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Die Nacht

Im Porträt Barbara Lueg will im Alter nicht einsam sein

Autorin

Barbara Lueg
Barbara Lueg hat verschiedene Wohnmodelle ausprobiert und für sich eine Lösung gefunden. Bild: Politycki & Partner | Barbara Lueg

Barbara Lueg gehört zur Generation der sogenannten Babyboomer. Heute ist sie Mitte 50 und fragt sich: Wie will ich eigentlich im Alter wohnen? Zusammen mit ihrer Freundin hat sie auf einem Dauercampingplatz, in einer Tiny-House-Siedlung, einer Seniorenresidenz und einem Mehrgenerationenhaus zur Probe gewohnt.

Gesprächszeit "Das Gefühl der Einsamkeit zwingt Menschen in die Knie" – Barbara Lueg

Barbara Lueg ist Mitte 50 und hat sich gefragt, wie sie im Alter wohnen will. Sie hat einen Campingplatz, ein Tiny-House und ein Mehrgenerationenhaus ausprobiert.

Barbara Lueg
Barbara Lueg Bild: Politycki & Partner | Barbara Lueg
Bild: Politycki & Partner | Barbara Lueg

Auch wenn sie nicht so aussieht, Barbara Lueg ist schon "in dem Alter" in dem man sich über das Alter Gedanken machen sollte. Sagt sie selbst und Ideen dazu wie man im Alter leben könnte hat die Journalistin zusammen mit ihrer Freundin und Kollegin Christiane Hastrich aufgeschrieben.

Auf jeder Party ploppte irgendwann immer dieses Thema auf: "Wo bleiben wir eigentlich?"

Barbara Lueg über erste Gedankenspiele zum Wohnen im Alter

Geboren ist Barbara Lueg 1965 im Rheinland und damit gehört sie zur Generation der sogenannten Babyboomer. Sie arbeitet als Fernsehreporterin für aktuelle Nachrichten und für Dokumentationsformate, ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und lebt inzwischen mit ihrer Lebensgefährtin in München. "Statt einsam gemeinsam" heißt das Buch, in dem Lueg und Hastrich verschiedene Wohn- und Lebensmöglichkeiten vorstellen: "Auf jeder Party ploppte irgendwann immer dieses Thema auf: 'Wo bleiben wir eigentlich? Wollen wir nicht alle zusammenziehen?' Da wurde uns klar, dass unsere Generation da Pionierarbeit leisten muss."

Wohnen im Alter – Babyboomer machen sich Gedanken

Viel gewonnen aber auch viel verloren habe diese Generation, so Lueg. Generationenverträge funktionieren nicht mehr, die Kinder sind in die weite Welt gezogen und das Konzept der Großfamilie gibt es nicht mehr. Da muss man sich andere Modelle überlegen und der Bedarf ist groß. Barbara Lueg glaubt, dass das Thema "Wohnen im Alter" das Thema ihrer Generation wird: "Wir erfinden das ja nicht neu, wir steigen ein in die Angebote, die die Gesellschaft uns macht. Ein Landwirt im Sauerland mit dem wir gesprochen haben, der hatte Platz. Dann hat der seinen Bauernhof in mehrere Wohnungen ausgebaut. Und daraus ist eine wahnsinnig anrührende Gemeinschaft entstanden."

Was uns alle umtreibt: Dieses nagende Gefühl der Einsamkeit zwingt die Menschen in die Knie.

Barbara Lueg über die Ängste ihrer Generation

Barbara Lueg und ihre Kollegin haben sich verschiedene Möglichkeiten des späteren Wohnens nicht nur angesehen, sondern sie auch ausprobiert. Auf einem Dauercampingplatz, in einer Tiny-House-Siedlung, einer Seniorenresidenz oder auch einem Mehrgenerationenhaus haben sie sich einquartiert. Auch die Wohngemeinschaft des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Henning Scherf gehört zu den aufgezeigten Möglichkeiten: "Ich bin jetzt Mitte 50 und ich glaube, dass man gut daran tut, zumindest mal zu überprüfen: 'Was macht mich glücklich, wie möchte ich eigentlich im Alter leben? Was macht mich happy?' Das sind Fragen, die klingen banal, aber die bestimmen die Richtung, in die man gehen kann."

Auch für sich selbst hat Barbara Lueg ein passendes Wohnmodell gefunden. Es riecht dort weder nach Franzbranntwein, noch muss man über eine Leiter auf sein Bett klettern. Aber egal ob Pflegeheim oder Minihaus, eins ist überall gleich: Man ist nicht allein: "Was uns alle umtreibt: Dieses nagende Gefühl der Einsamkeit zwingt die Menschen in die Knie." Deshalb also: Statt einsam gemeinsam. Ganz egal, ob in der eigenen Wohnung in einer großen Gemeinschaft, ob auf 60 Quadratmetern im Campingwagen mit Badewanne oder auf einem Biobauernhof.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 29. März 2021, 18:05 Uhr