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Die Nacht

In der Ausstellung People of Colour zeigen ihre Kunst zum Thema Rassismus

Autor/Autorin

  • Anna Maria Stock
Blick in die Ausstellung "Augen auf!" im Focke-Museum
Besucher in der Ausstellung "Augen auf! Kolonialismus und seine Folgen in Bremen". Bild: Focke-Museum | Martin Luther

Bremen hat als Handelsstadt eine koloniale Vergangenheit. Rassismus ist für viele Bremerinnen und Bremer auch heute noch ein belastendes Thema. Die Ausstellung "Augen auf! Kolonialismus und seine Folgen in Bremen" im Stadtlabor des Focke-Museums zeigt Werke, in denen Bremer People of Colour ihre Erfahrungen mit Rassismus künstlerisch verarbeiten.

"Wo kommst du her?" Diese Frage begegnet den Besucherinnen und Besuchern gleich am Anfang der Ausstellung. Jeder kann sie lesen, der durch die Augen einer Maske schaut. Blickt man über ihren Kopf hinweg, dann ist dort auch die immergleiche Antwort zu lesen: "Aus Bremen". Die Skulptur stammt von Mutiatu Bergmann. Sie will damit zeigen, dass sich die Frage der Herkunft für eine schwarze Person anders stellt als für eine weiße, sagt Projektkoordinatorin Amina Ceesay: "Es geht in der ganzen Ausstellung darum, die Augen zu öffnen. Oftmals wird das Thema Kolonialismus und seine Folgen sehr heruntergeredet. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, wo es die kolonialen Spuren überall noch gibt. Das versuchen wir, mit der Ausstellung aufzubrechen."

Blick in die Ausstellung "Augen auf!" im Focke-Museum
Ein Exponat in der Ausstellung "Augen auf". Bild: Focke-Museum | Martin Luther

Auf Augenhöhe

Der Senator für Kultur Bremer hatte People of Colour dazu aufgerufen, ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus künstlerisch zu bearbeiten. In der Ausstellung ist nun ein Teil der Einreichungen zu sehen: Skulpturen, Collagen, Zeichnungen, Fotografien und Videos. Die Themen: die Schwarze Diaspora in Bremen, koloniale Orte in der Stadt, Identität, Rassismuserfahrungen und Gewalt. Keine leichten Themen. Dennoch lädt die Ausstellung zum Verweilen ein. In jedem der drei kleinen Ausstellungsräume steht ein Sofa, um sich in Ruhe mit den Themen auseinandersetzen zu können.

Es geht darum, dass man nicht schon wieder eine Ausstellung über die Menschen ohne die Menschen macht – sondern wir wollen sie inkludieren.

Amina Ceesay, Projektkoordinatorin

Ein Kollektiv junger Bremerinnen und Bremern hat die Ausstellung gestaltet. Das Focke-Museum hat sie dabei begleitet. "Die Idee ist, dass wir als Museum unsere Räume so öffnen, dass Communities, Vereine zu bestimmten Themen Ausstellungen machen können und wir unser fachliches Knowhow dazugeben und als Museum so auch die Deutungshoheit etwas abgeben", erklärt Museumsdirektorin Anna Greve.

Blick in die Ausstellung "Augen auf!" im Focke-Museum
Blick in die Ausstellung "Augen auf" Bild: Focke-Museum | Martin Luther

Hier durften die Menschen, um die es geht, selbst gestalten. "Es geht darum, dass man nicht schon wieder eine Ausstellung über die Menschen ohne die Menschen macht, sondern wir wollen sie inkludieren. Wir waren immer in engem Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern und haben nachgefragt: 'Wie sollen wir die Werke präsentieren? Was sind eure Wünsche?'", so Amina Ceesay.

Die Ausstellung "Augen auf! Kolonialismus und seine Folgen in Bremen" läuft vom 29. Juni bis 27. September 2022 im Focke Museum in Bremen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 28. Juni 2022, 16:35 Uhr