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Die Nacht

Neue Alben Experimentell und mitreißend: Dawes und Josh Rouse überzeugen

Autorinnen und Autoren

Die südkalifornische Band Dawes experimentiert mit ihrem Sound. Josh Rouse Album "Going places" ist ein Gegengewicht zum Frust der Pandemie. Eva Garthe und Harald Mönkedieck stellen ihre Alben der Woche vor.

1 Dawes liefern ihr bisher bestes Album

Die vierköpfige Männer-Band "Dawes", Pressebild
"Misadventures of doomscroller" ist dach achte Album der Band Dawes. Bild: Dawes

Schon vor zehn Jahren galt die südkalifornische Band Dawes als große Hoffnung der US-amerikanischen Szene. Ihr Erfolg in Europa blieb aber bislang begrenzt. Einen Hit gab es für Dawes hierzulande noch nicht, aber ein Renommee, das sich mit ihrem neuen exzellenten Album "Misadventures of doomscroller" noch steigern dürfte.

Wie klingt's?

Schon immer war das kalifornische Quartett um Songwriter Taylor Goldsmith ein Ensemble, das einen gewissen Minimalismus pflegte. Eine Band mit nur einer Gitarre, dazu Bass, Tasten und Schlagzeug – das ist musikalisch überschaubar. Handgemachte Musik in Manier der 1970er Jahre, immer songorientiert. Das ist geblieben, dazu kommt nun aber ein experimenteller Zug, der sich nicht mehr um Faktoren wie kurze Songs oder "Radiotauglichkeit" schert. Dawes möchten Gewichtiges mitteilen. Sie fordern dafür Hörzeit ein.

Warum hören?

Das achte Dawes-Album seit dem Debüt der Band 2009 ist ein erstaunlich mutiger Schritt in eine neue Richtung. Nur sechs Songs hört man auf "Misadventures of doomscroller". Doch einige dieser Songs sind fast zehn Minuten lang. Sie präsentieren die Gruppe mit neuer musikalischer Strategie. Goldsmith versucht in seinen Texten nicht an der krisengeschüttelten Gegenwart zu verzweifeln, sondern ihr etwas Schönes und Kluges mit kreativen Mitteln entgegenzusetzen. Musikalisch ist das Quartett weiter "old school", von der Aussage her aber ganz im Hier und Jetzt verortet. "Misadventures of doomscroller" ist das beste Dawes-Album bislang.

Albumcover Dawes: Misadventures of doomscroller

Dawes: "Misadventures of doomscroller"

Das kalifornische Indie-Quartett Dawes steht für handgemachte Musik und hat auf seinem neuen Album "Misadventures of doomscroller" Gewichtiges mitzuteilen.

Bild: Chrysalis/Pias

2 Entspannte Songs zum Mitwippen von Josh Rouse

Josh Rouse mit Gitarre auf der Bühne
Bild: Imago | agefotostock

Josh Rouse gehört zu den profiliertesten Singer/Songwritern der USA. 13 Alben hat er mittlerweile veröffentlicht. Gebürtig aus Nebraska hatte Rouse eine nomadische Kindheit und Jugend. Heute ist er mit einer Spanierin verheiratet und lebt teils in Nashville, teils in Valencia. In Spanien ist auch sein neues Album "Going places" entstanden.

Wie klingt's?

Die Aufnahmen zum neuen Album von Josh Rouse sind während des Corona-Lockdowns in einer Bar in Valencia entstanden. Die gelöste Atmosphäre dieser Sessions hört man auf dem gesamten Album: "Going places" ist leichtfüßig, sonnig und entspannt. Die Produktion ist etwas weniger auf Hochglanz poliert als bei den Vorgängeralben. Prägnante Folkmelodien treffen auf Indie-Pop-Synthis, Americana-Klänge auf mediterrane Musiktraditionen. All diese Einflüsse verbindet Josh Rouse zu seinem eigenen Stil.

Warum hören?

Inhaltlich streift Josh Rouse eine Vielzahl von persönlichen Themen: Liebe, Freundschaft und Familie. "The lonely postman" beispielsweise ist ein Song für seinen Vater, der tatsächlich Postbote war. Und der Song "Hollow moon" ist die wohl eingängigste Nummer des Albums – mit einem Refrain zum Mitsingen. Die Songs auf "Going places" sollten ein Gegengewicht zum Frust der Pandemie werden. Und das sind sie auch geworden. Josh Rouse beschert uns ein entspanntes Album zum beschwingten Mitwippen.

Albumcover Josh Rouse: Going Places

Josh Rouse: "Going places"

Josh Rouse gehört zu den profiliertesten Singer/Songwritern der USA. "Going places" ist sein 13. Album und eine Live-Session voll prägnanter Folkmelodien.

Bild: Yep Roc Records

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 29. Juli 20222, 7:20 Uhr