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Gesprächszeit mit Hendrik Plaß

Neue Alben Cécile McLorin-Salvant sorgt für Momente der Leichtigkeit

Autorinnen und Autoren

Neues von der amerikanischen Ausnahmesängerin Cécile McLorin-Salvant und ein Comeback der Britpoper von den Boo Radleys. Harald Mönkedieck und Max Spallek stellen die Alben der Woche vor.

1 Auf eigenwillige Art individuell: Cécile McLorin-Salvant

Die amerikanische Jazz-Sängerin Cecile McLorin Salvant in der Philharmonie Essen 2021.
Cécile McLorin-Salvant steht für unkonventionellen Jazz. Bild: Imago | Sven Thielmann

Für ihre jüngsten drei Alben gewann die Wahl-New-Yorkerin Grammys in der Kategorie "Best Jazz Vocal Album". Die 32-jährige Sängerin Cécile McLorin-Salvant gilt als eines der großen Jazz-Talente unserer Zeit. Sie ist eine Frau, die in Sachen Repertoire immer wieder Eigenes zu bieten hat. Das gilt auch für ihr neues Album "Ghost Song".

Wie klingt's?

Cécile McLorin-Salvant ist bekannt für ungewöhnliche Repertoire-Entscheidungen. Sieben Tracks des Albums stammen diesmal von ihr selbst. Daneben stehen Songs zum Beispiel von Sting oder Gregory Porter, aus dem "Wizard of Oz" sowie von Brecht und Weill. Alles wird höchst individuell durch Stimme und Künstlerinnen-Persona verbunden. Ihre Stimme transportiert große Jazz-Vergangenheit und ist gleichzeitig auf eigenwillige Art individuell. Wer nach konventionellem Vokal-Jazz sucht ist bei Cécile McLorin-Salvant an der falschen Adresse. Sie hat wunderbare Momente der Leichtigkeit zu bieten, doch auch das Schrullige hat seinen Platz.

Warum hören?

Jeder Track dieses Albums ist frei von Klischees und spannend. Wie beiläufig präsentiert sie dabei ihre Individualität. McLorin-Salvant liebt die afroamerikanische Tradition, doch sie nähert sich ihr als Außenseiterin. Es ist unterschwellig Teil der Faszination für diese Ausnahmesängerin. "Ghost Song" ist ein weiteres Dokument ihres herausragenden Talents – auch wenn die Künstlerin sich selbst nicht so sehen mag.

Albumcover von Cécile McLorin Salvant "Ghost song"

Cécile McLorin Salvant: "Ghost Song"

Cécile McLorin-Salvant gilt als eines der großen Jazz-Talente unserer Zeit und hat in ihrem Repertoire immer wieder Eigenes zu bieten – auch auf ihrem neuen Album.

Bild: Nonesuch (Warner)

2 Boo Radley feiern nach 20 Jahren ihr Comeback

Zwei Bandmitglieder der Gruppe The Boo Radleys mit Gitarren auf der Bühne
Die Boo Radleys feierten Mitte der 1990er Jahre große Erfolge. Bild: Matt Shaw

"Wake Up Boo" von den Boo Radleys war Mitte der 1990er-Jahre ein fast unvermeidlicher Ohrwurm. Die Presse rief "Britpop", die Band selbst fand das nicht gut und schlug bei den folgenden Platten eher experimentelle Saiten an. Diese waren allerdings nicht ganz so erfolgreich und so lösten sich The Boo Radleys 1999 auf. Jetzt erscheint nach mehr als 20 Jahren wieder ein neues Album: "Keep on with Falling".

Wie klingt's?

Auf der neuen Platte bleiben die drei übrig gebliebenen Boo-Radleys-Mitglieder ihrem damals erfolgreichen Britpop-Sound treu. Auch wenn der eigentliche Frontmann und Hauptsongwriter Martin Carr nicht mehr dabei, so lässt die Band kraftvollen Pop mit 1960er-Jahren Verweisen erklingen. Dazu kommen psychedelische Gitarren und eingängige Refrains.

Warum hören?

Auch wenn die Selbstverständlichkeit im Songschreiben der vergangenen Tage fehlt, Melodien und Instrumentierungen passen gut zusammen. Und wenngleich es an einigen Stellen vielleicht etwas gewollt oder konstruiert klingt, so ist "Keep on with Falling" ein sehr anständiges Pop-Album geworden. Britpop-Fans werden es blitzschnell in ihr Herz schließen.

Albumcover der Gruppe The Boo Radleys: Keep on with falling

The Boo Radleys: "Keep on with Falling"

"Keep on with Falling" ist ein sehr anständiges Popalbum geworden, dass Britpopfans blitzschnell in ihr Herz schließen werden.

Bild: Boostr (Rough Trade)

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 8. April, 15:40 Uhr