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Der Samstagmorgen mit Julian Beyer

Im Porträt Kurt-Hübner-Preis für Theaterregisseurin Alize Zandwijk

Autorin

Alize Zandwijk
Alize Zandwijk wird mit dem Kurt-Hübner-Preis 2020 ausgezeichnet. Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

Theater spielt schon lange eine Hauptrolle in ihrem Leben. Zunächst in ihrer Heimat, den Niederlanden, und seit 2016 nun am Theater Bremen, wo Alize Zandwijk die Schauspiel-Sparte leitet. Sie inszeniert hier auch selbst als Regisseurin – und zwar so erfolgreich, dass der Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde 2020 an sie geht.

Alize Zandwijk erhält den Kurt-Hübner-Preis

Wegen Corona wartet die Kurt-Hübner-Preisträgerin 2020, die Künstlerische Leiterin und Leitende Regisseurin des Schauspiels am Theater Bremen, Alize Zandwijk seit Juni vergangenen Jahres auf den Preis. Am 4. Oktober 2021 bekommt sie ihn endlich.

Alize Zandwijk
Alize Zandwijk Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg
Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

Als leitende Regisseurin der Schauspiel-Sparte am Theater Bremen befasst sich Alice Zandwijk viel mit Spielplänen. Aber sie inszeniert auch selbst als Regisseurin: "Der Schimmelreiter", "Die Ratten", "Vögel", und am vergangenen Wochenende ganz frisch "Kasimir und Karoline". 

Ich versuche, Themen, die mich berühren, nahe an die Herzen zu bringen. So mache ich Theater. Ich denke, dass das hilfreich ist.

Regisseurin Alize Zandwijk über ihre Art zu inszenieren

Alize Zandwijk möchte dem Publikum mit ihren Inszenierungen nahe kommen. Wer Ihre Inszenierungen kennt, weiß, dass es bunt zugeht, expressiv und emotional. Mit großem Ensemble und Live-Musik auf der Bühne. Aber auch kleine Projekte wie "Mütter" kamen gut an: Bremer Mütter aus der ganzen Welt erzählten ihre Lebensgeschichten und kochten dabei fürs Publikum.

Alize Zandwijk wurde 1961 im Dorf Hellendoorn in den Niederlanden geboren. Schon als Kind konnte sie mit ihrer Zwillingsschwester ihr kreatives Potential ausleben: "Meine Schwester war immer sehr mit Malerei beschäftigt. Ich auch übrigens. Und wir haben auch viel gelesen. Lesen war immer ein Thema. Und meine Mutter war ein sehr freier Mensch. Frei in Gedanken."

Wir durften schon früh alles und haben keine Angst mitbekommen. Vielleicht hat das auch etwas geholfen.

Alize Zandwijk über ihre Kindheit

Geholfen hat auch eine Jugendtheatergruppe. Dort entdeckte Zandwijk als 15-Jährige die Leidenschaft für die Bühne. Gleich nach der Schule studierte sie Regie. Seitdem hat sie als Regisseurin viele Theater kennengelernt, in der freien Szene, wie im etablierten Betrieb – und zwar europaweit.

Nicht immer war es während ihrer langen beruflichen Laufbahn einfach, sich als Frau zu behaupten. Selbst als künstlerische Leiterin des Ro-Theaters in Rotterdam, erinnert sie sich: "Männer werden immer ernster genommen. Natürlich habe ich mich darüber immer wieder sehr geärgert, absolut. Aber ich konnte es auch immer wieder hinter mir lassen."

Corona-bedingt musste auch Alize Zandwijk einige Zeit ganz ohne Theater auskommen. Sie hat währenddessen viel über die Ursachen der Pandemie nachgedacht – und wünscht sich nun, dass alle auf die Bremse treten, auch die Theater: "Ich finde in Deutschland wird so viel produziert. Auch am Theater Bremen. Vielleicht muss man viel weniger produzieren, und was man spielt, öfters spielen. Dass man Ruhe bringt in das Ganze."

"Wir müssen nachdenken, am Theater anders zu produzieren" – Alize Zandwijk

Seit 2016 leitet Alize Zandwijk die Schauspielsparte am Theater Bremen. Sie inszeniert auch selbst als Regisseurin und gewann den Kurt-Hübner-Preis 2020.

Alize Zandwijk
Alize Zandwijk Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg
Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

Premiere: "Kasimir und Karoline" sind in der Gegenwart angekommen

"Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth hätte eigentlich schon im Mai am Theater Bremen Premiere gehabt. Corona-bedingt mussten sich Ensemble und Publikum ein paar Monate gedulden.

Szenenbild aus Kasimir und Karoline
Bild: Theater Bremen | J. Landsberg
Bild: Theater Bremen | J. Landsberg

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 4. Oktober, 7:36 Uhr