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Die Nacht

In der Ausstellung So riecht Kunst: Bremer Museen zeigen gemeinsames Kunstprojekt

Autorin

Gipsabdrücke von Nasen hängen an der Wand im kek Kindermuseum
Gipsabdrücke aus Werkstatt Nasenbau zum Projekt "Smell it", entstanden im kek Kindermuseum. Bild: Claudia Hoppens | Claudia Hoppens

Kann man Kunst riechen? Zehn Bremer Museen wollen uns mit der Ausstellungsreihe "Smell it" die Verbindung von Kunst und Geruch näherbringen. Bremen-Zwei-Reporterin Lisa Maria Röhling hat schon mal in ein paar der acht Ausstellungen reingeschnuppert.

Geruch und Kunst – immer der Nase nach

Mit dem Kunstprojekt "Smell it" bringen uns verschiedene Bremer Museen Kunstwerke über den Geruch und die Nase näher.

Audio vom 28. Mai 2021
Gemälde einer alten Frau in einem Garten mit Mohnblumen von Paula Modersohn-Becker.
Paula Modersohn-Becker: Alte Armenhäuslerin im Garten mit Glaskugeln und Mohnblumen, 1906 Bild: Paula Modersohn-Becker Museum

Alle beteiligten Ausstellungshäuser beschäftigen sich auf ihre Art mit dem Geruch in der zeitgenössischen Kunst. Die Umsetzung war eine Herausforderung, erklärt der Kurator der Städtischen Galerie, Ingmar Lähnemann: "Dieser Geruch, diese sinnliche Ebene, ist im gleichen Maße ja eigentlich Inhalt, Form und Wahrnehmungsweise der Kunst."

Lithographie von Honoré Daumier.
Die Kunsthalle Bremen zeigt "Geruchsbilder" aus verschiedenen Jahrhunderten. Zum Beispiel dieses humorvolle Bild von Honoré Daumier. Bild: Kunstahelle Bremen

Der Duft deutscher Machtzentren

Die Weserburg zeigt beispielsweise das Werk "Räume" des Künstlers Luca Vitone. Es besteht aus vier großen Leinwänden in verschiedenen Grau- und Brauntönen. Vitone hat auf den Bildern Staub aus dem Bundestag, dem Pergamonmuseum in Berlin, der Deutschen Bundesbank in Frankfurt und dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe gesammelt.

Wenn man das weiß und davor steht, glaubt man, einen Geruch in der Nase zu haben, sagt Lisa Röhling: "Ich habe sofort diesen etwas muffigen Geruch von Behördenfluren gerochen." Vitone visualisiert Geruchs- und Duftelemente aus deutschen Machtzentren.

Geruchskunst

In einigen "Smell it"-Ausstellungen werden Gerüche durch Installationen präsentiert, an die man die Nase halten kann. Bei anderen wird erforscht, welche Gerüche wir wahrnehmen, wenn wir bestimmte Dinge nur auf Bildern sehen.

Geruch ist vergänglich. Er kann nicht digital vermittelt werden. Und er wird auch noch individuell von Person zu Person anders erfahren.

Ingmar Lähnemann, Kurator der Städtischen Galerie
Blick in einen gelben Raum.
Eine "Geruchs-Installation" von Oswaldo Maciá. Bild: Kunstahelle Bremen | Marc Domage

Die Olfactory Art, die Geruchskunst, gibt es schon sei 30 Jahren. Als Kunstrichtung ist sie eher unbekannt, was mit der Art der Darstellung zu tun hat, sagt Ingmar Lähnemann: "Geruch ist vergänglich. Er vermischt sich gern mit anderen Gerüchen. Er kann nicht transportiert werden. Er kann auch nicht digital vermittelt werden. Und er wird auch noch individuell von Person zu Person anders erfahren."

Mehr Aufmerksamkeit für den Geruchssinn

Deshalb erleben alle Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen anders. Genau dieses Erforschen des individuellen Geruchssinns war die Idee hinter diesem Kunstprojekt, sagt Projektkoordinatorin Saskia Benthack: "Wir wollen die Menschen mit diesem Sinn in Kontakt bringen und hoffen, dass Besucherinnen und Besucher nach Ausstellungsbesuchen sensibilisiert sind für die Wirkungen oder auch Auswirkungen des Geruchs. (...) Es scheint überfällig, diesem Sinn mehr Aufmerksamkeit zu schenken."

Dufthäuser in Bremen

Ergänzend zu den Ausstellungen stehen in Bremen verteilt "Dufthäuser" – das sind schmale Hütten aus Holz des kek Kindermuseums. Darin finden die Besucherinnen unn Besucher Gerüche, denen man in der Stadt immer wieder begegnet.

Alle Informationen rund um "Smell it" finden Sie hier:

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 28. Mai 2021, 08:36 Uhr