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Zeiglers wunderbare Welt des Pop mit Arnd Zeigler

Im Porträt Götz Alsmann über Sammel-Leidenschaft und die große Liebe zum Radio

Autor

Götz Alsmann
Nie ohne Tolle und Einstecktuch: Götz Alsmann Bild: Jens Koch

Sein Faible für die Fünfziger und Sechziger Jahre ist allgegenwärtig: Götz Alsmann sammelt alte Schallplatten, Plattenspieler, Musikinstrumente und sogar Keramik aus dieser Zeit. Für sein aktuelles Album "L.I.E.B.E." hat er alte, deutsche Schlager entstaubt und neu arrangiert. Er sagt: "Wenn es mir gelingt fast vergessene Stücke dem Orkus der Ignoranz zu entreißen, ist mir das Belohnung genug."

Gesprächszeit "Ich liebe das Radio" – Götz Alsmann

Götz Alsmann sammelt alte Schallplatten, Plattenspieler und Keramik der Fünfziger und Sechziger. Für sein Album "L.I.E.B.E." hat er alte Schlager entstaubt.

Götz Alsmann
Bild: Jens Koch
Bild: Jens Koch

Er ist Münsteraner durch und durch: Götz Alsmann ist in der Westfalen-Stadt geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen, er hat studiert an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster – und jetzt, mit Mitte 60, lebt er immer noch dort. Nur für die Reisen mit seiner Band und für seine Arbeit als Moderator verlässt er die Stadt.

Mit denen kannste fahren!

Götz Alsmanns Vater zu dessen allererster Tournee

Dass er Musiker werden will, ist für den jungen Götz Alsmann schnell klar. Allerdings ist sein Wunschinstrument, das Klavier, sehr teuer. Darum muss der siebenjährige Götz erstmal Blockflöte lernen und seinen Eltern beweisen, dass er es ernst meint mit der Musik. Im Alter von acht Jahren beginnt dann sein heiß ersehnter Klavierunterricht. Er lernt außerdem Banjo und andere Saiteninstrumente, wird Studiomusiker in den Niederlanden und geht mit 15 Jahren das erste Mal auf Tournee – zusammen mit zwei älteren Musikern, die zunächst vorsprechen müssen bei Alsmanns Eltern. "Die haben meinen Vater überzeugt", erinnert sich Götz Alsmann: "Der hat sich mit denen ins Wohnzimmer zurückgezogen, wahrscheinlich eine lauwarme Flasche Doppelwacholder aufgemacht und dann nach einer halben Stunde gesagt: 'Mit denen kannste fahren!'"

Zum Fernsehen bin ich durch Zufall gekommen – zum Rundfunk nicht. Zum Rundfunk wollte ich unbedingt!

Götz Alsmann über seine Liebe zum Radio

Mittlerweile hat Alsmann um die 20 Alben veröffentlicht, er hat in Paris, New York und Rom aufgenommen und kultiviert wie kein anderer den raffiniert arrangierten und virtuos gespielten deutschsprachigen Jazzschlager. Sein aktuelles Album heißt "L.I.E.B.E." und dreht sich – wie der Name schon sagt – um die Liebe. Alsmanns größter Erfolg neben der Musik ist die Moderation der WDR-Sendung "Zimmer frei!", für die er im Jahr 2000 mit seiner Kollegin Christine Westermann mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Außerdem ist Alsmann regelmäßig im Radio zu hören, wo er die Schätze seiner ständig wachsenden Vinyl- und Schellack-Plattensammlung präsentiert: "Zum Fernsehen bin ich durch Zufall gekommen – zum Rundfunk nicht. Zum Rundfunk wollte ich unbedingt!"

Ein noch unerfüllter Instrumenten-Traum

In seiner Freizeit sammelt Alsmann nicht nur alte Schallplatten, sondern auch Plattenspieler, Musikinstrumente und Keramik der 1950er- und 60er-Jahre, wobei die Keramiksammlung am meisten Zeit in Anspruch nimmt: "Alle zwei Monate muss ich umdekorieren", sagt Götz Alsmann. Und auch bei der Zahl der Instrumente, die der Multi-Instrumentalist beherrscht, ist er noch lange nicht zufrieden. Ein Instrument, das er immer wieder in seine Orchester-Arrangements einbaut, steht noch auf seiner persönlichen Bucket-List: "Wenn man davon absieht, dass meine Freunde aus der Band finden, dass meine Liebe zur Hawaii-Gitarre irgendwie unerwidert ist – also vom Instrument unerwidert ist – hab' ich als Alterswunsch noch den Traum, dass ich die Bassklarinette erlerne. Ich finde, die Bassklarinette ist ein faszinierendes Instrument."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 30. September 2021, 18:05 Uhr