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Der Morgen mit Tom Grote

Auf der Bühne Das tollste Stück in der Geschichte der Welt?

Premiere im Theater am Leibnizplatz in Bremen

Autor

Szene aus dem "tollsten Stück in der Geschichte der Welt"
Petra-Janina Schultz als Erzählerin im Monolog von Ian Kershaw. Bild: Bremer Shakespeare Company | Marianne Menke

Die Bremer Shakespeare Company wandelt immer mal wieder auf Pfaden abseits der Werke des Meisters. Jetzt hatte "Das tollste Stück in der Geschichte der Welt" Premiere im Theater am Leibnizplatz. Bremen-Zwei-Theaterexperte Marcus Behrens erzählt, ob das Stück hält, was der Titel verspricht.

In dem Stück von Autor Ian Kershaw geht es um Alltagsgeschichten, um Liebesgeschichten und am Ende sieht es so aus, als ob alles gut wird – zumindest im Leben des Protagonisten. Er tritt aber wie alle Personen in diesem Stück gar nicht wirklich auf, sondern ist nur durch ein Paar Hausschuhe vertreten. Auf der Bühne findet ein Monolog auf der Erzählerinnen-Ebene statt. Eine Frau steht auf einer fiktiven Straße, deren einziges Bauwerk ein überdimensioniertes Schuhregal ist. In Bremen hat Petra-Janina Schultz diese Rolle übernommen. Die Schuhe, alle noch in Kartons verpackt, symbolisieren die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Straße. Die Geschichten werden in Zusammenhang mit Zeit und Raum, der Unendlichkeit der Welt und der Endlichkeit des Lebens gestellt. Es geht um Superlative, die dann wieder mit dem Blick auf die direkte Nachbarschaft relativiert werden.

Kultureller und sprachliche Transfer oft schwierig

Szene aus dem "tollsten Stück in der Geschichte der Welt"
Petra-Janina Schultz und weitere Protagonisten des Monologs: Schuhe. Bild: Bremer Shakespeare Company | Marianne Menke

"Ich habe das Original nicht gesehen, aber gelesen und ich finde, dass das Stück auch auf Deutsch und in Deutschland funktioniert, wenn man das Original nicht kennt", sagt Marcus Behrens. "Gute Stücktexte leben von Formulierungen und von klug und kreativ eingesetzter Sprache manchmal mehr, als vom Inhalt. In der deutschen Übersetzung bleibt nur der Inhalt. Wer das englische Original kennt und versteht, hat hier das Nachsehen, wie so oft bei einem solchen Transfer. Ich finde das immer sehr schade, aber andersherum betrachtet vermisst das Publikum in Deutschland natürlich nichts, was es nicht kennt."

Autor schrieb das Stück für seine Frau

Ian Kershaw hat das Stück für seine Frau, die Schauspielerin Julie Hesmondhalgh, geschrieben. In Großbritannien ist sie das Gesicht des Stücks, denn sie spielt es selbst. Das Original hat sicher auch deshalb sehr viel Aufmerksamkeit in Großbritannien bekommen.

Das Bremer Publikum der Premiere war sehr angetan. Es gab eine Handvoll Lacher während des Monologs und viel Beifall am Schluss. "Ich würde sagen, die Idee ist aufgegangen" sagt Marcus Behrens. "Natürlich ist ein Monolog immer eine anstrengende Aufgabe für Schauspielende, aber: Wenn man dann hängen bleibt, finde ich, sollte man damit spielen und nicht einfach den Satz nochmals beginnen. Das ist am Premierenabend leider mehrfach passiert. Das Stück ist in dieser deutschen Fassung einfach nur ein Fluchtstück aus dem Alltag. Also leichte Unterhaltung, um nicht an die Pandemie und an die Krisen dieser Welt zu denken. Wer das braucht, ist im Theater am Leibnizplatz in Bremen bei diesem Stück auf jeden Fall gut aufgehoben", so unser Theaterexperte.

Szene aus dem "tollsten Stück in der Geschichte der Welt"
Petra-Janina Schultz und weitere Protagonisten des Monologs: Schuhe.

Auf der Bühne Das tollste Stück in der Geschichte der Welt

Im Theater am Leibnizplatz in Bremen hatte "Das tollste Stück in der Geschichte der Welt“ Premiere. Marcus Behrens erzählt, ob das Stück hält, was der Titel verspricht.

Bild: Bremer Shakespeare Company | Marianne Menke

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Samstagmorgen, 13. November 2021, 10:10 Uhr