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Gesprächszeit mit Hendrik Plaß

Neue Alben Facettenreicher Folk von Aldous Harding und Oysterband

Autoren

Düstere Texte, entrückter Sound – das ist die Musik von Aldous Harding. Und Oysterband haben nach acht Jahren ein neues Album herausgebracht. Musik-Tipps der Woche von Till Lorenzen und Harald Mönkedieck.

1 Oysterband: Folk Songs, gespielt mit Rock-Energie

Oysterband live auf dem Shrewsbury Folk-Festival 2021 (Archivbild)
Seit 40 Jahren im Geschäft: Oysterband aus Canterbury. Bild: DPA | Photoshot/Roger Southwell/Avalon

Es gibt sie seit mehr als 40 Jahren, die britische Oysterband aus der Stadt Canterbury. Songs auf Folkbasis, gespielt mit Rock-Energie, das ist ihr Stil. Die Gruppe hat sich auch in Deutschland mit regelmäßigen Tourneen und Live-Auftritten eine treue Fangemeinde erspielt. Jetzt legt sie ihre ersten neuen Songs seit acht Jahren vor: "Read the Sky" heißt das neue Oysterband-Album.

Wie klingt's?

Keine Experimente – das könnte ein stiller Untertitel für das neue Album der Oysterband sein. Eingeweihte kennen ihren Sound, man weiß um die Vorzüge der Gruppe vor allem als Live-Band. Und doch: Eine überraschende Dringlichkeit liegt in vielen der Songs auf "Read the Sky". Bis auf den Shanty-ähnlichen Song "Roll away" kommen alle Songs von der Band selbst. Die gestandenen Herren der Band haben keinen Grund, den Sound der Gruppe umzukrempeln. Sie sind Folk-Musiker mit Rock-Energie.

Warum hören?

"Read the Sky" ist – bei aller Verbundenheit zur Vergangenheit – kein Album, das die Welt von heute ignoriert. Heimat und Zugehörigkeit sind Themen der Songs, aber auch der Klimawandel, insbesondere im letzten Song "The Time Is Now". Oysterband waren schon immer politisch, sie kommen als Band aus der protestreichen Ära Thatcher.

Cover: Oysterband, Read the Sky

Oysterband: "Read the Sky"

Die britische "Oysterband" aus der Stadt Canterbury stellt ihre ersten neuen Songs seit acht Jahren vor.

Bild: Westpark/Indigo

2 Aldous Harding: düstere Themen und leichte Melodien

Aldous Harding 2017 auf der Bühne (Archivbild)
"Warm Chris" heißt das vierte Album von Aldous Harding. Bild: Imago | PA Images

Auf der Bühne sitzt Aldous Harding mal mit zusammengezogenen Schultern am Klavier und kriecht quasi in die Tasten, mal hüpft sie wie von der Tarantel gestochen am Bühnenrand entlang. Ihre Musik ist dabei tendenziell eher ruhigerer Natur. Als "Gothic Folk" hat die Neuseeländerin ihren eigenen Sound einmal bezeichnet. Nun ist mit "Warm Chris" das vierte Album von Aldous Harding erschienen.

Wie klingt's?

Aldous Harding verbindet auf eindrucksvolle Art düstere Themen mit leichten, manchmal fast kindlich-naiv daherkommenden Melodien. Das ist ihr Geheimnis: Sie taucht textlich tief hinab und singt über Schmerz, traumatische Erlebnisse und einsame Nächte an der Bar – die Songs dazu klingen aber häufig wie locker aus dem Ärmel geschüttelt. Ihre Musik ist eine Mischung aus klassischem Folk und sperrigem Pop. "Gothic Folk" nennt sie ihren Sound. Und das kann mal leise, fast zärtlich klingen, oder fordernd und etwas fiebrig. Während manche Stücke sich voll dem Rhythmus und fast treibendem Groove hingeben, sind andere gerade wegen ihres entrückten Sounds unwiderstehlich.

Warum hören?

Aldous Harding schlägt viele Haken, eckt manchmal an und säuselt dann wieder ganz weich ins Ohr. "Warm Chris" ist ein Album, das wächst und wächst und wächst, je häufiger man es hört.

Cover: Aldous Harding, Warm Chris

Aldous Harding: "Warm Chris"

Auf ihrem vierten Album taucht Aldous Harding textlich tief hinab und singt über Schmerz, traumatische Erlebnisse und einsame Nächte.

Bild: 4ad/Beggars Group/Indigo

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 22. März 2022, 08:20Uhr