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Gesprächszeit mit Hendrik Plaß

Auf der Bühne Bitter-komisches Stück über Beautywahn feiert in Bremerhaven Premiere

Autorin

Zwei Schauspielerinnen betrachten sich in einem Handspiegel
Regissseur Tim Egloff inszenierte das Stück über Schönheitswahn und zwanghaft positives Denken. Bild: Stadttheater Bremerhaven | Heiko Sandelmann

Amerikanischer Traum – oder doch eher Albtraum? Dieser Frage geht das Stadttheater Bremerhaven in dem Stück "Für immer schön" des amerikanischen Autors Noah Haidle nach.

Die Kosmetikverkäuferin Cookie, gespielt von Monika Vivell, tritt immer adrett in einem blauen Kostüm auf. Ihr perfektes Zahnpastalächeln kann sie wie per Knopfdruck anschalten. Sie läuft mit ihrem rollenden Kosmetik-Köfferchen von Haustür zu Haustür und versucht, ihre Schönheitscremes zu verkaufen. Cookie glaubt fest daran, dass jeder und jede ein Abbild Gottes sei – dem man nur mit ein bisschen mehr Make-Up nachhelfen müsse. Aber immer öfter wird ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dennoch versucht sie es wieder und wieder mit ihren Verkaufs-Sprüchen.

Eine nicht enden wollende Zeitschleife

Nicht umsonst hat Noah Haidle in dem Text über sein Stück erwähnt, dass es an einem einzigen langen Sommertag spielt – und gleichzeitig 30 Jahre dauert. Das Bühnenbild bilden schlichte weiße Haustüren, die von der Decke hängen. Ansonsten ist die Bühne ziemlich leer – bis auf eine kleine Palme und eine Straßenlaterne. Die Figuren, die rechts von der Bühne abgehen, treten in der nächsten Szene von links wieder auf. Dieser Kreislauf wird durch zwei Szenen verstärkt, in denen Cookie ihre Schuhe von der Bühne wirft – die kommen dann aber direkt wieder von der anderen Seite auf die Bühne geflogen.

Zwei Schauspielerinnen sitzen auf der Bühne und unterhalten sich freudig
Cookie Close ist die geborene Kosmetikverkäuferin. Szene mit Cookie, gespielt von Monika Vivell und Vera, gespielt von Isabel Zeumer. Bild: Stadttheater Bremerhaven | Heiko Sandelmann

Schönheitswahn und die Abgründe des "American Dream"

Die Komik entsteht vor allem durch den Widerspruch zwischen der schon zwanghaft gut gelaunten Cookie und ihrem wenig glamourösen Leben auf der Straße. Den ersten Lacher gibt es gleich zu Beginn: Cookie kommt auf hohen Absätzen mit professionellem Lächeln auf die Bühne getippelt – und muss erstmal das Blut aus ihren unbequemen Hackenschuhen schütteln. Diese Art Gag zieht sich durch das gesamte Stück – wobei sich das schon mit der Zeit abnutzt.

Mehr als eine lustige Karikatur

Ein junges Paar mit Kinderwagen auf der Bühne. Er wischt sich den Schweiß von der Stirn.
Szene aus "Für immer schön". Bild: Stadttheater Bremerhaven | Heiko Sandelmann

Monika Vivell zeigt als Cookie eine wirklich tolle Leistung, meint Bremen-Zwei-Reporterin Mirjam Benecke. Sie habe die Tragik ihrer Figur verdeutlicht, "die nicht nur komisch ist, sondern durch ihr ewiges Ja zum Schicksal und ihr Weitermachen richtig verständlich wird". Die Meinungen des Publikums zum Stück waren gemischt, aber durchweg gab es viel Lob für das gesamte Ensemble – besonders für die Hauptdarstellerin Monika Vivell.

Zwei Schauspielerinnen sitzen auf der Bühne und unterhalten sich freudig

Premiere: "Für immer schön" von Noah Haidle

Am Stadttheater Bremerhaven hatte "Für immer schön" Premiere. Der amerikanische Autor Noah Haidle schrieb das Stück über eine Kosmetik-Verkäuferin in der Sinnkrise.

Bild: Stadttheater Bremerhaven | Heiko Sandelmann

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 14. Mai 2022, 09:38 Uhr