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Die Nacht

In der Ausstellung Das Gerhard-Marcks-Haus zeigt moderne Bildhauerei, die überrascht

Autorin

Skulpturen von Elisabeth Wagner
Elisabeth Wagner: Falsche Freunde, Werkgruppe, 1999 - 2008 Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Zu Lebzeiten Gerhard Marcks war die Bildhauerei noch fest in Männerhänden. Das hat sich geändert. Mit Elisabeth Wagner stellt jetzt eine moderne Bildhauerin im Bremer Gerhard-Marcks-Haus aus.

Elisabeth Wagner: "Hinten links ist Schimmer"

Das Gerhard-Marcks-Haus stellt mit Elisabeth Wagner eine interessante Bildhauerin vor. Sie arbeitet mit Gips, Pappe oder Draht und manchmal mit Tannenzapfen.

Skulptur von Elisabeth Wagner
Eine Skulptur von Elisabeth Wagner. Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Kunstobjekt: Ein Bär aus Zapfen und Kiefernadeln
Ein besonderer Blickfang: das "Bärenfell" aus Kiefernzapfen. Bild: Elisabeth Wagner | VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Beim Betreten der Ausstellung stolpert man fast über eine Art Bärenfell, das allerdings aus Kiefernzapfen und Kiefernnadeln besteht. An der Wand darüber hängt – wie ein schwungvoller Schriftzug – eine Reihe großer abstrakter Zeichen. Im Raum daneben wird es figürlich: Männer- und Frauenbüsten, allerdings vom Sockel geholt, alle platziert auf einer raumfüllenden kniehohen Ebene. Das sind nicht irgendwelche Köpfe, sondern berühmte Porträts der Kunstgeschichte. Menschen, die von Rembrandt, Dürer oder Goya auf Papier verewigt wurden und hier von Elisabeth Wagner ihre Dreidimensionalität wiedererhalten und zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Mit Leichtigkeit und Pappe

Skulptur von Elisabeth Wagner
Elisabeth Wagner: Lukretia unterm Rock, 2008 / 2010 Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2021

In einem anderen Raum stehen Gruppen filigraner silberfarbener Drahtkäfige, deren Leichtigkeit noch betont wird durch zwei wuchtige schwarze Plastiken, die wie überdimensionierte Regenmäntel an der Seitenwand hängen. Sie könnten aus schwerer Bronze sein, sind aber aus Pappe.

Elisabeth Wagners Arbeit ist erst dann beendet, wenn ihre Kunstwerke in den Räumen platziert sind. Das war auch für das Team des Gerhard-Marcks-Hauses eine Herausforderung, erklärt Museums-Direktor Arie Hartog: "So etwas wie eine Elisabeth Wagner Ausstellung kriegt man nur hin, wenn alle mitmachen und keiner sich davon irritieren lässt, dass der Bär mal wieder 30 Zentimeter nach links oder nach rechts muss (...) Dieses gemeinsame Suchen nach Perfektion ist ziemlich anstrengend."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 5. November 2021, 10:10 Uhr