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Die Nacht

Im Porträt Andreas Vogel ist Bremens Herr der Sterne

Autorinnen und Autoren

Ein Mann schaut durch ein modernes Teleskop auf einem Schiff
Sein Blick geht immer wieder nach oben: Andreas Vogel leitet das Bremer Planetarium. Bild: Andreas Vogel

Dass Andreas Vogel einen steifen Hals bekommt, kann schon mal passieren. Denn er schaut berufsmäßig in den Himmel – als Leiter des Olbers-Planetariums in Bremen. In diesem Jahr feiert er ein Jubiläum: Das kleine Planetarium wird 70 Jahre alt.

Andreas Vogel
Andreas Vogel

Gesprächszeit "Ich freu' mich über jeden Blick durchs Teleskop" – Andreas Vogel

Andreas Vogel schaut berufsmäßig in den Himmel. Als Leiter des Olbers-Planetariums in Bremen darf er ein Jubiläum feiern: Das Planetarium wird 70 Jahre alt.

Bild: Radio Bremen | Justus Wilhelm

Was sind das für leuchtende Punkte dort oben? Warum sieht der Mond immer anders aus? Diese Fragen hat sich auch Andreas Vogel wie viele Kinder in jungen Jahren gestellt. Zu wissen, dass wir Menschen quasi Kinder des Weltalls sind, macht für ihn die Faszination Sternenhimmel noch heute aus: "Das Leben auf der Erde wäre gar nicht möglich, hätte es nicht 14 Milliarden Jahre kosmische Evolution gegeben", erklärt er.

Mit 12, 13 Jahren fing das schon an. Da habe ich mir gewünscht, eine eigene Sternwarte zu haben.

Andreas Vogel über seine frühe Faszination für die Astronomie

Geboren wurde Andreas Vogel im Jahr der Mondlandung, als im Juli 1969 Neil Armstrong die ersten Schritte auf dem Mond machte. Sein Vater zeigte ihm die ersten Sternenbilder, als er etwa sechs Jahre alt war, und Andreas Vogel begeisterte sich schnell für Raumfahrt und Astronomie. Zum 10. Geburtstag gab es dann das erste kleine Teleskop: "Astronaut zu werden, ist, glaube ich, der Traum eines jeden Kindes in irgendeiner Phase, Pilot fand ich auch mal sehr, sehr spannend, also alles, was mit Fliegen zu tun hat." Aber auch den Wunsch, Astronom zu werden, gab es schon seit Kindertagen: "Mit 12, 13 Jahren fing das schon an. Da habe ich mir gewünscht, eine eigene Sternwarte zu haben und den Himmel zu erforschen. Dass da mal was draus wird, konnte ich damals nicht ahnen."

Bremens Planeten-Erklärer

Andreas Vogel
Kann mit großer Begeisterung von seinem Fachgebiet erzählen: Andreas Vogel, Leiter des Bremer OIbers-Planetariums. Bild: Radio Bremen | Justus Wilhelm

Nach dem Abitur begann Andreas Vogel ein Physik-Studium. Die praktischen Anteile begeisterten ihn, aber die Theorie? "Das war nicht so meine Stärke", gesteht Vogel, der schon immer gern mit Menschen zusammengearbeitet hat. Er schwenkte um auf Lehramt und hatte das Planetarium immer fest im Blick: "Damals schon mit der Aussicht, das Planetarium zu übernehmen, denn die Planetariumsleiter-Stelle in Bremen ist schon immer eine Lehrer-Stelle gewesen." Dass er es liebt, Kindern und jungen Erwachsenen aus seinem Fachgebiet zu erzählen, merkt man ihm an, wenn er voller Begeisterung vom Kosmos erzählt. "Kinder sind von Natur aus Forscher", ist der Science-Fiction-Fan überzeugt, der sich sowohl für Star Trek als auch für Star Wars begeistern kann.

Zeit für ein modernes Planetarium?

In seinem Beruf als Planetariumsleiter darf Andreas Vogel in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiern: Das kleine Olbers-Planetarium in Bremen wird am 23. Januar 2022 70 Jahre alt. Rund 30.000 Besucherinnen und Besucher entdecken hier jährlich die Sterne: "Ich wünsche mir tatsächlich für Bremen als Stadt der Raumfahrt ein bisschen ein größeres, ein moderneres Planetarium. 30.000 Besucher waren schon eine Herausforderung. Wir haben nur 35 Plätze, da kann man sich ausrechnen, wieviele Veranstaltungen wir jedes Jahr fahren. Wir würden sicherlich 50.000 oder 60.000 Besucher generieren, wenn wir sie auch alle einlassen könnten." In seinen Augen könnte Bremen als Standort für Hochtechnologie und Raumfahrttechnik viel mehr Werbung für Weltraum-Begeisterung machen. "Ich finde, das müsste Bremen trotz aller hanseatischen Bescheidenheit mal nach außen tragen."

Der Saturn ist am majestätischsten. Und am faszinierendsten ist eigentlich der Mars. Aber der Lieblingsplanet ist und bleibt die Erde.

Andreas Vogel über unsere Planeten

Ob es um unsere Energieversorgung geht oder die Klimakrise – das Wissen über das Weltall ist so wichtig wie nie, sagt Vogel. Und obwohl Weltraumschrott und tausende Satelliten die Sicht ins All nicht einfacher machen, freut sich Andreas Vogel über jeden Blick durchs Teleskop oder die Fotos, die er regelmäßig vom Sternenhimmel macht. Sein Lieblingsplanet? "Der Saturn ist am majestätischsten, und am faszinierendsten ist eigentlich der Mars. Da haben wir die meisten Forschungssonden hingeschickt, da fahren mehrere Roboter über die Oberfläche und trotzdem verstehen wir ihn noch nicht. Aber der Lieblingsplanet ist und bleibt die Erde."

Und vielleicht entdeckt Andreas Vogel ja vielleicht irgendwann etwas, was vorher noch nie jemand gesehen hat: "Einen Kometen zu entdecken, das wäre natürlich eine schöne Sache. Da träumt, glaube ich, jeder Amateur- und auch Berufsastronom davon, seinen Namen im Himmel zu verewigen."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 21. Januar 2022 , 18:05 Uhr