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Die Nacht

Was wir lesen Schlaue Kinderbücher über Corona, Popel und gruselige Krankheiten

Autoren

  • Anja Robert
Kinderbücher stehen nebeneinader auf einem Tisch.
Lesestoff für Kleine und Größere, empfohlen von Anja Robert. Bild: Radio Bremen | Daniel Kähler

Warum Popel unterschätzte Superkräfte haben, welche Krankheit noch fieser ist als Covid-19, wie eine Fünfzehnjährige gegen eine Gesundheitsdiktatur rebelliert und ein kleines Mädchen, das den Lockdown vom Fenster aus erlebt – Anja Robert stellt vier Kinderbücher vor, die die Welt von Corona und Co. erforschen.

1 "Drinnen – Draußen": Kinderblick auf den Lockdown

Einkinderbuchdeckel zeigt ein Mädchen und eine schwarze Katze, die aus einem Fenster schauen
Le Uyen Pham: "Drinnen – Draußen", erschienen im Thienemann Verlag, 52 Seiten, 15 Euro. Empfohlen ab vier Jahren. Bild: Thienemann Verlag/ Montage Radio Bremen

Auf einmal ist die Welt eine andere: die Straßen leer, die Eltern immer zuhause. So erlebt die kleine Heldin dieses Bilderbuchs den Lockdown. Mit ihrer Katze im Arm steht das Mädchen am Fenster und beobachtet die Außenwelt: die Eichhörnchen auf der Straße, die Kinder in den Fenstern gegenüber. In ihrer Familie gibt es Sorgen und Nöte, aber auch frisch gebackenes Brot und Blumen auf dem Fensterbrett. Und die Hoffnung, dass sich bald alle wieder in den Arm nehmen können – so wie auf der ausklappbaren Doppelseite zum Schluss, die die Welt nach Corona zeigt.

Warum sich das Lesen lohnt

Sensibel und in warmen Farben fängt Le Uyen Pham die manchmal beklemmende Atmosphäre des Corona-Lockdowns ein. Und vermittelt trotzdem kindgerechte Zuversicht: dass wir diese Krise bewältigen können, wenn wir zusammenhalten.

In Kürze

• Familienleben • Gegen den Lagerkoller • Wir bleiben Zuhause

2 "Das geheime Leben der Popel": was der Körper alles kann

Eine illustrierte Person steckt einen Finger in die Nase
Mariona Tolosa Sisteré: "Das geheime Leben der Popel", erschienen im Knesebeck Verlag, 24 Seiten, 14 Euro. Empfohlen ab vier Jahren. Bild: Knesebeck Verlag / Montage Radio Bremen

Popel haben einen schlechten Ruf. Zu Unrecht, denn die kleinen Schleimklümpchen sind ein genialer Abwehrmechanismus unseres Körpers – eine klebrige Falle, in der Viren und Bakterien hängenbleiben. Das verstehen schon Kindergartenkinder, die in diesem witzig illustrierten Sachbuch einige überraschende Fakten rund um den Nasenschleim erfahren: Woraus bestehen Popel und wo genau im Körper leben sie? Was verrät ihre Farbe über unsere Gesundheit? Und wie popeln eigentlich Tiere? 

Warum sich das Lesen lohnt

Kurze Texte, fröhliche Farben: Gut gelaunt erforscht Mariona Tolosa Sisteré die Welt der Popel – den "Superhelden unseres Immunsystems", die tapfer gegen Schnupfen- und Coronaviren kämpfen.

In Kürze

• Rotznase • Superkraft Schleim • Gute Abwehr

3 "Wie krank ist das denn?": viele gruselige Krankheiten

Buchcover "Wie krank ist das denn?"
Birte Müller: "Wie krank ist das denn?", erschienen bei Klett Kinderbuch, 136 Seiten, 15 Euro. Empfohlen ab acht Jahren. Bild: Klett Verlag / Montage Radio Bremen

Was ist Corona gegen die Pest? 25 Millionen Menschen starben im Mittelalter während nur eines Ausbruchs dieser furchtbaren Krankheit. Und Ärzte waren damals auch keine Hilfe. Im Gegenteil, mit Aderlassen und Brechmitteln verschlimmerten sie die Leiden ihrer Patienten. "Echt eklig und ätzend", aber auch immer wieder faszinierend erzählt dieses Sachbuch die Geschichte von "14 grässlichen Krankheiten" im lockeren Schulhof-Slang. Neben Pest und Pocken werden darin auch Kinderlähmung, Würmer und Fußpilz gewürdigt und angemessen schaurig illustriert. Genauso wie Corona – als eine Seuche unter vielen.

Warum sich das Lesen lohnt

Autorin Birte Müller fackelt nicht lange: Schonungslos direkt präsentiert sie Anekdoten und Fakten, Symptome und Todesarten. Ein Leseabenteuer für Kinder mit Lust auf Grusel – und unerschrockene Eltern.

In Kürze

• Krasse Fakten • Mensch gegen Mikrobe • Nicht nur Corona 

4 "Cleanland": keimfreie Gesundheitsdiktatur

Eine dunkelblaue Silhouette einer Frau trägt einen weißen Mund-Nasenschutz
Martin Schäuble: "Cleanland", erschienen im Verlag S. Fischer, 208 Seiten, 14 Euro. Empfohlen ab zwölf Jahren. Bild: S. Fischer Verlag/ Montage Radio Bremen

Schilo, 15 Jahre alt, kennt nichts anderes als das Leben im "Protektor", dem luft- und wasserdichten Ganzkörper-Schutzanzug. Der Protektor soll die Bewohner von Cleanland vor gefährlichen Infektionen bewahren. So behauptet es jedenfalls das "Ministerium für Reinheit", das nach dem Ende der "großen Pandemie" eine rigide Hygienediktatur errichtet hat. Als ihre beste Freundin im Gefängnis landet, weil sie gegen die Doktrin des "gesunden Wandels" protestiert hat, kommen auch Schilo Zweifel am herrschenden System – und kurz darauf ist ihr Leben in Gefahr.

Warum sich das Lesen lohnt

Martin Schäubles Jugendthriller entwirft ein düsteres Science-Fiction-Szenario, das zum Weiterdenken anregt. Nicht immer subtil erzählt, aber spannend bis zur letzten Seite.

In Kürze

• Dystopie • Gesundheit statt Freiheit • Riss im Schutzanzug 

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Samstagnachmittag, 14:50 Uhr, 27. Februar 2021