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Classical mit Nicole Nelhiebel

Im Porträt Kira Vinke fasziniert die menschliche Dimension des Klimawandels

Autorin

Kira Vinke, Klimaforscherin
Kira Vinke forscht zu den Folgen des Klimawandels für Menschen. Bild: Kira Vinke | privat

Die Liebe zur Natur wurde Kira Vinke in die Wiege gelegt. Ihr Vater, der ARD-Journalist Hermann Vinke, berichtete schon früh über Umweltschäden und ging mit der Tochter oft in den Bremer Wümmewiesen spazieren. Dort lehrte er sie die Verbindung zur Natur. Viele Jahre später forscht Kira Vinke nun zu Klima-Migration. Gemeinsam mit dem Vater veröffentlichte sie gerade einen Klimakalender.

Gesprächszeit "Wir entfremden uns von der Natur" - Kira Vinke

Kira Vinke forscht zu Klima-Migration und weiß, was der Klimawandel für Menschen in Bangladesh bedeutet. Mit einem Klimakalender macht sie darauf aufmerksam.

Kira Vinke, Klimaforscherin
Kira Vinke, Klimaforscherin Bild: Kira Vinke | privat
Bild: Kira Vinke | privat

Blättert man sich durch den Klimakalender 2021, dann sind das 12 Monate über Hitzewellen, Eisschmelze und Artensterben. Aber auch Bilder und Informationen über wunderschöne Nationalparks und beispielhafte Projekte zur Rettung der Natur. Kira Vinke ist überzeugt: Das Thema Klimafolgen ist an jedem Küchentisch angekommen.

"Es geht nicht darum, nur das Elend der Welt zu zeigen. Ich hoffe, wir haben es geschafft, auch die Schönheit des Planeten darzustellen," sagt die Klimaforscherin. "Das Thema Klimafolgen ist an jedem Küchentisch angekommen und so regt der Kalender vielleicht noch zu weiteren Diskussionen in der Familie an."

Wenn Menschen vor dem Klimawandel fliehen

Ein Kalenderblatt zeigt ein Satellitenbild mit der globalen Lichtverschmutzung
Der Klimakalender zeigt u.a. die globale Lichtverschmutzung. Bild: edition momente/Schwind Kommunikation

Die 32-Jährige hat aus ihrem Interesse für die Natur einen Beruf gemacht. Für das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung reiste die Bremerin nach Bangladesh, in ein Land, das stark vom Klimawandel betroffen ist: Tropische Zyklone und Überschwemmungen treiben Menschen vom Land in die Slums der Großstädte. "Dort ist es schlammig, die Gerüche sind überwältigend. Es gibt keine Sanitäranlagen," erinnert sich Vinke. "Dort haben wir Menschen gesucht, die aufgrund des Klimawandel gekommen sind. Und diese Menschen waren überall. Menschen, die Verwandte aufgrund der Stürme verloren haben und versuchen, irgendwie zu überleben."

Das Handeln einzelner Menschen hat einen Einfluss auf das große Ganze, auf den Verlauf einer großen Krise.

Kira Vinke über unsere persönliche Verantwortung

Kira Vinke fasziniert die menschliche Dimension des Klimawandels. "Was bedeutet das für uns, wenn die Menschen in Bangladesh ihre Heimat verlieren, weil wir hier in Bremen-Borgfeld unser Auto anlassen?" Doch sind wir für die Klimafolgen am anderen Ende der Welt wirklich verantwortlich? Vinkes Antwort fällt eindeutig aus: Ja! Denn Bangladesh selbst trage nur einen Bruchteil zu den globalen Emissionen bei. Der Anteil westlicher Industriestaaten sei dagegen überproportional groß. Jeder Einzelne trage Verantwortung.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 10. November 2020, 18:05 Uhr