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Der Nachmittag mit Marius Zekri

Im Porträt Die Bremer Band "Paloma & The Matches" liebt den Sound der 60er

Autoren

  • Till Lorenzen
Die Bremer Band "Paloma & The Matches"
Bianca Paloma Marstaller, Kai Kampf, Tom Wagner und Nils O'Swald sind "Paloma & The Matches". Bild: Paloma & The Matches | Christian Wasenmüller

Die Bremer Band "Paloma & The Matches" nimmt uns mit auf eine musikalische Zeitreise in die 60er und 70er Jahre. Die vier Bandmitglieder sagen über sich: "Wir sind Hippies in Lederjacken".

Band-Porträt: "Paloma & The Matches" aus Bremen

Die Bremer Band "Paloma & The Matches" nimmt uns mit auf eine musikalische Zeitreise in die 60er und 70er Jahre.

Audio vom 19. Dezember 2020
Die Bremer Band "Paloma & The Matches"
Die Bremer Band "Paloma & The Matches" Bild: Paloma & The Matches | Christian Wasenmüller

"Paloma & The Matches" – dieser Bandname hat sich einfach angeboten, erzählen die vier. Paloma ist der zweite Vorname von Sängerin Bianca Paloma Marstaller, die Band sind die "Matches", also die Streichhölzer. Das hat einen simplen Grund, erklärt Gitarrist Kai Kampf: "Wir sind einfach sehr dünn. Dann kamen wir auf diese Streichholz-Geschichte." Tom Wagner am Bass und Schlagzeuger Nils O'Swald machen die "Matches" komplett.

Es war damals eine Zeit, in der, glaube ich, alles ein wenig echter war.

Sängerin Bianca Paloma Marstaller über die Musik der 60er

Die junge Bremer Band besteht seit 2016 und ihr Sound ist im besten Sinne retro: Surfpop der 60er, Psychedelic Rock und eine Prise Gegenkultur. Ihre Vorbilder sind Bands wie die Beatles, die Beach Boys oder Jefferson Airplane. Die Band fühlt sich mit dieser Musik eng verbunden, sagt Sängerin Bianca: "Irgendwie hatte man das Gefühl, dass alles, was da gesagt und gespielt wurde, auch wirklich so gemeint war. Es war damals eine Zeit, in der, glaube ich, alles ein wenig echter war."

Die Bremer Band "Paloma & The Matches"
Im Frührjahr 2021 wollen "Paloma & The Matches" ihr erstes Album veröffentlichen. Bild: Paloma & The Matches | Christian Wasenmüller

Ihr Proberaum würde mit den vielen alten Röhrenverstärkern, Gitarren und Bässen auch als kleines Instrumentenmuseum durchgehen. Das hat viel Charme, ist für ihr Selbstverständnis von Musik aber auch notwendig, findet Gitarrist Kai: "Der Sound war damals auch ein anderer, den bekommt man mit neuem Equipment so gar nicht hin. Und es ist auch ein optischer Faktor. Die Musik, die wir machen ist eben beeinflusst von den 60er und 70er Jahren. Da haben wir auch den Anspruch, dass es optisch passt."

In ihrer Musik bilden Bass und Schlagzeug eine groovende, manchmal sogar funkige Einheit. Die Gitarre blitzt mit cleveren Riffs hervor, die von einer intelligenten Eingängigkeit geprägt sind. Darüber Bianca Marstallers mal kraftvoller, mal verspielter Gesang. Dabei funktionieren sie als Einheit, was sich im Besonderen im klaren mehrstimmigen Gesang zeigt.

Das wirklich Krasse ist eigentlich der Prozess des Schreibens. Ich verabschiede mich quasi beim Schreiben schon davon, dass diese Geschichte nur mir gehört.

Sängerin Bianca Paloma Marstaller über das Songschreiben

Durch die persönlichen Texte schwebt aber auch eine gewisse Düsternis in ihrer Musik. Bei "Paloma & The Matches" geht es meist um verlorene Liebe, um das Hadern mit der Vergangenheit, um Betrug und Schmerz. "Das wirklich Krasse ist eigentlich der Prozess des Schreibens," sagt Bianca. "Dann gebe ich diese Geschichte zum Teil auch ein bisschen ab. Ich weiß ja, dass wir daraus einen Song machen und dass es andere Leute hören werden. Ich verabschiede mich quasi beim Schreiben schon davon, dass diese Geschichte nur mir gehört. Das macht es dann einfacher, mit der Geschichte umzugehen."

Die neueste Single "Cheatin" handelt vom Fremdgehen, der Verlockung des Verbotenen, aber auch vom selbst verletzt werden. Diese durchaus schweren Geschichten zwängen "Paloma & The Matches" aber nicht in ein selbstmitleidiges Klangkorsett. Das Tänzerische und Verruchte bleibt immer erhalten.

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Sehnsucht nach Live-Konzerten

Live-Auftritte fehlen der Band dieses Jahr ganz besonders. Ein Konzert im Januar, ein Corona-Konzert im Bremer Schlachthof. Ansonsten: Ebbe. Die vier waren aber nicht untätig, haben sich neuen Songs gewidmet und ihren Proberaum in ein zweites Zuhause verwandelt. "Wir haben hier teilweise auch übernachtet und ganze Tage verbracht und geschrieben. Voll das romantische Bild von Proberaum- und Studioaction. Das haben wir uns erfüllt. Das war irgendwie das Schöne im dramatisch-chaotischen 2020-Jahr."

Das erste Album von "Paloma & The Matches" kommt im Frühjahr 2021. Das wollen sie auf einer kleinen Clubtour präsentieren. Dabei ist ihnen bewusst, dass wahrscheinlich weniger Zuschauer*innen kommen dürfen und Konzerte auch abgesagt werden könnten. Aber die Sehnsucht nach Liveauftritten ist ihnen anzumerken – sie haben einfach zu viel Spaß auf der Bühne.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Sounds, 19. Dezember 2020, 19:05 Uhr.