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Die Nacht

Mare Radio Sechs gute Nachrichten aus dem Meer

Autorin

Wellen brechen sich an einem Stein im Meer.
Seit Jahrzehnten schädigt der Mensch das Meer, doch es gibt auch positive Entwicklungen. Bild: Imago | Westend61

An 2020 war nicht alles schlecht. Bremen-Zwei-Redakteurin Steffi Pesch hat sechs Meldungen über positive Entwicklungen rund um die Meere zusammengestellt.

Good News aus dem Meer

Mare Radio startet mit guten Nachrichten ins Jahr – und die gibt es auch aus den Meeren. Mit dabei: Seepferdchen im Wattenmeer und Einsiedlerkrebse in Thailand.

Audio vom 3. Januar 2021
Kurzschnäuziges Seepferdchen (Hippocampus Hippocampus)
Bild: DPA | imageBroker| Andrey Nekrasov
Bild: DPA | imageBroker| Andrey Nekrasov

Mare Radio startet hoffnungsvoll ins neue Jahr und stellt Projekte und Menschen vor, die für die Meere und ihre Bewohner kämpfen. Denn auch wenn die Korallenriffe akut bedroht sind, tüfteln zahlreiche Forscher*innen weltweit daran, wie sie zu retten sind. Und auch wenn die Plastikflut ein Problem ist, das nur mit globalen Kooperationen zu lösen ist, versuchen engagierte Menschen, genau solche Bündnisse zu schmieden.

1 Golfstrom bleibt stabil

Wolkenbilder über dem Atlantischen Ozean.
Der Golfstrom bleibt trotz steigender Temperaturen stabil. Bild: Imago | Eibner Europa

Kiel. Der Golfstrom bleibt vorerst stabil. Dies zeigt eine internationale Studie unter Beteiligung des Kieler Geomar Institus. Trotz steigender Temperaturen im Nordatlantik und verändertem Sauerstoff- und Salzgehalt des Meeres ist der Golfstrom bisher nicht zum Erliegen gekommen. Das hatten Wissenschaftler*innen nämlich befürchtet. Der Golfstrom sorgt für gemäßigtes Klima in unseren Breiten.

2 Korallen widerstandsfähiger als gedacht

Ein Korallenriff unter Wasser gesehen.
Die Korallen im Roten Meer erweisen sich als besonders widerstandsfähig. Bild: Imago | Bluegreen Pictures

Eilat. Korallen im Roten Meer trotzen dem Klimawandel. Das haben israelische Meeresforscher festgestellt. Anders als den Korallen vom australischen Great Barrier Reef geht es ihren Artverwandten im Golf von Akaba bestens – und dies, obwohl die Wassertemperatur dort viermal so schnell steigt wie in anderen Regionen der Ozeane. Die besondere Widerstandsfähigkeit dieser Korallen führen die Forscher*innen auf geologische Besonderheiten in der Region zurück.

3 Buckelwale werden mehr

Ein Paar Buckelwale unter Wasser.
Es geht bergauf: Buckelwale sind nicht mehr vom Aussterben bedroht. Bild: Imago | OceanPhoto

York. Der Anteil der Arten von Meeresbewohnern, die vom Aussterben bedroht sind, ist in den vergangenen Jahren durch Schutzmaßnahmen von 18 auf 11,4 Prozent gesunken. Dies geht aus einer internationalen Studie von Meereswissenschaftlern aus zehn Ländern hervor. Als Beispiel führten die Forscher*innen den Buckelwal an, der im 18. Jahrhundert fast ausgestorben war. Dank Schutzmaßnahmen und Jagdverboten seit den 1960er-Jahren konnte die Population im Südwestatlantik auf derzeit 25.000 Tiere wachsen.

4 Enzyme lösen Plastik auf

Plastikflasche am Strand.
Mit Mikroorganismen gegen Plastikmüll: Englische Forscher haben ein Enzym entdeckt, das PET in wenigen Stunden zersetzt. Bild: DPA | Chromorange / Martin Schröder

Portsmouth. Forscher der University of Portsmouth haben ein Enzym entdeckt, dass Polyethylenterephtalat, besser bekannt als PET in wenigen Stunden zersetzt. Das mutierte Enzym ist in der Lage, eine Tonne alter Plastikflaschen innerhalb von nur zehn Stunden zu 90 Prozent in seine Bestandteile zu zerlegen. Die Entdeckung des Enzyms könnte ein wichtiger Schritt sein, das globale Müllproblem zu lösen und eine weitere Vermüllung der Meere zu verhindern. Weltweit werden jährlich rund 359 Millionen Tonnen Kunststoff produziert.

5 Einsiedlerkrebse werden mehr

Ein Einsiedlerkrebs am Strand.
Weil 2020 wegen Corona die Touristen ausblieben, gibt es in Thailand viel mehr Einsiedlerkrebse als sonst. Bild: Imago | Nature in Stock

Bangkok. In Thailand ist die Bevölkerung aufgerufen, Muscheln und Schneckenhäuser zu spenden. Grund ist die stark gestiegene Zahl der Einsiedlerkrebse in einem Nationalpark im Westen des Landes. Die Krebse haben sich rasant vermehrt, weil an den Stränden in Folge von Corona die Touristen ausblieben, sagen Marinebiologen.

6 Seepferdchen kehren zurück ins Wattenmeer

Kurzschnäuziges Seepferdchen (Hippocampus Hippocampus)
In der Nordsee werden wieder Seepferdchen gesichtet. Sie galten seit den 1930er Jahren als ausgestorben. Bild: DPA | imageBroker| Andrey Nekrasov

Borkum. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Seepferdchen an niedersächsischen Stränden gefunden worden. Forscher*innen vermuten deshalb, dass das Tier ins Wattenmeer zurückgekehrt ist. Grund dafür könnte eine Ausbreitung des japanischen Beerentangs in der Nordsee sein, der dem seltenen Tier Schutz und Nahrung bietet. Das Seepferchen gilt seit den 1930er-Jahren in der Nordsee als ausgestorben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Sonntagmittag, 3. Januar 2021, 12:05 Uhr