", "Dialog mit der Kunst", oder "Politik und Kunst".

Picasso-Connection in der Kunsthalle Bremen

Die Kunsthalle Bremen zeigt 300 Werke von Pablo Picasso, darunter viele Graphiken aus der hauseigenen Sammlung des Galeristen Michael Hertz.

Audio vom 16. März 2021
Ausstellung "Die Picasso-Connection" in der Kunsthalle Bremen
Ausstellung "Die Picasso-Connection" in der Kunsthalle Bremen Bild: Kunsthalle Bremen
Bild: Kunsthalle Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 16. März 2020, 11:40 Uhr