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Der Nachmittag mit Katrin Krämer

Im Porträt Alice Hasters: "Rassismus geht uns alle an."

Autorin

Alice Hasters
Alice Hasters schildert in ihrem Buch ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Bild: www.pixxwerk.de | H. Henkensiefken

Verletzende Fragen, Kommentare zu ihrer Hautfarbe, wildfremde Menschen, die ihr ungefragt ins Haar fassen – das sind Dinge, die Alice Hasters fast täglich erlebt, weil sie Schwarz ist. Irgendwann beschloss die Journalistin, ein Buch zu schreiben, in dem sie ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Alltagsrassismus schildert und erklärt, woher er kommt, was er anrichtet und warum Rassismus nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft ist.

Gesprächszeit "Wir werden alle rassistisch sozialisiert" – Alice Hasters

In ihrem Bestseller berichtet die Journalistin von ihren persönlichen Erfahrungen und erklärt, warum Rassismus strukturell bedingt ist – und uns alle betrifft.

Audio vom 11. November 2020
Alice Hasters
Alice Hasters Bild: www.pixxwerk.de | H. Henkensiefken

Ihr Buch "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten" ist ein Bestseller. Das öffentliche Interesse daran wuchs noch einmal rapide nach dem Tod von George Floyd im Mai 2020.

"Mein Handy glühte heiß, es prasselte Anfragen, auf Social Media ist dann total viel passiert, … und ich fühlte mich so, als ob ich zum Einsatz gerufen werde, als ob es jetzt los geht und als ob ich jetzt wieder ganz viele Antworten liefern muss, für eine Situation, die ich ja so in diesem Ausmaß auch noch nicht erlebt hatte – diese wahnsinnige Aufmerksamkeit für die Black Lives Matter Bewegung, die sich spiegelte in der Aufmerksamkeit meiner Person gegenüber."

Diskriminierung erfolgt oft unbewusst

In der Gesprächszeit erklärt die 31-Jährige, was das mit ihr macht und warum es sich gerade jetzt lohnt, einen Diskurs über Rassismus zu führen. Sie erlebt oft, dass es gerade weißen Menschen schwer fällt, Diskriminierung überhaupt wahrzunehmen. Sie fühlten sich manchmal schon durch den Titel ihres Buches angegriffen, sagt Alice Hasters. Den Grund dafür sieht sie in einem gesellschaftlichen Gefüge, das weiße Menschen schon seit Jahrhunderten privilegiert.

Man denkt, weiß ist besser und ist außerdem der Standard. Und das prägt natürlich die Identität von weißen Menschen, prägt auch meine Identität.

Alice Hasters

Dieser systemische Rassismus sei den Menschen nicht bewusst, aber die vielen unterschiedlichen Botschaften tun ihre Wirkung: "Man denkt, weiß ist besser und ist außerdem der Standard. Und das prägt natürlich die Identität von weißen Menschen, prägt auch meine Identität. Wir kriegen die gleichen Botschaften, aber es macht etwas Unterschiedliches mit uns."

Darum sollte sich jede und jeder beim Thema Rassismus zunächs einmal selbst hinterfragen, um dann gesellschaftlich etwas zu verändern, meint Alice Hasters und setzt dabei vor allem auf den persönlichen Dialog. Sie habe das Grundvertrauen, dass, wenn man Menschlichkeit zeigt, einem auch Menschlichkeit begegnet.

Mitschnitte Out Loud mit Alice Hasters

"Out Loud" ist eine Reihe für Autorinnen mit besonderen, mutigen und bewegenden Themen. Hier hören Sie die Aufzeichnung des Bühnengesprächs mit Alice Hasters.

Audio vom 10. November 2020
Alice Hasters
Alice Hasters Bild: www.pixxwerk.de | H. Henkensiefken

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 12. November 2020, 18:05 Uhr