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ARD-Radiofestival: Lesung

Neue Alben Emotionale Cover von Cat Power und kraftvoller Rock von Elvis Costello

Autoren

Cat Power interpretiert auf ihre ganz eigene Art Songs anderer Künstlerinnen und Künstler und Elvis Costello meldet sich kraftvoll aus dem heimischen Garten und Kleiderschrank. Simon Brauer und Till Lorenzen stellen die Alben der Woche vor.

1 Cat Power verleiht Coversongs Melodramatik

Sängerin Cat Power auf der Bühne im Hyde Park 2019
Cat Power zollt ihren Lieblingskünstlern Respekt. Bild: DPA | Photoshot

Cat Power ist das Künstlerinnen-Alter Ego der Musikerin Charlyn Marie Marshall. Mit Katzen hat der Name "Cat Power" allerdings nichts zu tun. Marshall bezieht sich damit nämlich auf die Firma "Caterpillar", die unter anderem große Baumaschinen und Dieselturbinen herstellt. Seit Anfang der 1990er macht Cat Power, die aus Atlanta im US-Georgia kommt, einen eigenwilligen Mix aus Folk, Grunge-Klängen, Blues und Indierock und ist dabei immer unangepasst geblieben. Ihr neuestes Album heißt "Covers".

Wie klingt's?

Nach "The Covers Record" im Jahr 2000 und "Jukebox" 2008 hat Cat Power auf ihrem neuen Album Songs vom R&B-Künstler Frank Ocean, Musik-Urgestein Iggy Pop, der irischen Folk-Punk-Band "The Pogues" oder der Popmusikerin Lana del Rey interpretiert. Die Songs gehören nicht zwingend zu den bekanntesten der Künstlerinnen und Künstler, die Cat Power covert. Erneut findet sie ihre ganz eigenen Zugänge: Die Essenz der Songs bleibt erhalten, den Sound aber hat sie neu gestaltet. Klavier und Gitarre bilden das Fundament ihres Sounds. Ihr Klavierspiel ist dabei aber einen Tick variantenreicher: Mal hämmert sie auf die Tasten, wird wild und regelrecht lärmend, mal gleiten ihre Finger zärtlich über die Klaviatur.

Warum hören?

"Covers" hat eine breite emotionale Spanne und Cat Power gelingt es, einen vergessen zu lassen, dass es sich um Cover-Songs handelt. Diese zwölf Songs konnten in dieser Form nur von ihr sein: aufwühlend, melodramatisch, weich und rau zugleich. Cat Power zeichnet sich durch ihre individuelle Tonsprache aus – auch wenn sie die Songs anderer spielt.

Albumcover Cat Power "Covers"

Cat Power: "Covers"

Auf ihrem neuen Album hat Cat Power Songs von Frank Ocean, Iggy Pop, der irischen Folk-Punk-Band The Pogues und auch der Popmusikerin Lana del Rey interpretiert.

Bild: Domino Records (Goodtogo)

2 Ein erholter Elvis Costello liefert ein kraftvolles Album

Elvis Costello live auf der Bühne in London 2020
Bild: DPA | Photoshot

Wie die meisten Künstlerinnen und Künstler musste auch Elvis Costello in der langen Corona-Zeit allein zuhause an neuen Songs arbeiten. Kontakt zu seiner treuen Band "The Imposters" hatte er nur via Telefon und Internet. Jeder Musiker spielten seinen Part alleine ein. Trotzdem sind auf diese Art keine traurigen Balladen entstanden. "The boy named if" heißt das neue Album von Elvis Costello & The Imposters.

Wie klingt's?

"A boy named if" ist ein Album geworden, das voller Kraft und Energie nur so strotzt, rau und rockig. Ruhigere Songs, also Momente zum Luft holen oder Verschnaufen, gibt es nur wenige. Die zum Teil krachigen Uptempo-Nummern dominieren den Sound der Platte.

Warum hören?

Besonders beeindruckend ist auf "A boy named if" der Gesang des mittlerweile 67-jährigen Costello. Es habe ihm gut getan, nicht in einem Studio zu stehen, sondern auch mal zuhause im Garten zu singen oder im Keller in einem alten Kleiderschrank, sagt er selbst. Außerdem sei seine Stimme erholter als sonst, weil er nicht Abend für Abend auf einer Bühne stehen musste. Das neue Album von Elvis Costello & The Imposters ist herrlich hemmungslos, kraftvoll und direkt. Wenn das dieser "Altherrenrock" ist, dann bitte mehr davon!

Albumcover Elvis Costello "The Boy Named If"

Sounds Elvis Costello: "The Boy Named If"

Kontakt zu seiner treuen Band hatte Elvis Costello in der Corona-Zeit nur via Telefon und Internet und trotzdem ist eine kraftvolle Rockplatte entstanden.

Bild: EMI (Universal Music)

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 13. April, 13:40 Uhr