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Der Morgen mit Tom Grote

Neue Alben Father John Misty macht Folkrock mit Retro-Charme

Autoren

Father John Mistys neues Album ist ein erzählerischer Höhenflug mit berauschendem Orchester und dauerpräsentem Vintage-Chic. Ragnhild Hemsing schafft mit ihrer neuen Musik eine perfekte Synthese zwischen Klassik und Folklore. Die Musik-Empfehlung der Woche, vorgestellt von Wilfried Schäper und Till Lorenzen.

1 Ragnhild Hemsings Hommage an Edvard Grieg

Ragnhild Hemsing mit zwei Violinen
Für ihr neues Album hat sich Ragnhild Hemsing mit einer der bekanntesten und sagenhaftesten Figuren Norwegens auseinandergesetzt: Peer Gynt. Bild: Büro für Künstler | Kaupo Kikkas

Die norwegische Geigerin Ragnhild Hemsing ist eine Wandlerin zwischen den Welten. Sie spielt die großen Violinkonzerte aus Klassik und Romantik, aber auch die Volksmusik ihrer Heimat. Auf ihrem neuen Album spielt Ragnhild Hemsing Musik ihres berühmten Landsmanns Edvard Grieg. Die klingt hier allerdings ganz anders als gewohnt, denn die Geigerin hat ein ganz besonderes Instrument dafür ausgewählt.

Wie klingt's?

Ragnhild Hemsing hat die Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg von Tormod Tvete für Geige, Hardangerfiedel und Streichorchester arrangieren lassen. Die traditionelle norwegische Hardangerfiedel, die wegen ihrer zusätzlich mitschwingenden Saiten sehr speziell klingt, gibt Griegs berühmten Melodien einen zusätzlichen folkloristischen Touch.

Warum hören?

Sie schafft eine perfekte Synthese zwischen Klassik und Folklore. Durch die genialen Arrangements von Griegs Musik und den Klang der Hardangerfiedel hat Ragnhild Hemsing, zusammen mit dem Streichorchester Trondheim Soloists, etwas Neues entstehen lassen.

CD-Cover: Ragnhild Hemsing, Ragnhild Hemsing, Trondheim Soloists, Edvard Grieg, Berlin Classics
Ragnhild Hemsing: Griegg

Ragnhild Hemsing: "Grieg"

Wenn die Norwegerin Ragnhild Hemsing die Klassik-Hits aus Edvard Griegs "Peer Gynt" spielt, dann klingen sie wie neu geboren und frisch gewaschen. Überzeugend!

Bild: Berlin Classics (Edel)

2 Father John Misty: zwischen Folkrock und Kammerpop

Der Musiker Father John Misty auf der Bühne
Der US-Amerikaner Father John Misty, eigentlich Joshua Michael Tillman, war vier Jahre Mitglied der Band Fleet Foxes. Bild: Imago | ANP

Father John Misty weiß, wie er sich auf der Bühne inszenieren muss, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen: den Mikrofonständer über die Schulter geschwungen, die Faust geballt und dazu meist im Anzug, der zwar edel, aber auch etwas abgerockt aussieht. Aber ein Angeber oder rüpelhafter Rockstar ist der 40-Jährige Father John Misty überhaupt nicht. Im Gegenteil: Seine Musik ist viel ruhiger und auch zweideutiger, als seine manchmal großen Posen einen glauben lassen könnten. Zwischen Folkrock und Kammerpop bewegen sich die Songs von Father John Mistys neuen Album "Chloë and the next 20th century".

Wie klingt's?

Der Musiker Father John Misty ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Sein neues Album "Chloë and the next 20th Century" ist ein erzählerischer Höhenflug. Auf seinem fünften Solo-Album singt der ehemalige Schlagzeuger der Indie-Folk Band Fleet Foxes mit fantastisch einfühlsamer und ausdrucksstarker Stimme kleine, häufig ironisch konnotierte Anekdoten. Die Arrangements sind ausgeklügelt und vielseitig – mit Orchester, Gitarren, Klavier und ruhigem Schlagzeug. Ein dauerpräsenter Retrocharme umschwebt die Musik.

Warum hören?

Trotz der reichhaltigen Vergangenheitsbezüge klingt das Album modern und Father John Mistys Melodien sind in ihrer manchmal fast beiläufigen Art schlicht wundervoll. "Chloë and the next 20th century" ist eine meisterhafte Ansammlung fesselnder Kurzfilme in Songform.

Albumcover:  Chloë and the next 20th century von Father John Misty

Father John Misty: "Chloë and the next 20th century"

Die Musik von Father John Misty ist viel ruhiger und zweideutiger, als seine manchmal großen Posen einen glauben lassen könnten. Zwischen Folkrock und Kammerpop bewegen sich die Songs auf "Chloë and the next 20th Century".

Bild: Pias/ Bella Union

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 8. April, 08:36 Uhr