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Spielen und Schreiben: die beiden Passionen von Philipp Moog

Autorin

Philipp Moog
Zehn Jahre hat sich Philipp Moog für seinen zweiten Roman "Anderwelt" Zeit gelassen. Bild: Schwind Kommunikation | Philipp Moog privat

Philipp Moog ist in vielen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen – aber vor allem auch zu hören. Nun hat der viel beschäftigte Schauspieler und Synchronsprecher von Ewan McGregor oder Owen Wilson seinen zweiten Roman fertiggestellt. Zehn Jahre hat er sich für "Anderwelt" Zeit gelassen.

Gesprächszeit "Ich brauchte immer Distanz dazu" – Philipp Moog

Philipp Moog ist Schauspieler und viel beschäftigter Synchronsprecher von Ewan McGregor oder Owen Wilson. Nun ist sein zweiter Roman "Anderwelt" erschienen.

Philipp Moog
Philipp Moog Bild: Schwind Kommunikation | Philipp Moog privat
Bild: Schwind Kommunikation | Philipp Moog privat

Schreiben kann er eigentlich überall, sagt Philipp Moog. Schon sein erster Roman "Lebenslänglich", der 2008 erschienen ist, entstand vor allem auf Reisen, wenn er zu Drehorten in aller Welt unterwegs war. "In Flugzeugen, in Wartelounges, in der Hotelbar“ ist, erzählt er.

Ich finde es wunderbar, wenn auch das Leben um mich rum ist.

Philipp Moog über das Schreiben an wuseligen Orten

Auch für sein neues Buch "Anderwelt" musste der vielbeschäftige Schauspieler und Synchronsprecher sich nicht an einen einsamen Ort zurückziehen, um sich zu konzentrieren: "Ich kann wunderbar schreiben, auch wenn Leute um mich herum sind. Ich finde es wunderbar, wenn auch das Leben um mich rum ist".

Auch nachts im grünen Garten unterwegs

Aber Philipp Moog ist auch sehr gerne zu Hause, in Berg am Starnberger See. Hier ist er aufgewachsen, und hier lebt er heute wieder. Und dass er sich hier so wohl fühlt, hat für den Pflanzenliebhaber einen Grund: der Garten. Eine grüne Oase, in der es überall wuchert und wächst: "Ich bin aber nicht so ein Blumenfreund. Ist zwar auch schön, aber ich liebe die verschiedenen Strukturen von Grün. Ich liebe Farne und große Blätter und ich mag diesen dschungelartigen Urwald, der eher im schattigen Bereich zu finden ist." Hier verbringt er viel Zeit, meistens führt ihn gleich sein erster Gang am Morgen in den Garten: "Durch den Garten zu gehen ist was Wunderbares. Und dann versuche ich morgens und abends und auch nochmal nachts durch den Garten zu wandeln."

Ich wollte auf jeden Fall über eine Familie schreiben. Brüder waren mir wichtig, Geschwister.

Philipp Moog über seinen zweiten Roman "Anderwelt"

Den Blick ins Grün konnte er während der Pandemie, als viele Dreharbeiten nicht stattfinden konnten, noch mehr genießen. Auch beim Blick aus dem Fenster, als er seinen neuen Roman schrieb. "Anderwelt" handelt von einem Familiengeheimnis, es ist eine sehr eindringlich erzählte Geschichte: "Ich wollte auf jeden Fall über eine Familie schreiben. Brüder waren mir wichtig, Geschwister. Und ich wollte unbedingt eine Geschichte schreiben, die sich wirklich nur aus der Perspektive der einzelnen Personen zusammensetzt und keinen allwissenden Erzähler haben."

Vom Fleck weg für Warner Brothers engagiert

Philipp Moog hat auch Drehbücher für das Fernsehen und ein Theaterstück geschrieben. Das Handwerk des Schreibens beherrscht er also ebenso wie die Schauspielkunst. Die hat der gebürtige Münchener, Jahrgang 1961, auf einer freien Schauspielschule gelernt. Mit Anfang 20 bekam er dann ein einmaliges Rollenangebot: Regisseur George Roy Hill – der unter anderem Regie bei "Der Clou" führte – entdeckte ihn und engagierte ihn vom Fleck für seine Kinoproduktion "Die Libelle" von John Le Carre mit Diane Keaton und Klaus Kinski: "Die Castingfrau von Warner Brothers und George Roy Hill waren gerade auf Locationsuche und haben noch einen Schauspieler gesucht. Ich habe damals Theater gespielt und die haben mich spielen sehen. Und dann habe ich die Rolle bekommen."

Moog blieb in New York, lernte Paul Newman kennen – und synchronisiert heute selbst Hollywood-Größen wie Ewan McGregor oder Owen Wilson. Spielen, Sprechen und Schreiben – das ist heute das Leben des Philipp Moog: "Das Spielen will ich auf jeden Fall weiter machen, aber das Schreiben auf jeden Fall auch. Das ist schon zu einer Passion geworden."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 22. Oktober 2021, 18:05 Uhr