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Der Samstagvormittag mit Stefanie Pesch

Neue Alben Sting, Allen Stone und Damon Albarn mit Musik gegen das Novembergrau

Neue Songs von Altmeister Sting, Allen Stone mit intimen Versionen seiner Songs und Damon Albarn mit Musik, die das Innerste berührt. Die Album-Tipps unserer Musikredaktion, vorgestellt von Eva Garthe, Till Lorenzen und Harald Mönkedieck.

1 Die Rückkehr des kreativen Songwriters Sting

Sting (2021)
Sting und Band haben mit "The Bridge" ein in sich geschlossenes Album produziert. Bild: Universal Music | Eric Ryan Anderson

Schon mit der Band "The Police" war Gordon Sumner alias Sting äußerst erfolgreich. Als Solokünstler feierte der Brite besonders in den 80er und 90er Jahren Welterfolge, seine Alben stürmten die Charts. Für "Brand New Day“ wurde Sting im Jahr 2000 mit zwei Grammys ausgezeichnet. Nach dem Projekt mit Reggae-Musiker Shaggy und nach der Bearbeitung von alten Songs auf dem Album "My Songs" gibt es jetzt wieder etwas Neues von Sting.

Wie klingt‘s?

Das Album wurde "aus der Ferne" aufgenommen. Wegen der Pandemie konnten die Musiker nicht gemeinsam im Studio sein. Jeder hat für sich aufgenommen, die Musik wurde dann zusammengefügt. Das ist gelungen: "The Bridge" klingt rund und in sich geschlossen. Es ist die Rückkehr des kreativen Songwriters Sting. Musikalisch ist von Pop, Rock, Folk über Jazz alles mit dabei.

Warum hören?

"The Bridge" hat zwar keine großen Hits, aber Sting ist nach wie vor kreativ. Er hat noch etwas zu sagen. Und das hat er mit Hilfe von Ikonen wie Gitarrist Dominic Miller hochmusikalisch verpackt.

Sting: "The Bridge"

Die Rückkehr des "alten Songwriters" Sting ist mit "The Bridge" – der ersten Platte mit neuen Songs seit vielen Jahren – wie erwartet sehr harmonisch und hochmusikalisch.

Cover: Sting, The Bridge, Interscope (Universal Music)
Bild: Interscope (Universal Music)
Bild: Interscope (Universal Music)

 

2 Allen Stone covert sich selbst

Allen Stone
"Apart" heißt das neue Album von Soultalent Allen Stone. Bild: Universal Music | Lonnie Webb

 

Der US-Amerikaner Allen Stone wurde auf dem Land groß: Gerade mal 1.500 Einwohner hat der Ort Chewelah im Bundesstaat Washington, in dem Stone 1987 auf die Welt gekommen ist. Seine ersten musikalischen Erfahrungen hat er in der Dorfkirche gesammelt: Mit Drei sang er das erste Mal vorm Altar, mit 14 leitete er den Chor beim Gottesdienst und hatte seinen ersten Auftritt vor vollem Haus. Da wusste Allen Stone, dass er raus in die Welt will, um überall zu singen. Jetzt hat das weiße Soul-Talent sein fünftes Album veröffentlicht.

Wie klingt‘s?

Anstatt neuer treibender und energiegeladener Soul-Songs voller Bläser und funkiger Rhythmen, covert sich Stone auf "Apart" gewissermaßen selbst. Für sein neues Album hat er eine Auswahl seiner alten Songs als intime Versionen neu aufgenommen: nur seine Stimme, mal mit Gitarre, mal mit Klavier begleitet. Allen Stone zeigt, dass er ein musikalisches Kraftpaket ist, ein junger Sänger mit großem tonalem und dynamischem Umfang in der Stimme.

Warum hören?

Der 34-Jährige wollte sich mit dem Album "Apart" beweisen, dass seine Songs auch als akustische Wohnzimmer-Nummern funktionieren. Dieses Experiment gelingt nur zum Teil. Manche seiner Songs wirken ohne großes, mitreißendes Bandarrangement etwas blass. Dafür gewinnen aber einige Texte mehr an Gewicht. Stone ist nicht unbedingt als politischer Musiker bekannt, aber er ist sich der Soultradition und dem gesellschaftlichen Kampf seiner afroamerikanischen Vorbilder wie Aretha Franklin, Stevie Wonder oder Marvin Gaye bewusst.

Allen Stone: "Apart"

Soul-Talent Allen Stone hat sein fünftes Album veröffentlicht. Beeinflusstwurde er dabei von Künstlern wie Marvin Gaye und Bill Withers.

Cover: Allen Stone, Apart, Pias/Ato (Rough Trade)
Bild: Pias/Ato (Rough Trade)
Bild: Pias/Ato (Rough Trade)

3 Damon Albarn mit Musik, die das Innerste berührt

Damon Albarn
Damon Albarns neues Album "The nearer the fountain the more pure the stream flows" sorgt für wohlige Gefühle. Bild: Steve Gullick

Der britische Musiker Damon Albarn ist ein musikalisches Chamäleon, ob als Frontmann der Brit-Pop-Band Blur, Mastermind hinter der virtuellen Band Gorillaz oder mit seinen World Music-Projekten. Seine musikalischen Ideen sind vielfältig und kennen keine Genre-Grenzen. Jetzt hat er mit "The Nearer The Fountain, More Pure The Stream Flows" ein neues Solo-Album rausgebracht.

Wie klingt‘s?

Inspiriert wurde Damon Alborn von der Landschaft seiner Wahlheimat Island. Das Klanggewand, in das er seine Songs packt, ist dabei mitnichten kalt wie die eisigen Landschaften des Nordens, sondern durchaus warm. Das liegt vor allem an der für ihn ungewöhnlichen Instrumentierung: Statt synthetisch-digitaler Klangerzeuger und Sampler setzt er diesmal auf organische Retro-Sounds von Wurlitzer-Orgel, Saxofon, Streichern und Klavier. Dadurch stellt sich beim Hören sofort ein wohlig-nostalgisches Gefühl ein.

Albarns Texte sind sehr poetisch. Während der Arbeit am Album hat der Brite die Gedichte des englischen Naturdichters John Clare für sich entdeckt. Als Vertreter der Romantik wurde Clare für seine Beschreibungen des einfachen Landlebens berühmt.

Warum hören?

Damon Albarn nimmt einen mit auf eine klanglich vielfältige Reise, mit ausgedehnten orchestralen Arrangements ebenso wie mit innig-intimen Melodien. Und genau wie der Blick auf eine Landschaft uns im Innersten berühren kann, so kann das auch diese Musik.

Damon Albarn: "The Nearer The Fountain, More Pure The Stream Flows"

Der britische Musiker Damon Albarn nimmt einen auf "The Nearer The Fountain, More Pure The Stream Flows" mit auf eine klanglich vielfältige Reise.

Cover: Damon Albarn, The Nearer The Fountain The More Pure The Stream Flows, Pias/Transgressive (Rough Trade)
Bild: Pias/Transgressive (Rough Trade)
Bild: Pias/Transgressive (Rough Trade)

 


Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. November 202, 07:40 Uhr