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Die Nacht

Im Porträt Wie dieser Musiker Plattdeutsch am Leben hält

Autorinnen und Autoren

  • Frieda Ahrens
Ein Mann in einem beigen Pullover steht auf einem Balkon
Helmut Debus setzt sich für die Plattdeutsche Sprache ein. Bild: Radio Bremen | Frieda Ahrens

In unserer Reihe "Lieblingsmenschen" stellen wir Ihnen ganz besondere Menschen vor: Alltagshelden, die ihr Umfeld bereichern – so wie Helmut Debus. Der 72-jährige Musiker singt seit Jahrzehnten auf Plattdeutsch und macht sein Umfeld damit sehr glücklich. Bremen-Zwei-Reporterin Frieda Ahrens hat den Plattdeutschen Poeten in Brake besucht.

Helmut Debus hält Plattdeutsch am Leben

Der 72-jährige Musiker Helmut Debus singt seit Jahrzehnten auf Plattdeutsch und macht sein Umfeld damit sehr glücklich. Bremen-Zwei-Reporterin Frieda Ahrens hat den Plattdeutschen Poeten in Brake besucht.

Ein Mann in einem beigen Pullover steht auf einem Balkon
Bild: Radio Bremen | Frieda Ahrens
Bild: Radio Bremen | Frieda Ahrens

Helmut Debus sitzt in seinem Wohnzimmer in Brake und erzählt von dem britischen Singer-Songwriter Allan Taylor, mit dem er mal auf Tour war. Der 72-Jährige macht Musik seitdem er 15 Jahre alt ist. Plattdeutsch ist dabei seine Sprache, die Sprache seiner Poesie – und davon hat er auch seine englischsprechenden Kollegen überzeugt.

Seit den 1960er Jahren macht Helmut Debus Musik, damals erst als Schlagzeuger der Beat-Band "The Madmen". 1976 erschien seine erste eigene Platte. Damals sei die Musik viel politischer gewesen – vor allem auch die Volkslieder. "Das war eine unglaublich bewegende Zeit", sagt Debus. Zwei seiner letzten Platten – 2012 "Dreihen un weihen" und 2015 "Liekut un anners rum" – waren für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Und er hat treue Fans. Einer davon ist Joe Kuper.

Helmut hat sein Leben der Plattdeutschen Sprache gewidmet. Er trägt dazu bei sie zu erhalten und aufrecht zu halten – das finde ich toll.

Joe Kuper über Helmut Debus
Ein Mann in einem beigen Pullover spielt Gitarre in einem Wohnzimmer
Musik und Poesie sind Helmut Debus' Leidenschaft. Bild: Radio Bremen | Frieda Ahrens

Dabei sieht sich der Musiker nicht als Sprachförderer. Dass seine Poesie und seine Lieder auf Plattdeutsch sind, dass sei für ihn eine Entscheidung des Herzens gewesen. Obwohl die Sprache eine Zeit lang so einen schlechten Ruf hatte, dass sogar seine internationalen Freunde davon Wind bekommen hätten. Helmut Debus erinnert sich daran, was Allan Taylor in Deutschland auf Tour erlebt hat: "Er erzählte von seinem Freund Helmut Debus, der in Norddeutschland lebt und der auf Plattdeutsch singt. Da hätten die Leute gelacht. Und er war ganz erschüttert und konnte sich das nicht erklären. Da habe ich ihm erzählt, in welchem Geruch die Sprache steht. Dass sie angesehen wird als Sprache, die nicht in der Lage ist, sich poetisch, niveauvoll, seriös oder ernsthaft auszudrücken. Und dann habe ich ihm erzählt, dass ich gar keine Wahl hatte – mein Herz."

Zwei Nachbarn sprechen bei Helmut Debus auf dem Deich noch Plattdeutsch. Früher seien es alle gewesen. Er sieht nicht, wie die Sprache überleben soll. Außer im Kleinen. Und in der Poesie.

Ich glaube an die Kraft der Poesie, die viel stärker wirkt als jedes Reden. Ich werde oft gefragt: 'Kann die Musik, können literarische oder poetische Texte denn die Welt verändern?' Meine Antwort ist immer: 'Sie können die Welt nicht verändern, aber sie können dich verändern.'

Helmut Debus über die Kraft der Posie

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 13. November 2021, 13:10 Uhr