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Der Nachmittag mit Katrin Krämer

Im Porträt Cornelia Funke glaubt an die krummen Wege des Lebens

Autorin

Cornelia Funke am Schreibtisch.
Cornelia Funke lebt und schreibt ihre Bücher im kalifornischen Malibu Bild: Dressler | Michael Orth

Sie kann schlecht Fahrrad fahren, schwimmt ungern und hat Kochen erst sehr spät gelernt – aber dafür hat Cornelia Funke über 60 Bücher geschrieben und unzählige Auszeichnungen erhalten. Ihr neues Buch erscheint Anfang November und entführt Leserinnen und Leser erneut in die Spiegelwelt.

Gesprächszeit "Die krummen Wege führen uns ans Ziel" - Cornelia Funke

Cornelia Funke hat über 60 Bücher geschrieben und unzählige Auszeichnungen erhalten. Ihr neues Buch entführt Leserinnen und Leser erneut in die Spiegelwelt.

Audio vom 2. November 2020
Cornelia Funke am Schreibtisch.
Bild: Dressler | Michael Orth

Cornelia Funke hat schon immer gerne Geschichten erzählt. Als Kind erfand sie für ihren Bruder neue Star-Trek-Geschichten und überbrückte so die Zeit zwischen den wöchentlichen TV-Sendungen der Science-Fiction-Serie. So entwarf sie schon sehr früh neue Welten und übte die Kunst des Erzählens. Heute begeistern ihre Bücher über Drachenreiter, ihre Tinten- und die Spiegelwelt Leserinnen und Leser weltweit.

Was ich hier an Austausch und Inspiration gesehen habe, das ist schon fast märchenhaft.

Cornelia Funke über ihre Farm in Kalifornien

In ihrer Wahlheimat Malibu lebt Cornelia Funke auf einer idyllischen Avocadofarm. Allerdings wird die Farm jedes Jahr von Bränden bedroht. Als Cornelia Funke Anfang 2019 nach einer wochenlangen Evakuierung nach Malibu zurückkam, überlegte sie kurzzeitig, die Farm aufzugeben. Neue Hoffnung gaben Funke, die 1958 in Dorsten in Nordrhein-Westfalen geboren wurde, Besucherinnen und Besucher, die für einige Tage oder Wochen auf ihre Farm kamen. Die Idee, mit Künstlerfreunden in einem Dorf zu leben, hatte Cornelia Funke schon lange: "Dadurch, dass ich vier kleine Gästehäuser habe, zwei davon auf Rädern, ist das dann plötzlich möglich. Und man hat dieses Dorf und es ist eigentlich noch viel besser, als man es sich vorgestellt hat. Denn was ich hier an Austausch, an neuen Freundschaften gesehen habe, an Inspiration das ist schon fast, ja, man würde sagen, märchenhaft."

"So, jetzt gehen wir alle weg" - das kann nicht die Antwort sein!

Cornelia Funke über eine mögliche Wiederwahl von Donald Trump

Sorgen bereiten Cornelia Funke allerdings nicht nur die wiederkehrenden Waldbrände. Am 3. November sind in den USA Präsidentschaftswahlen. Mit Bestürzung hat Cornelia Funke verfolgt, wie in den letzten Jahren Umweltschutzgesetze außer Kraft gesetzt wurden. Das Land verlassen würde sie trotzdem nicht: "Wir empfinden es als Verrat an unseren wunderbaren und liberalen amerikanischen Freunden, dann zu sagen: "So, jetzt gehen wir alle weg, und lassen euch damit mal alleine, mit all diesem Rechtsradikalismus und Rassismus". Das kann ja eigentlich nicht die Antwort sein."

Ich glaube an die krummen Wege.

Cornelia Funke über ihren Werdegang

Während Cornelia Funke sich entschlossen hat, in den USA zu bleiben, flüchtet sich der Held ihres neuen Romans "Auf silberner Fährte" aus unserer Welt in die Spiegelwelt. Die Reise führt Jakob und seine Begleiterin, die Gestaltwandlerin Fuchs, in ein Land, das sehr an das Japan des 19. Jahrhunderts erinnert. Cornelia Funke hat für diesen Band Illustrationen entworfen, die durch japanische Märchen und Motive inspiriert wurden. Denn die Geschichtenschreiberin ist auch ausgebildete Illustratorin: "Immer wenn ich mit jungen Schriftstellern rede, dann sagen ich ihnen: "Nein, ich habe nie davon geträumt zu schreiben. Ich dachte gar nicht, dass man sowas einfach kann oder lernen kann. Ich habe immer gezeichnet und bin durchs Zeichnen im Grunde dazu gekommen, dass ich meine eigenen Geschichten erzählt habe. Ich glaube an die krummen Wege, sage ich immer. Die krummen Wege führen uns ans Ziel, die geraden fast nie."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 2. November 2020, 18:05 Uhr